[247] Nordpol des Magnetstabes.

Htn. – Hartmann.

L–r. – Langhammer.

Mchlr. – Michler.

Fz. – Franz.

Hpl. – Hempel.

Hsch. – Harnisch.

Gthr. – Günther.


(Schwindel, es drehet sich im Kopfe und war, als wenn sie sinken sollte nach allen Seiten hin) (sogleich.)

Schwindel, wie von Trunkenheit, der ihn nöthigt, beim Stehen die Füsse zur Unterstützung des Körpers anders zu setzen (n. 5 Min.) [Htn.] [ Fz.]

Beim Gehen im Freien Schwindel, so dass er keinen festen Tritt hatte (n. 26 St.) [L–r.]

Beim Gehen im Freien wankt er hin und her, wie beim Schwindel (n. 22 St.) [L–r.]

5. In der einen Kopfseite ein schwindelartiges Ziehen (n. 10 Min.)

Wenn sie die Treppe gestiegen ist, zieht es ihr im Kopfe von der Mitte nach beiden Ohren abwechselnd, wie das Pendel einer Uhr.

Er ist seiner nicht recht bewusst, kann nicht genau denken; es ist, als wenn ihm der Verstand still stände, und als wenn etwas im Gehirne von oben herab drückte und die Augen heraus drängte; eine Anwandlung von Ohnmacht.[247]

Beim Gehen war er wie trunken.

Empfindung von Trunkenheit, als wenn der Kopf sumsete (n. 1/4 St.)

10. Eingenommenheit des Kopfs und Verlangen nach freier Luft.

Eingenommenheit des Kopfs [Mchlr. – De Harsu Recueil des effets salutaires de l'aimant. Genève 1782. S. 135.]1

Schwaches Gedächtniss; doch heiter (n. 1 St.)

Zwei Tage nach einander wacht er vom Nachmittagsschlafe jedesmal mit heftigem Kopfweh auf, wie wenn das Gehirn zerschlagen und eingenommen wäre; es mindert sich nach dem Erwachen, vergeht auch wohl beim Aufstehen (n. 3 u. 28 St.)

Ein, aus Wundheit und Zerschlagenheit zusammengesetzter Kopfschmerz auf der Oberfläche des Gehirns im Vorderhaupte und in der einen Schläfe.

15. Kopf wie zerschlagen und zertrümmert in der einen Gehirnhälfte (n. 1/2 St.)

Ziehender Kopfschmerz auf der linken Seite (n. 27 St.) [Htn.]

In der rechten Schläfe ziehend bohrender Schmerz; dabei ein krampfhafter Schmerz gleich unter dem rechten Jochbeine [Mchlr.]

Ein Seitenstoss im Kopfe, früh im Bette.

Hinter dem rechten Ohre ein stossartiges Reissen im Kopfe beim Gehen in freier Luft, welches sich allmählig auch nach vorn zieht (n. 1/4 St.) [Htn.]

20. Hinter dem linken Ohre ein stossartiges Reissen im Kopfe beim Sitzen (n. 1/2 St.) [Htn.]

Es ist ihm wie eine Last, die den Kopf herabdrückte.

In mehrern Theilen des Gehirns ein Drücken, wie von etwas Hartem.

(Viel Hitze im Kopfe.)

Im Kopfe ein widriges Gefühl von Zusammenpressen und als wenn ein Theil des Gehirns eingedrückt würde.[248]

25. Vom Schalle eines Hammers schütterte es ihr im Kopfe.

In der rechten Schläfe ein den Kopf einnehmender Druck beim Gehen im Freien [Fz.]

Ein (drückender) Schmerz über der linken Schläfegegend, äusserlich (n. 27 St.) [L–r.]

Im Hinterhauptgelenke ein herauswärts gehendes Drücken, dass er den Kopf immer vorwärts beugen muss [Fz.]

Drückender Kopfschmerz an der linken Stirnseite (n. 22 St.) [L–r.]

30. Ein drückender Schmerz äusserlich über dem rechten Augenbrauenbogen (n. 28 St.) [L–r.]

Beim Gehen Kopfweh: ein Druck über den Augenhöhlen.

Kopfweh, vorzüglich beim Aufheben und Bewegen der Augen.

Eine spannende Empfindung im Gehirne unter der Stirne bis in die Nasenwurzel.

Früh, nach dem Aufstehen, mehrmals einige Stiche oben in der linken Stirne, bis Nachmittags.

35. Kopfweh, als wenn die Schläfen auseinander gepresst würden.

Heftiges Kopfweh den ganzen Nachmittag, als wenn das Gehirn auseinander getrieben würde (n. 3 T.)

(Grosse Knoten auf dem Haarkopfe, die blos bei Berührung schmerzen.)

Spannen der Kopfbedeckungen, als wenn sie zu fest auf dem Schädel anlägen, und davon Eingenommenheit des Kopfs (mehrere Stunden lang) [Hpl.]

Beissendes Jücken auf dem Haarkopfe (n. 1/2 St.)

40. Andrang des Blutes nach dem Kopfe, und Hitzüberlaufen in den Backen [Fz.]

Ein Spannen über das Gesicht.

Blässe des Gesichts.

Ein kalter Hauch in die Augen.

Die Augen traten heraus (n. 1/2 St.)

45. Starrer, auf einen Gegenstand gerichteter Blick, im Sitzen.

Feine Stiche im linken Auge (n. 24 St.)

Stiche in den Augenlidern [Weber a.a.O.][249]

Abends Stiche in den linken Augenlidern, mit Trockenheit derselben [Fz.]

50. Feinstechen im Augenwinkel und in der linken Backe [Weber a.a.O.]

Brennender, anhaltender Stich im obern Augenlide (n. 3 Minuten.)

Am Rande des obern Augenlides ein Bläschen, was auf's Auge drückte.

Augenlider früh stark zusammengeklebt [Weber a.a.O.]

Schmerzhafte Empfindlichkeit der Augenlider beim Lesen (n. 12 St.)

55. Zucken und Ziehen in den Augenlidern [Weber a.a.O.]

Ziehen in den Augenlidern [Weber a.a.O.]

Ziehen in den Augenlidern und Thränen [Weber a.a.O.]

Schleim im äussern Augenwinkel [Weber a.a.O.]

Jücken im innern Augenwinkel und dem Rande der Augenlider (n. 1/2 St.)

60. Jücken über dem rechten Auge, das zum Kratzen nöthigt [Christoph Weber, Wirkungen eines Magneten2 Hannover 1767.]

Jücken in den Augenlidern [Weber a.a.O.]

Jücken im Auge [Weber a.a.O.]

Früh beim Erwachen, im Bette, schmerzhaftes Trockenheitsgefühl der Augenlider (n. 14, 20 St.)

Empfindung wie von Sandkörnern im Auge [Weber a.a.O.]

