Vierzehntes Kapitel.

Die Macht der Ueberzeugung.

Es war großer Markttag in Berlin. Aber wo die Verkäufer und Käufer ihre Köpfe zusammensteckten, war's nun bei den Tuchen aus Brandenburg und Burg, oder bei den Stiefeln aus Kalau, oder dem süßen Gebäck aus Spandow, oder den Kochlöffeln und Quirlen und den Honigwaben, welche die Wenden aus Beeskow und Storkow feilboten, überall gab es nur eine Neuigkeit, die besprochen ward. Ein Raubritter war gefangen worden und in Ketten eingebracht und sollte gerichtet werden. Ein Bredow war es, und der Bredow von Hohen-Ziatz, das wußten Alle; aber was er gethan, wie er gefangen, ob er allein für sich stand, oder im Bunde mit Vielen, darüber liefen so verschiedene Erzählungen um als Berlin und Köln zusammen Einwohner hat. Eine war immer schreckhafter als die andere, wie der Kurfürst gewüthet und sich die Haare gerauft und geschworen, er wolle ihn an den höchsten Galgen hängen lassen.

Waren die Bürger und die von draußen uneins, ob sie darüber sich freuen oder klagen sollten, – denn Einige meinten, es sei doch schade, daß es gerade den Götze Bredow getroffen – so sah man dafür nur zornige Gesichter unter den Herren, die vom Lande gekommen. Sie steckten die Köpfe zusammen in den Schänken und Gaststuben, die Augen rollten und die Fäuste schlugen auf den Tisch. Was da geflüstert ward, die Flüche und Drohungen, die von den Lippen quollen, wie Jener über die Tafel spie und mit dem Fuß auftrat, daß die Tischbeine knackten; es war gut für die Herren und das Gemeinwohl auch, daß es dazumal noch keine Horcher gab, und gab es deren, daß die Angeber nicht bezahlt wurden, die nichts hinterbringen konnten als Worte. Davon wären heutzutage Berge von Acten geschrieben und Processe geworden, die hätten lange Jahre gedauert, ja, es hätte nicht Dinte genug gegeben, noch Papier, um Alles zu schreiben, noch hätte die Mark so viele Festungen gehabt, um Alle, die verurtheilt wären, einzusperren. Auch dazumal kamen die Worte bis zu den Geheimräthen und Kanzlaren und den Fürsten selbst; die aber dachten Einer wie der Andere: Worte sind Wind. Der kommt und geht, und der ist ein Thor, der den Wind fassen will. Und darum ward es nicht schlimmer.[158] Den Kurfürsten aber nannten seine Zeitgenossen und Nachkommen: Joachim Nestor oder Joachim den Weisen.1

Durch's Spandauer Thor kamen an die Hundert geritten, in Wehr und Waffen und sahen gar nicht freundlich aus. Es waren die Bredows von Friesack mit ihren Lehnsvettern und Lehnsleuten. Jeder wußte, um was sie kamen und verargte ihnen nicht ihre bösen Blicke, aber es ward darum keine Trommel gerührt, noch schickten die kurfürstlichen Offiziere in's Schloß, daß man sich vorsehe, ja die Wache am Thor trat nicht einmal in's Gewehr. Die Bredows ritten nach ihrem Hause am hohen Steinweg, um da zu rathschlagen, was zu thun sei, und man fand das gut und ließ sie rathschlagen, so viel sie wollten; erst wenn sie etwas gethan, das nicht gut war, dann war es Zeit, daß man nach ihnen fahndete und richtete.

An seinem Fenster aber sah sie der Herr von Lindenberg vorüberreiten, und sein blasses Gesicht ward darum nicht freudiger. Man sah ihm an, daß er die Nacht wenig geschlafen, sein Morgentrunk stand auf dem Tische fast unberührt: sein buntes, glänzendes Hofkleid schien wie ein Spott zu seiner Miene. An seiner Thür klopfte es, und herein trat der Dechant von Alten-Brandenburg.

In Beider Blicken sprach sich etwas aus, was keiner Verständigung durch Worte bedurfte. Da bedarf ein Gespräch keiner langen Eingänge.

»Wir haben wohl Beide Eil'«, sagte der Herr von Lindenberg.