65. Brennen, Röthe und Thränen beider Augen [Weber a.a.O.]

Grosse Bewegung des Augapfels; in beiden Augen sammelt sich viel Wasser [Weber a.a.O.]

Die Augen thränen, früh.

Die Augen thränen sehr, Unerträglichkeit des Sonnenlichts.

(An's schwache, rechte Auge gehalten) (n. 1/4 St.) ein Brennen darin; es ward roth und voll Wasser [Weber a.a.O.][250]

70. An's schwache Auge gehalten, eine 3 bis 4 Minuten anhaltende Kälte (n. 2 Minuten) [Weber a.a.O.]

Kälte des schwachen Auges, als wenn ein Stück Eis, statt des Auges, in der Augenhöhle läge; wie die Kälte verging, ein lang anhaltender Nadelstich im Auge [Weber a.a.O.]

Erst Kälte, dann Hitze im Auge [Weber a.a.O.]

Puckende Empfindung im Auge, wie von einer Taschenuhr (25 Minuten lang) [Weber a.a.O.]

Unruhige Bewegung des Auges [Weber a.a.O.]

75. Empfindung, wie von einer Spinnwebe vor den Augen [Weber a.a.O.]

Lichtschein im Auge, als wie eine herunterschiessende Sternschnuppe [Weber a.a.O.]

Ameisenkriechen zwischen beiden Augen [Weber a.a.O.]

(An's Auge gehalten) über dem Auge, an der Backe, dem Ohre bis in die obere Kinnlade ein starkes Ziehen [Weber a.a.O.]

Die Pupillen sind sehr erweitert, und ziehen sich beim Lichte wenig zusammen (sogleich.)

80. Die Pupillen verengern sich die ersten Stunden.

Ein Stich von der Eustach'schen Röhre bis ins innere Ohr (beim Bücken.)

Klingen im Ohre derselben Seite [Weber a.a.O.]

Feines Klingen im Ohre der Gegenseite (sogleich)

Etliche Risse im rechten innern Ohre, wie Ohrzwang (n. 18 St.)

85. Ein Zischen und eine ziehende Empfindung im Ohre.

In's Ohr gehalten, ein Knistern und Knattern darin [Weber a.a.O.]

(In's Ohr gehalten) eine Wärme und Brausen darin, als wenn Wasser kocht und Blasen wirft [Weber a.a.O.]

In's Ohr gehalten, Hitze drin und Picken [Weber a.a.O.]

Eine Art Taubheit, als wenn sich ein Fell vor das rechte Ohr gelegt hätte, worauf Hitze in demselben erfolgte [L–r.]

90. Spannung im Trommelfelle.[251]

Empfindlich strammender Schmerz im Gesichte, der sich bis in die Mandeln erstreckte [Weber a.a.O.]

Ziehen in der linken Backe [Weber a.a.O.]

Feines Stechen auf dem Backen, wie von unzähligen feinen Nadeln, mit Hitzempfindung, ohne bei Berührung merkliche Hitze (n. 21/2 St.) [Htn.]

Ein Knötchen im Gesichte, nahe an der Nase, welches bei Berührung wie Wunde weh thut; ausser der Berührung werden einige seltene, langsame Stiche darin gefühlt.

95. Blüthenausschlag am rechten Nasenflügel mit stechend jückender Empfindung [Fz.]

Geruchstäuschung: es riecht ihm in der Stube wie nach faulen Eiern, oder als wenn ein Abtritt gereinigt würde (n. 27 St.) [Htn.]

Geruchstäuschung: in der Stube roch es ihm wie frische Kalktünche und wie nach Staube.

Drei Nachmittage starkes Nasenbluten, was jeden Nachmittag stärker ward, nach vorgängigem, drückendem Kopfweh in der Stirne (n. 4 Tagen.)

Nachmittags (um 2 Uhr) Nasenbluten aus dem linken Nasenloche (n. 46 St.) [L–r.]

100. Nachmittags (um 4 Uhr) beim Gehen im Freien, nach dem Schnauben, Nasenbluten, 3/4 Stunden lang (n. 23 St.) [L–r.]

Wundheitsschmerz an den Nasenlöchern, auch ohne Berührung und Bewegung derselben (n. 26 St.)

Zuerst rothe und heisse Nasenspitze, dann rothe, heisse, scharfumgränzte Flecken auf den Backen.

Knisternd stechender Schmerz in einer (schon früher vorhandenen) Blüthe am rechten Mundwinkel (sogleich) [Fz.]

Ziehen in der linken Kinnlade und in der linken Backe [Weber a.a.O.]

105. Früh, beim Erwachen, ein spannender Schmerz im linken Oberkiefer (n. 86 St.) [L–r.]

Ein schmerzliches Klemmen im Kiefergelenke bei Bewegung der Unterkinnlade, als wenn sie ausgerenkt würde (n. 1/2 St.) [Htn.]

Unter dem Warzenfortsatze, zwischen dem Kopfnickmuskel und dem Aste des Unterkiefers, drückend ziehender Schmerz von der Schläfe her [Fz.][252]

Spannender Schmerz in den linken, vordern Unterkieferdrüsen (n. 19 St.) [L–r.]

In der linken Unterkieferdrüse klemmend drückender Schmerz, unter dem linken Kieferwinkel (n. 2 St.)

110. In den Unterkieferdrüsen ein quetschend drückender oder kneipender Schmerz, so für sich, wie bei hitzigen Halsgeschwülsten gefühlt wird (n. 4 St.)

Reissender Schmerz in den Halsmuskeln, als wenn sie allzu müde wären.

Schmerzhafter Klamm in den Halsmuskeln von einem Ohre zum andern.

Klamm in dem einen Halsmuskel beim Gähnen; nachgehends schmerzte der Theil beim Befühlen.

Im linken Winkel der Lippen, bei Bewegung des Mundes, Wundheitsschmerz, als wollte da ein Geschwür entstehen.

115. Langsame, äusserst spitzige und schmerzhafte Stiche in der Unterlippe.

Kleine Blüthchen innerlich an der Oberlippe, dem Zahnfleische gegenüber.

Zahnschmerz in den obern Schneidezähnen rechter Seite, gleich als drückte etwas Hartes drauf und wollte sie umbrechen [Fz.]

Zahnschmerz beim Essen; alle Zähne deuchten ihm locker, als ob sie sich umlegen wollten [Fz.]

Die Zähne des Oberkiefers deuchten ihm locker zu seyn (n. 28 St.) [L–r.]

120. Schmerzhaftes Sumsen in den hohlen Zähnen des Unterkiefers, am schlimmsten der rechten Seite; während des Essens schweigt der Zahnschmerz (n. 3 St.) [Htn.]

Klammartiger Zahnschmerz im rechten Unterkinnbacken.