»Es freut mich, daß mein gnädiger Herr von Lindenberg zu Hofe sein muß, so kostet das, warum ich ihn bitte, keinen besonderen Gang.«

»Ihr kennt, wie ich, den unbiegsamen Charakter meines Herrn.«

»Auch wenn der Herr von Lindenberg es auf sich nimmt, diesen Sinn zu beugen? Wir haben alle Beweise gesammelt, die Zeugen sind unterwegs, daß Herr Gottfried in jener Nacht geschlafen hat.«

»Sagt lieber, daß er zu Bett gegangen und spät am Morgen aufgestanden ist. Der Kanzler wird entgegnen, daß damit nicht das Alibi erwiesen, daß es eine oft vorgekommene List derer ist, die Nachts ausziehen, sich Abends vor den Leuten zu[159] Bett zu legen und Morgens vor den Leuten aufzustehen, derweil man in der Nacht durch die Fenster schlüpft, an einem Seil über die Mauer gleitet und auf der Koppel ein gesattelt Pferd findet. Da kann man denn auch schwören, daß das Thor verschlossen blieb. Uebrigens wißt Ihr, was die Zeugnisse der Dienstleute und Freunde in solchen Dingen vor Gericht gelten.«

»Auch mein Zeugniß!« sprach der Geistliche mit einem scharfen Blick auf den Ritter. »Ich komme eben von einem Krankenlager. Es war ein jammervoller Anblick, den edlen Herrn von Krauchwitz zu sehen, wie er vom Fieber und unaussprechlicher Angst geschüttelt, alle Heiligen anrief, sich seiner zu erbarmen. Etwas ruchlos sonst in seinen Gesinnungen, schien doch die Gnade plötzlich zum Durchbruch gekommen. Eine rechte Freude war es, einen solchen Sünder in zerknirschter Buße der Kirche wiedergewonnen zu sehen. Auf seinen Knien, die Hände krampfhaft faltend –«

»Herr Dechant,« unterbrach ihn der Ritter aufspringend, »Ihr seid ein Diener der Kirche, Ihr kennt Eure heiligen Pflichten. Ein Priester, der das Geheimniß der Beichte bricht, und gält' es des Kurfürsten Leben, Joachim vergiebt es ihm nimmer.«

»Nicht in der Beichte, als Freund vertraute mir der Junker, was er wußte. Mich bindet nichts, als – meine Vernunft, wenn ich alle Schritte thue, die Freundschaft und Religion mir gebieten, die Ehre und das Leben eines unschuldigen Freundes zu retten.«

Sie standen sich gegenüber, der Ritter mit gekreuzten Armen, der Geistliche die Hände in den Aermeln verschlungen, und maßen sich mit ihren Blicken:

»Sprecht!« sagte der Geheimrath mit vollkommener Ruhe, das Auge scharf auf den Priester, der seine Augen jetzt auf der Diele ruhen ließ:

»Der Rechtsstreit unseres Domcapitels über die Caveln und die Fischerei in den Havelseen dauert schon Jahre und kann noch Jahre dauern, und wiewohl ich nicht zweifle, daß das Recht, welches auf Seiten des Stiftes ist, zu Tage kommen muß, so sind die Grävenitze doch leider jetzt im Besitz und –«

»Und Ihr möchtet gern die süßen Karpfen, die Aale, Karauschen und Zander schon jetzt auf Eurer Tafel haben – Herr Dechant! Ich bin nur der Vormund der Grävenitz'schen Kinder.«[160]

»Als gerechter Vormund dürft Ihr aber doch kein Unrecht vertheidigen; Ihr könntet Namens der unschuldigen Kleinen –«

»Das ist viel gefordert, Herr Dechant!«

»Es steht bei Euch, was Ihr opfert und was Ihr gewinnt, abzuwägen. Ich spreche nicht für mich, nur im Auftrag des Capitels, das mir schon seit länger Vollmacht ertheilte.«

Der Geheimrath schwieg eine Weile: »Der Kauf wäre für Euch zu vorteilhaft und mein Gewinn mehr als zweifelhaft. Mit den stummen Fischen stopfe ich nur den Mund eines Zeugen. Wo soll ich Fische hernehmen für die andern Mäuler! So wie Euer Verstand Euch sagen wird, kann ich auf den Handel nicht eingehen. Ihr müßt zulegen, viel, das Beste.«

Der Dechant schlug wieder die Augen auf: »Sprecht!«

»Götze war es, dabei bleibt, dabei muß es bleiben. Glaubt Ihr nicht, daß ich auch Beweise sammeln kann? Ich habe auch Zeugen vorzuführen. Aber ich will einen besseren haben. Götze selbst soll es eingestehen.«

Mit halb offenem Munde sah ihn der Geistliche an.