Zahnschmerz, als wenn der Zahn herausgerissen würde; er wird nach dem Essen, und wenn er sitzt oder liegt, schlimmer, besser aber, wenn er geht.

Zahnweh nach dem Auge zu, ein sehr schnelles Picken im hohlen Zahne, mit geschwollenem, entzündetem Zahnfleische und rother, brennender Backe; das Zahnweh vermehrte sich sehr gleich[253] nach dem Essen, ward beim Gehen in freier Luft besser, in dumpfiger Stube aber verschlimmert.

Pochen in dem hohlen Zahne (sogleich) und dann ein Drücken darin, als wenn in die Höhlung sich etwas hineingedrückt hätte, mit Ziehen in den Schläfen.

125. Pochen im Zahne, mit Brennen im Zahnfleische, und geschwollenen, rothen, heissen Backen, mit brennendem Schmerze und Pochen darin, Nachmittags.

Zahnschmerz hört beim Gehen in freier Luft auf, und kommt in der Stube wieder.

Empfindung von Taubheit und Gefühllosigkeit im Zahnfleische des geschmerzt habenden Zahnes.

Ziehender Zahnschmerz im hohlen Zahne und in den Vorderzähnen, blos beim Essen vermehrt, wenn er etwas Warmes darauf bringt, und beim Schmerze zugleich Röthe des Backens.

Geschwulst des Zahnfleisches eines hohlen Zahns, welches bei Berührung mit der Zunge schmerzt.

130. Zahnschmerz, als wenn das Zahnfleisch wund oder eingeschnitten wäre, beim Eindringen der Luft in den Mund vermehrt.

Jücken vorn auf der Zunge, was zum Reiben und Kratzen nöthigt.

Beim Erwachen aus dem Schlafe ist der Mund voll dicken, fast trocknen, weissen Schleims (n. 18 St.) [L–r.]

Mundgeruch, der dem Kranken selbst sehr zuwider ist.

Wurgen im Schlunde, das, wenn's nicht aufstossen will, heranwärts drückt und Aengstlichkeit verursacht.

135. Häufiger Zufluss des Speichels [Weber a.a.O.]

Zusammenlaufen des Speichels im Munde (sogleich.)

Soodbrennen (n. 1/2 St.)

Lang anhaltendes, ranziges Soodbrennen.

Die wohlschmeckendsten Speisen haben ihm keinen Geschmack, beim Abendessen (n. 10 St.)

140. Beim Tabakrauchen wird es ihm kratzig hinten im Halse, als wenn ihm der Soodbrennen wollte, oder gebrannt hätte.

Früh ein säuerlicher, nüchterner Geschmack.[254]

Beim Tabakrauchen schmeckt's ihm bitter hinten auf der Zunge (n. 2 St.)

Das Tabakrauchen ist ihm zuwider; Tabak schmeckt ihm übel (n. 2 St.)

Es war ihr Mittags so voll, dass sie nicht essen konnte.

145. (Er ist gleich satt.)

Essgierde des Abends.

Chocolate hatte einen lätschig unangenehmen Geschmack, wie von Zusatz eines unreinen Wassers.

(Das Abendessen schmeckt gut, aber bald darauf entsteht fader Geschmack im Munde und Hitze in den Ohrläppchen.)

Aufstossen, wie ein etwas schmerzhafter Ruck.

150. Häufiges Aufstossen nach blosser Luft.

Uebelkeit.

Es scheint saure Magenverderbniss zu begünstigen.

Die Zunge ist sehr belegt und verschleimt; Ekel vor Milch.

Der Magen ist ihm wie verdorben; es liegt ihm so schwer im Magen, wenn er etwas gegessen hat.

155. Nach dem Abendessen Soodbrennen (n. 24 St.)

In der Nacht wacht sie auf über einem Drücken im Unterleibe, wie von einem Steine.

Im Unterleibe Drücken, wie von einem Steine.

Raffen in der Herzgrube (n. 1/2 St.)

(Pochen in der Herzgrube) (sogleich.)

Empfindung in der Oberbauchgegend und im Magen, als wenn die Magenwände schmerzhaft empfindlich wären.

160. Ein Ziehen in der Herzgrube bis in die rechte Brust.

Ziehender Schmerz im Unterleibe (n. 4 St.)

Ziehender Bauchschmerz (n. wenigen St.)

In der Nabelgegend Wärme, die ihm Aengstlichkeit verursachte und hierauf ein Gefühl, als wenn Erbrechen folgen sollte.

Kälte im Unterleibe (gleich nach der Berührung.)

165. Glucksen im Unterleibe, als ob viel Blähungen eingesperrt wären, was auch ein Umherwin den verursacht, welches bis in die Herzgrube heraufsteigt[255] und Aufstossen bewirkt (n. 21/4 St.) [Htn.]

Ein Kneipen und Knurren im Bauche, welches durch Blähungen verging (n. 25 St.) [L–r.]

Beim Gehen im Freien starke schneidende Stiche in der Mitte des Unterleibes, von unten herauf (n. 31/2 St.) [L–r.]

Stösse und Rucke aus dem Unterleibe durch die Brust, heran bis in den Hals (sogleich.)

Ein Paar Rucke wie Poltern im Unterleibe, als ob etwas absatzweise drin herabfiele (sogleich.)

170. Ein Paar Stiche in der Bauchseite und Bewegung im Unterleibe, wie zum Durchfalle (n. 10 Stunden den folg. Morgen.)

Krampfhaft zusammenziehende Empfindung des Unterbauchs, äusserlich und innerlich, früh.

Kneipen besonders im Oberbauche, gleich nach dem (Abend-) Essen.

In der linken Seite des Unterleibes, auf einer kleinen Stelle, ein heftiges, unabgesetztes Kneipen, wie von eingesperrten Blähungen.

Blähungskolik gleich nach dem Abendessen; ein scharfer Druck in allen Theilen des Unterleibes herauswärts, als wenn der Leib zerplatzen sollte; beim unbewegten Sitzen mindert sich's (n. 30 St.)

175. Früh, gleich nach dem Erwachen im Bette, Blähungskolik: die Blähungen stämmten sich herauf nach den Hypochondern, mit hie und da hart drückenden und spannenden Schmerzen im ganzen Unterleibe, bei Ruhe und Bewegung mit einer aus dem Unterleibe entspringenden Wabblichkeit und Uebelkeit.

Ununterbrochen drückend kneipender Schmerz im ganzen Unterbauche, wie eine Kolik, doch ohne merkbare Blähungen, die weder durch Ruhe, Bewegung, noch durch Genuss von Speisen und Getränken vergeht, wohl aber durch Nachdenken und Anspannung des Geistes ungemein verstärkt und dann mit Uebelkeit begleitet wird; durch strenge Ruhe mindert sich die Kolik etwas, durch Berührung des Zinks vergeht sie aber gänzlich binnen einer Stunde.[256]

Abends und früh drückt es hie und da, wie von Blähungen, in den Gedärmen, als wenn der Druck auf eine zerschlagene Stelle geschähe, und zugleich hie und da im Gehirne ein Drücken, wie auf eine zerschlagene Stelle; geht eine Blähung ab, so ist Bauchweh und Kopfschmerz zugleich verschwunden; sobald und so lange sich aber wieder eine Blähung im Unterleibe rührt, ist auch das erwähnte Bauch- und Kopfweh zugleich vorhanden und macht ärgerliche Gemüthsstimmung; dabei stinken die Blähungen sehr.3

(Schmerzhafte Empfindlichkeit der Bauchmuskeln.)

Unterdrückung des Blähungsabganges, 24 Stunden lang.

180. In der Nacht um zwei Uhr wacht er mit der heftigsten Kolik auf; ein unabgesetzter, unausstehlich harter Druck in der Herzgrube und den Hypochondern, welcher immer höher in die Brust steigt, und immer ärger wird, bis an die Halsgrube, wo er den Athem zu unterdrücken droht; eine Art Brustkolik.4

Früh ziehender, fast ruhrartiger Schmerz im Unterbauche, dann schwierig abgehender, sehr dick geformter Koth (n. 24 St.)

Mit dem Stuhlgange geht zweimal des Tages Blut ab (n. 4 Tagen.)

Harter, dick geformter, selten und schwierig abgehender Stuhlgang (n. einig. Tagen.)

Ein scharfer Druck im Mastdarme (n. 11/2 St.)

185. Ein stechendes Kneipen im Mastdarme.

Nach Mitternacht im Schlummer, ein stundenlanger, drückend pressender Schmerz im Mastdarme (nicht im After), welcher beim vollen Erwachen verschwindet.[257]

In der linken Weiche, in der Gegend des Bauchringes, ein schneidender Schmerz mit einem Schwächegefühl daselbst.

Stiche in der rechten Lendengegend [Mchlr.]

Stiche im linken Schoosse nach aussen an der obern Darmbeinspitze (sogleich.) [Fz.]

190. Herausbohrender Schmerz über dem linken Bauchringe, als wenn ein Bruch hervortreten wollte, im Sitzen [Fz.]

Von Tage zu Tage vermehrte Erschlaffung des Bauchringes; es will ein Bruch hervortreten, am, meisten beim Husten (n. 40 St.)

Schmerz im Bauchringe, wie Wundheit besonders beim Gehen (n. 3 St.)

Dunkler Harn.

Die ersten Stunden verminderte, nach Tag und Nacht sehr vermehrte, häufige Urinabsonderung.

195. Häufiger Harnabgang (n. 18 St.)

Oefteres Drängen auf den Harn (n. 18 St.) [L–r.]

Sehr reichlicher Urinabgang, mehr als einen Tag lang (n. 6 St.)

(Erschlaffung des Blasenhalses, von 1 Uhr Mittags bis 8 Uhr Abends, der Harn tröpfelte unwillkührlich ab) (n. 3 St.)

Nach dem Harnen ein anhaltender, beissender Schmerz am Saume der Vorhaut.

200. Jückendes Beissen innerhalb der Vorhaut, was zum Reiben nöthigt, die Nacht im Bette.

An der innern Fläche der Vorhaut ein schmerzhaftes Jücken (nach dem Aufwachen in der Mitternacht.)

Nächtliche Pollution ohne Steifheit, worüber er ängstlich erwachte.

Nächtliche Pollution.

Unbändige Steifigkeit der Ruthe, mit unbändigem Drange zum Beischlafe und zur Saamenausleerung.

205. Früh heftige Erectionen.

Schlaffheit der Zeugungsglieder und verminderter Trieb zum Beischlafe (n. 86 St.)

Ein wurgender Schmerz im rechten Hoden (n. 3. St.)

Beim Uebereinanderlegen der Schenkel scharfe Stiche im linken Hoden (n. 181/2 St.) [L–r.]

Ein scharfes Ziehen und ein Schneiden in den Hoden.[258]

210. Gemässigter Geschlechtstrieb, er ist Herr darüber (n. 64 St.)

Das eben zu erwartende Monatliche erschien nach 20 Stunden, vermehrte sich binnen 24 Stunden, bis etwas über die gewöhnliche Stärke des Menstruums (welches bisher zu schwach gewesen war) bis zum gesunden Grade, ohne neue Nebenzufälle; also (Heilwirkung.)


Von Stockschnupfen ist das eine Nasenloch verstopft, während aus dem andern dünner Schleim trieft.

Früh schnelles Auslaufen flüssigen Schleims aus der Nase.

Niessen und Fliessschnupfen bei verstopfter Nase (n. 38 St.) [L–r.]

215. Schnupfen und Niessen (n. 18 St.) [L–r.]

Heftiger Schnupfen der Nasenseite, auf welcher der Magnet an's Auge gelegt wurde [Weber a.a.O.]

Ausfluss eines scharfen Wassers aus der Nase [Weber a.a.O.]

Scharfer Nasenfluss, der brennenden Schmerz im Nasenloche erregt [Weber a.a.O.]

Wasserauslaufen aus beiden Nasenlöchern [Weber a.a.O.]

220. Sehr starker Stockschnupfen, so dass beide Nasenlöcher verstopft sind und er nur beschwerlich, athmen kann (n. 20 St.) [Htn.]

Nachts gänzliche Verstopfung des linken Nasenloches, während das rechte offen, aber ganz trocken war, wie im Stockschnupfen [Htn.]

Nach dem Aufstehen, aus dem Bette, Oeffnung der die Nacht über verstopften Nase, doch blieb die Trockenheit derselben [Htn.]

Anfall von Niessen und Schnupfen (n. 2 St.)

Athmen wird ihr schwer.

225. Kurzäthmigkeit beim Treppensteigen [Fz.]

Er musste krampfhaft (in abgesetzten, tiefen Zügen) athmen, als wenn es ihm, beim Bedürfniss, möglichst viel Athem einzuziehen, die Luft versetzen[259] wollte; dabei schwitzte er über und über (sogleich.)

Augenblickliches, heftiges Husten von drei, vier Stössen.

Husten wird beim Gehen im Freien immer schlimmer, steckt und dämpfte als wenn er ersticken wollte.

Jählinge Brustbeklemmung.

230. Klemmend zusammenziehender Schmerz quer durch die Brust, der ein zitterndes, ängstliches Athmen, vorzüglich Einathmen verursacht (beim Vorlehnen auf die Arme und Hinaussehen zum Fenster) (n. 31/2 St.) [Htn.]

Aengstlichkeit und Wabblichkeit um die Brust (n. 5 Minuten.) [L–r.]

Beklemmung der Brust [Weber a.a.O.]

Es deuchtet ihm Hitze über den Schlund gegen die innere Brust hineinzugehen, bei Bewegung im Freien [Fz.]

Eine Empfindung im Halse und in der Luftröhre, wie nach starkem Lachen, d.i. eine Empfindung, die das innere Gefühl von Lachen erregt, und den Speichel im Munde zusammenzieht.

235. Beklemmung auf der Brust mit Aengstlichkeit.

Jücken an den Brustwarzen (n. 1 St.)

Etliche starke Herzschläge.

Brennende Stiche am Herzen.

Brennende Stiche erst an den Rückenmuskeln, dann in der Brustseite, und zuletzt vorn auf der rechten Brust.

240. Drücken in der Gegend des Herzens (sogleich.)

Mehrere spitzige Stiche in der Herzgegend.

Spitzige Stiche in der linken Seite der Brustmuskeln bei Bewegung des Arms.

Beim Gehen im Freien ein Stechen an der linken Brustseite (n. 10 Minuten.) [L–r.]

Abends ein anhaltender Stich auf der linken Brustseite [L–r.]

245. Stiche in der linken Seite der Brust (n. 1/4 St.)

Abends im Bette vor dem Einschlafen öfterer trockner Kotzhusten.

(Trockner Husten, welcher auf der Brust Rohheitsschmerz verursacht, vorzüglich Nachts, wenn[260] sie, nach vorgängigem Froste, im Bette warm geworden ist.)

Tabakrauchen erregt ihm Husten.

Mitten im Einschlafen entsteht ein erschütternder Krampfhusten, der jeden Versuch, einzuschlafen, hindert.

250. Um Mitternacht erstickender Krampfhusten: der Reiz zum Husten ist in den feinsten und entferntesten Luftröhrästen, wo der Husten noch nicht losstossen kann, und was an Schleim losgehustet wird, geht in einer höhern Gegend ab, ohne Erleichterung des Hustenkitzels, welcher in einer tiefern Gegend seinen Sitz hat; der Husten wird daher sehr angreifend und erschütternd; selbst der Kopf wird erschüttert, und der ganze Körper geräth in Hitze, worauf eine allgemeine Schweiss-Ausduftung bis gegen Morgen erfolgt, mit Nachlass des Hustens.

Abends im Bette, gleich nach dem Niederlegen unaufhörlicher (nicht kitzelnder) Reiz zum Husten, welcher kurz und trocken ist, und den Reiz zum fernern Husten nicht erschöpft, wie andre Hustenarten thun; blos vom Unterdrücken des Hustens, selbst durch festen, angestrengten Willen, wird dieser Hustenreiz getilgt.

Knistern oder Knacken in den Halswirbeln, besonders im Atlaswirbel, bei Bewegung (n. 3 St.)

In der Mitte des Rückgrats, beim Zurückbiegen, Schmerz, wie Zerschlagenheit (n. 36 St.)

Absetzende Stiche auf der rechten Rückenseite (n. 261/2 St.) [L–r.]

255. Anhaltende Rückenschmerzen im Stehen, Gehen und Sitzen, als wenn er sich lange Zeit gebückt hätte (n. 281/2 St.) [L–r.]

Zwischen den Schulterblättern wie Glucksen und Kriebeln.

Schwere in den obern Gliedmassen, als wenn in den Adern Blei wäre (sogleich) [Hsch.]

Schweregefühl in dem berührenden Arme [Fz.]

Bedeutendes Schweregefühl des linken Ober- und Unterarms (n. 1/4 St.) [Htn.]

Heftige Kälte in dem gestrichenen Arme (bei einem Frauenzimmer im zoomagnetischen Schlafe, von[261] der Berührung mit dem Nordpole) [Heinicke, Ideen und Beobachtungen über d. thier. Magnetism, Bremen 1800. S. 4.]

260. Prickelnd stechender Schmerz im Arme bis zur Achsel, besonders in den Knochenröhren des Vorderarms [Gthr.]

Beim Gehen im Freien ein Schmerz an der rechten Achsel, wie Wundheit (n. 41/4 St.) [L–r.]

Empfindung im Arme und in der Hand, als wären sie eingeschlafen (sogleich) [Htn.]

Fippern in den hintern Lendenmuskeln.

Vor Mittag bis nach Mitternacht (4 Uhr) Schmerz im linken Achselgelenke, wie zerschlagen, bei Bewegung und Ruhe, aber unschmerzhaft beim Befühlen (n. 3 St.)

265. Zittern des Arms der anfühlenden Hand.

Arm wie eingeschlafen, klammartig.

Der linke Arm wird viel schwerer als der andre.

Der dem anfühlenden entgegengesetzte Oberarm ist sehr schwer.

Ueber dem Ellbogen ein Jücken, aus feinem Stechen und Beissen bestehend, was sich durch Kratzen nicht mindert, wie von einem Mückenstiche; nach dem Kratzen ein Brennen.

270. Schwere im Oberarme (sogleich.)

Einige Mal Zucken im kranken Oberarme (Arm und Fuss deuchtete ihm dabei wie todt.)

Stiche unten am Vorderarme bei dem Handgelenke (n. 251/2 St.) [L–r.]

Abends Drücken auf dem linken Vorderarmknochen, wie nach einem Schlage. [Fz.]

Im Ellbogengelenke Steifheitsempfindung.

275. Im Ellbogengelenke hörbares Knacken bei Bewegung (sogleich.)

Süsses Gefühl im Armgelenke, als wenn es nach grosser Ermüdung in Ruhe käme.

Drücken und Ziehen in der Handwurzel mit Unruhe im Vorderarme (wie bei Freude und Erwartung), die ihn immer zu beugen zwingt. [Fz.]

Empfindung in der Hand, als wäre sie eingeschlafen [Fz.]

Zittern in der linken Hand und Steifigkeit des Zeigefingers (n. 9 Min.) [L–r.][262]

280. Beim Gehen im Freien, in den Muskeln der linken hohlen Hand sich verbreitende Stiche (n. 2 St.) [L–r.]

Steifigkeit und Starrung im rechten Hand- und Fussgelenke, die Nacht im Bette.

Ein Zittern der angelegten Hand und des Fusses der andern Seite.

Ein schmerzhaftes und fast brennendes Jücken auf dem Rücken der Mittelphalanx des kleinen Fingers, wie wenn der Theil erfroren gewesen wäre; beim Befühlen schmerzte die Stelle (n. 4 St.)

Ein feines, häufiges Nadelstechen auf der leidenden Stelle, und in jeder Fingerspitze, am schlimmsten Abends nach dem Niederlegen.

285. Ziehen in den Fingern aufwärts, mit Kriebeln darin (sogleich) und gleich darauf am Gemüthe etwas niedergeschlagen.

Eingeschlafenheit der Finger [Gthr.]

Ein Kriebeln in der Spitze des linken Zeigefingers (n. 4 Min.) [L–r.]

Ein Zucken im Daumen der Anwendung, als wenn der Puls drin schlüge [Gthr.]

Grosse Schwere in dem berührenden Finger (sogleich) [Htn.]

290. Eiskälte in dem berührenden Finger (sogleich) [Htn.]

Schmerz in den Fingergelenken, als wenn sie überbogen würden.

Sumsen im anfühlenden Finger.

Erst ein Fippern in dem anfühlenden Finger, und dann bis in den Arm, mit einer Art von Schwere darin.

(Ein rückwärts ziehender Schmerz in den Fingern, mit einem Kriebeln verbunden.)

295. Zerschlagenheitsschmerz in den Hüftgelenken, der sich durch Bücken verschlimmert.

Mattigkeit der Untergliedmassen [Mchlr.]

Grosse Müdigkeit der Untergliedmassen von 4 bis 8 Uhr Abends (n. 1 St.) [Hsch.]

Die Untergliedmassen wollen vor Mattigkeit zusammenbrechen, beim Gehen [Fz.]

Ziehen im rechten Schenkel, in beiden Knieen [Weber a.a.O.][263]

300. Ein Stich vorn in den Muskeln des rechten Oberschenkels hinab (n. 27 St.) [L–r.]

Früh ein wohllüstiges Jücken, mehr vorne, als einwärts, am linken Oberschenkel (n. 18 St.) [L–r.]

Schwere und Stumpfheit in den Schenkeln, als wenn sie eingeschlafen wären, ohne Kriebel.

Drückendes und wurgendes Reissen in einigen Stellen der Muskeln des Oberschenkels im Sitzen und Gehen (n. 24 St.)

Ein drückendes Reissen an der äussern Seite des Kniees herab bis an den äussern Fussknöchel (n. 3 St.)

305. Zerschlagenheitsschmerz über dem Knie im Sitzen [Fz.]

Stiche in den Flechsen des linken Oberschenkels nach der Kniekehle zu (n. 19 St.) [L–r.]

Strammen in den Flechsen der Kniekehle beim Aufstehen vom Sitze, als wären sie zu kurz (n. 3 St.) [Fz.]

Schmerzloses Sumsen im linken Unterschenkel, mit Empfindung von Schwere, wie von Eingeschlafenheit (n. 4 St.) [Htn.]

Drücken auf den Schienbeinen im Stehen [Fz.]

310. Schmerzhaftes Strammen der Wade beim Gehen.

Brennende Stiche in der Wade, pulsweise.

Grosse Mattigkeit in den Unterschenkeln (n. 24 St.)

Eingeschlafenheit des linken Schenkels nach dem Sitzen, beim Aufstehen und am meisten beim Stehen (n. 3 St.)

Im Gehen wird der Fuss wie eingeschlafen (n. 1/4 St.)

315. Schmerz oben auf den Zehen, als wenn man sie wund gegangen hätte.

(Im Sitzen) plötzliche, reissende Stiche in den Fersen, der grossen Zehe u. Wade [Fz.]

Stiche in der rechten grossen Zehe [Mchlr.]

Schmerzhaftes Krabbeln auf den Zehen des rechten Fusses (n. 27 St.) [L–r.]

Wohllüstiges Jücken unter den Zehen des linken Fusses (n. 271/2 St.)

320. Reissender Stich in der grossen Zehe.

Wundartig schmerzender Druck in den bisher unschmerzhaften Hüneraugen, bei der mindesten Einengung der Unterfüsse.[264]

Schmerz auf der einen Zehe, als wenn ein Hünerauge darauf wäre.

Ein starker Stich in der Ferse.

Wundheitsschmerz in der Ferse (n. 1/2 St.)

325. (An der Ferse zuweilen ein Schmerz, wie Druck.)

(Starkes Pressen um den Knöchel des kranken, geschwürigen Fusses.)

(Stechen in der Balggeschwulst.)

Ein Krabbeln über die Haut.

Am ganzen Körper ein feinstechendes Jücken in der Haut, welches nach einigem Kratzen verschwand, aber an einem andern Orte erschien (n. 43/4 St.) [Htn.]

330. Ein krabbelndes Jücken, wie von einer Fliege oder einem Floh, welches sich mit einer Empfindung von Wundheit endigt, erst an der innern Seite der Gliedmassen, dann an der äussern Seite, Abends im Bette und früh nach dem Erwachen.

Anhaltend wühlende Stiche, welche beim immer tiefer und tiefer Dringen desto spitziger und schmerzhafter werden, an verschiedenen Theilen.

Langsame, anhaltende, sehr schmerzhafte Stiche an verschiedenen Theilen, z.B. auf dem Rücken oder an den Seiten der Finger und Zehen.

Stechende Rucke in dem berührenden Gliede (sogleich.)

Rucke in dem berührenden Gliede (sogleich.)

335. Eine zitterige, schwingende, dröhnende Empfindung.

Empfindung wie von Andrang des Blutes, an die berührende Stelle hin, als wenn Blut da heraus dringen wollte (n. 1/4 St.)

In den nahen Theilen ein Fippern.

Ein Fippern und Klopfen in der Gegend der Anwendung (n. 1/2 St.)

In den nahen Theilen spannende Empfindung.

340. In den nahen Theilen Schmerz, wie zerschlagen, und als wenn man eine schwere Last getragen hätte.

In den nahen Theilen ein Kriebeln, als wenn der Theil einschlafen wollte.

Ein zitteriges Wesen durch den ganzen Körper, am meisten in den Füssen (n. 1/2 St.)

[265] Ein Zittern in dem berührenden Theile (sogleich.)

Die anrührende Hand ward bald kälter.

345. Kühlende Empfindung an der Stelle der Anwendung.

Kälteempfindung an der Stelle der Anwendung (n. 1/2 St.)

Wärmeempfindung in den nahen Theilen.

In der (schon vorhandenen) Schwinde Brennschmerz, den ganzen Tag.

In der (schon vorhandenen) Schwinde schründender, fast reissend brennender Schmerz.

350. Ein Ziehen in der Beinhaut aller Knochen, wie beim Antritt eines Wechselfiebers (doch ohne Frost oder Hitze) (n. 2 St.)

Unschmerzhaft ziehende Empfindung.

Ein schnelles Ziehen oder Hin- und Herfahren und einem Stechen ähnelnde Rucke auf der rechten Seite der Zunge, am Halse und über den Fuss.

Schwere in einzelnen Gliedern (mit Gefühl verstärkter Kraft darin) (n. 24 St.)

Ein Gefühl von Trockenheit und Angespanntheit im Körper, mit Unkräftigkeit.

355. Er ist sehr matt, musste beim Gehen im Freien ausruhen, und war melancholisch und niedergeschlagen.

Mattigkeit, Zerschlagenheit und Schmerzen in den Gliedern waren schlimmer in freier Luft.

Früh eine allgemeine Mattigkeit mit Angstschweiss, Mittags Appetitlosigkeit; er musste sich legen; hierauf Durchfall (n. 48 St.)

Müdigkeit in allen Gliedern (n. 1/4 St.)

Grosse Mattigkeit beim Steigen der sonst gewohnten Treppen. [Fz.]

360. Früh so matt, wie von banger, schwüler Luft, dass sie sich kaum fortschleppen konnte.

Uebermässiges, krampfhaftes Gähnen, und dabei Schmerz im linken Kiefergelenke, als wenn sich's ausrenken wollte.

Allzu häufiges Gähnen ohne Schläfrigkeit.

Häufiges Gähnen (sogleich.)

Grosse Schläfrigkeit; er musste gähnen [Weber a.a.O.][266]

365. Schlafbetäubung; es war mehrmals plötzlich, als wenn es ihm die Augen zuzöge, und ihn jähling in einen angenehmen Schlaf versetzen wollte; eine unwiderstehliche Empfindung, die ihn schnell bewusstlos zu machen strebte.

Abends überfiel ihn ein arger Schlaf, alle Glieder waren wie gelähmt und zerschlagen.

Am Tage immer schläfrig; Tagesschlaf.

Sehr tiefer, fester Schlaf, vorzüglich gegen Morgen; er konnte früh gar nicht genug ausschlafen.

Lag in der Nacht im Schlafe auf dem Rüchen.

370. Sie singt Abends im Schlafe, wacht darüber auf, und besinnt sich, dass es unrecht sey, schläft wieder ein, fängt abermals an, zu singen, und wacht wieder drüber auf.

Historische, sehr lebhafte, aber unschuldige und unleidenschaftliche Träume, deren man sich aber beim Erwachen nicht erinnern kann.

Die ganze Nacht hindurch geile Träume (n. 8 St.)

Traumvoller und dennoch sehr fester Schlaf; schon beim Einschlummern träumt er.

Um Mitternacht Traum, als fiele sie hoch herab, wovon sie erschrack und über und über zitterte.

375. Ein Traum (um Mitternacht) von Mord und Todtschlag, worüber sie laut zu weinen und zu heulen anfing.

Erscheinung einer Person im Traume, die sie Tags darauf wirklich zum ersten Male wachend zu sehen bekommt.

Er träumt die ganze Nacht nicht unangenehme, sehr lebhafte Vorstellungen, die unter einander keinen Zusammenhang haben; beim Erwachen kann er sich derselben erinnern.

Nachts betäubter Schlaf; er lag früh auf dem Rücken, und hatte Träume von verunstalteten Menschen, Missgeburten u.s.w. [Fz.]

Nachts im Traume gelehrte Beschäftigungen [L–r.]

380. Nachts durch verdriessliche, unerinnerliche Träume unterbrochener Schlaf [L–r.]

Nachts, im Schlafe, sehr unruhiges Umherwerfen mit lebhaften Träumen; das Bett deuchtete ihm zu warm [Htn.][267]

Oefteres Aufwachen aus dem Schlafe, wie durch Schreck (n. 34 St.) [L–r.]

Nachts erwacht er öfters mit einer brennenden Hitze des ganzen Körpers, und muss zuweilen sich aufdecken und Luft machen; dabei war ihm der Mund sehr trocken, ohne Durst [Htn.]

Er kann Abends nicht unter einigen Stunden einschlafen (n. 3, 4 Tagen.)

385. Früh um 2 Uhr halbes Erwachen mit vielem innern Bewusstseyn, grosser Gedankenfülle und lebhaftem Gedächtnisse; er denkt einen wichtigen Gegenstand in besster Form in einer fremden, ihm sonst nicht geläufigen Sprache, fast wie im zoomagnetischen Schlafredner-Zustande, kann sich aber beim vollen Erwachen des Gedachten nicht deutlich mehr erinnern (n. 16 St.)

Abends, gleich nach dem Einschlafen, plötzliches Erwachen mit einem heftigen Rucke in den Kopf- und Halsmuskeln, als wenn der Kopf rücklings gestossen würde.

Er erwacht um Mitternacht über einen heftigen Druck quer über den Unterleib herüber, gleich über dem Nabel, welcher weder durch Bewegung, noch Ruhe, noch auch durch irgend eine veränderte Lage sich bessert.

Abends, im Bette, ein heftiger Schmerz im Schlundkopfe, wie nach dem Hinterschlingen eines allzu grossen Bissens; da er sich aber auf die linke Seite legte, verging es.

In der Nacht wirft er sich im Bette herum halbwachend.

390. Nachts Zusammenlaufen des Speichels im Munde, so stark, dass bei jedem Erwachen das Kopfkissen sehr nass ist.

Er erwacht in der Nacht mit vieler lästigen Hitze des ganzen Körpers, und muss von Zeit zu Zeit sich aufdecken und lüften; dabei trockner Mund, ohne Durst.

Unruhiger Schlaf; er wirft sich im Bette umher und es deuchtet ihm zu warm.[268]

Nachts eine Wärme, als wenn Schweiss kommen wollte.

Stark duftender Nachtschweiss, ohne Hitze.

395. Er wachte die Nacht auf; es war ihm recht warm, und auf's Trinken eines Glases kalten Wassers ward ihm noch wärmer (n. 16 St.)

Oefterer Schauder, die Nacht im Bette, und Rucke in den Armen, so dass sie zusammenfuhren.

Früh Frost mit Gähnen.

400. Frost, Schauder. (Frost, den ganzen Tag, über den ganzen Körper, als wenn sie allzu leicht angezogen wäre, oder sich erkältet hätte, doch ohne Schauder; sie bekam sogleich einen kleinen, weichen Stuhlgang und Drängen hinterdrein) (n. 1/2 St.)

Im Augenblicke der Berührung des Nordpols mit der Zungenspitze Schauder über und über.

Kälte der Hände.

An der berührenden Fingerspitze Kälteempfindung und zugleich Perlschweiss auf den Fingern dieser Hand und dem Rücken derselben (sogleich.)

Schweiss im Innern der Hände, welche kühl sind.

405. Kalter Schweiss in den Händen und an den Fusssohlen.

Kühler Schweiss über und über (n. 1/2 St.)

Gegen Morgen ein stark, obgleich nicht unangenehm riechender, dunstiger, gelinder Schweiss, über und über.

Nachtschweiss, gegen 2 Uhr nach Mitternacht, über und über, selbst im Gesichte (am meisten auf der Brust,) nur nicht in den Kopfhaaren (auch nicht an den Stellen des Haarkopfs, auf denen er lag); blos im Schlafe, beim Erwachen verschwand der ganz durstlose Schweiss.

Hitze im Gesichte.

410. Abends überlaufende Röthe des ganzen Gesichts, ohne Durst (n. 28 St.) [L–r.]

Wärmegefühl [Hsch.]

Auch bei offenen Fenstern überaus grosse Hitze am ganzen Körper, besonders aber auf dem Rücken und an der Stirne; ohne Schweiss und Durst (n. 21/4 St.) [Htn.]

Eine, sich über den ganzen Körper verbreitende[269] Hitze, besonders am Unterleibe und Gesichte, so dass im Gesichte Schweiss ausbrach (n. 8 Min.) [L–r.]

Hitzgefühl am ganzen Kopfe, bei heissem, doch nicht rothem Gesichte, mit Durst (n. 51/2 St.) [Htn.]

415. Schnell entstehende Hitze und Röthe an der rechten Wange, während die linke kalt anzufühlen war (n. 26 St.) [L–r.]

Feurige Röthe im Gesichte, Beklemmung, stärkerer Puls [De Harsu a.a.O.]

Abends Hitze über den ganzen Körper, mit Aengstlichkeit, die ihn immer umher treibt. [Fz.]

Hitze, vorzüglich hinten über den Rücken herab, und am ganzen Körper, mit einem ängstlichen, unstäten Wesen [Fz.]

Abends steigt ihm das Blut in den Kopf, und Hitze in's Gesicht, und zugleich friert er an den Untergliedmassen, besonders an den Füssen. (n. 4 St.)

420. Hitze in dem einen Backen, und innerliches Hitzgefühl, Gereiztheit, Redseligkeit (n. 1/2 St.)

Empfindung von Wärme in den Füssen.

Mit schnellem, starkem Pulse, Hitzgefühl am ganzen Körper, ohne äusserliche Wärme, ja selbst bei kalten Händen, die ihm heiss deuchten, ohne Durst (n. 3 St.)

(Fieber: von Mittag bis Abend Frost im Kreuze, den Rücken herauf, ohne fühlbare Kälte, mit grossem Durste; dann um 9 Uhr Abends starke Hitze im Gesichte, ohne Durst; Nachmitternachts heftiger, übelriechender Schweiss bis früh im Schlafe; da sie erwachte, hörte er auf.)

425. Fieber: Nachmittags oft fliegende Hitze blos im Kopfe, mit rothem, heissem Gesichte (nur 2, 3 Minuten lang); dabei zog es etwas im Kopfe.

Fieber: Nachmittags um 3 Uhr, jedesmal erst ein kleiner, brennender Fleck am Unterfusse, eine Minute lang, der jähling verschwindet, und wofür eben so plötzlich eine Hitze im Kopfe mit Backenröthe und Schweisse im Gesichte entsteht, etliche Minuten lang.

Fieber: Nachmittags um 4 Uhr ein allgemeiner Schauder, eine Viertelstunde lang (n. 4 Tagen.)

Fieber: öfterer Schauder im Rücken vor etlichen[270] Minuten, dann eine gleich kurze Hitze, die vom Rücken über den Kopf herüber sich verbreitet, wobei die Adern auf den Händen auflaufen, ohne Schweiss.

Ueberlaufende, feuchte Wärme über den ganzen Körper (sogleich.)

430. Sehr misslaunig und müde (n. 24 St.)

Weinerliche Laune, zugleich mit Frostigkeit und Frost (n. 1 St.)

Abends sehr traurig; er musste wider Willen weinen, worauf ihm die Augen weh thaten.

Es war ihm (Abends), als ob es ihm sehr schwer fiele, mit Ausführung eines Entschlusses den Anfang zu machen, und es dauerte lange, ehe es dazu kam; dann aber führte er ihn mit Schnelligkeit aus.

Träge Phantasie; zuweilen war es, als wenn er gar keine Einbildungskraft hätte.

435. Es war ihm, im Sitzen, als wenn er alle Bewegkraft verloren hätte und am Stuhle festgewachsen wäre; bei Bewegung aber sah er, dass er sich recht wohl bewegen könne.

Trägen Gemüths.

Aengstliches, niedergeschlagenes, zagendes, untröstliches, sich selbst Vorwürfe machendes Gemüth (n. 1 St.)

Niedergeschlagen am Geiste (sogleich.)

440. Um 3 Uhr die Nacht war der Schlaf vorüber und die Angst fing an; ängstlich besorgt war er um sich, als sei er gefährlich krank, war düster, jedes Wort, was er sprechen sollte, war ihm zu wider.

Aengstliche Bedenklichkeit, übertriebene, allzu gewissenhafte Sorgfalt.

Gereizt ärgerlich; er möchte nicht gern in der Arbeit gestört seyn, und es wird doch nichts fertig unter seinen Händen.

Er redet in Geschäften laut vor sich hin.

Er verschreibt sich leicht (n. 1/2 St.)

445. Er möchte gern viel arbeiten, und thut sich nicht genug; es geht ihm zu langsam von Statten.

Er wollte gern viel arbeiten und thut sich nicht genug; es geht ihm alles zu langsam von Statten [L–r.][271]

Laune, abwechselnd traurig und heiter.

Laune, abwechselnd heiter und traurig, den ganzen Tag über (n. 30 St.) [L–r.]

Wie erschrocken und furchtsam (sogleich.)

450. Zaghaftigkeit, Muthlosigkeit.

Aufgeräumtheit und grosses Kraftgefühl wechselt ab mit Muthlosigkeit und Schwäche [Fz.]

Zaghaftigkeit, ängstliche Bedenklichkeit (sogleich.)

Hastig, übereilt.

Hastig, kühn, fest, schnell.

455. Dreistes Gemüth, wie nach Weintrinken, [Hsch.]

Ganz ruhiges, gelassenes, sorgenloses Gemüth (n. 11/2 St.)

Ganz ruhiges und gelassenes Gemüth, den ganzen Tag über (n. 48 St.) (L–r.)

Beruhigung des ganzen Gemüths, beruhigte Leidenschaften.

Ruhig, doch nicht herzhaft.[272]

Fußnoten

1 Angewendet in der Gegend des vierten bis sechsten Rückenwirbels, vier bis fünf Querfinger vom Körper entfernt.

2 Der an's schwache, rechte Auge gehalten ward.

3 Der dann angewendete Südpol macht die schmerzhafte Unruhe im Unterleibe, so wie das Kopfweh, binnen einer Stunde verschwinden.

4 Die mit starkem Willen, aber leise auf die Brust gelegten flachen Hände (eine Art Selbstmesmerism) halfen bald; der Krampf legte sich, und eine starke, leicht abgebende Blähung stellte Ruhe und Schlaf wieder her.


Quelle:
Samuel Hahnemann: Reine Arzneimittellehre. Bd. 2, Dresden, Leipzig 31833, S. 247-273.
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