»Wäre das so schwer ihn zu überreden, daß er eine That einräumte, die ihm vor den Menschen keine Schande macht? Was! hat nicht der Krämer beim Handel seine Leute über's Ohr gehauen, mußten diese nicht selbst Justiz an ihm nehmen? Noch mehr, wie ich erfuhr, hat der Schelm von dem Trockenplatz des Herrn Leibkleid bei nächtlicher Weile fortgestohlen. Sollte Götz das ruhig hinnehmen! Wenn er gesteht, will ich sein Advokat sein vor dem Kurfürsten. Und kein schlechter; das glaubt mir. Nur ein Exceß in eigenmächtiger Selbsthülfe war es; in die andere Wagschale thut man seinen guten Leumund, die ganze Ritterschaft tritt für ihn ein. Eine ritterliche Haft von ein paar Monaten, eine Geldbuße von ein paar Mark, die ich bezahlen will, und der ganze Bettel ist ausgeglichen.«

»Gnädigster Herr, wer soll ihn dazu überreden!«

»Wozu seid Ihr Pfaff, wozu habt Ihr Logik studirt und die Beredsamkeit in Ingolstadt?«

»Wenn er bei gesunden Sinnen ist, Herr von Lindenberg –«

»Auf den Götz kommt's nicht an, es kommt auf Euch an, ob Ihr bei gesunden Sinnen seid.«

»Er ist zu ehrlich und wahrhaftig.«

»Will ich denn, daß er lügen soll? – Wenn er nicht geschlafen, wenn er gewußt hätte, daß der Krämer mit seinen Hosen durchging, würde er[161] nicht gewüthet und getobt, würde ernicht, auch ohne Hosen, auf's Pferd sich gesetzt haben, und hätte er dann ihn sanfter gestreichelt?«

»Ich glaube kaum.«

»So verständigen wir uns. Er schlief acht volle Tage, so glaubt Ihr, er, ich vielleicht auch; aber thut der Mensch im Schlafe nichts? Vegetirt, träumt er nicht, fährt er nicht auf, ja man weiß sogar, daß er auf Dächern spazieren geht! – Ist's so schwer, ihm einreden, daß er das gethan, was er hätte thun müssen, was er bei freien Sinnen gethan haben würde? Ehrwürdiger Herr, bedürfen denn nicht Menschen, wie er, immer eines Vormundes, wie denn eigentlich die Mehrzahl der Menschen nur nachspricht, was Andere ihnen vorsagen? Worauf wäre das Regiment der Kirche begründet, als daß sie bei guter Zeit die Vormundschaft über die Unmündigen übernahm? Diese Zeit möchte ihrem Ende sich nähern, da mancher Laie mündig wird. Es thäte daher gut, wenn die Kirche bei Zeiten vernünftig theilte, was sie nicht allein besitzen kann.«

»Herr von Lindenberg, wir verstehen uns, aber die Aufgabe –«

»Ist nicht so schwer, als sie aussieht. Kann Götz ein künstlich gewebtes, verschlungenes Redenetz rasch durchschauen? Nein! Kann er, darin gefangen, sich loshaspeln? Vielleicht, wenn er wieder geschlafen hat und erwacht ist, und noch einmal geschlafen hat. Das mag er; wir haben, was wir wollten. Auf dem Landtage hat er immer Nein gesagt; aber der Landtagsmarschall wußte ihn so zu verstricken in seinen Reden, daß er immer glaubte, Ja gesagt zu haben, und als er aufwachte, stand es zu Papier und sein Name darunter. Ich sage Euch da nur sehr was Alltägliches, was auf jedem Landtag vorkommt, aber wollt Ihr minder klug sein als unser Landtagsmarschall?«

Der Ritter legte seine Hand auf des Dechanten Schulter und sah ihn mit durchdringender Freundlichkeit an.

»Es wäre – aber – sein Weib –«

»Wir haben es nur mit ihm zu thun. Sie ist in Hohen-Ziatz. Man hat Einlagerung nachgeschickt, damit nichts verschleppt wird.«

»Versuchen will ich es,« sprach der Dechant mit gedämpfter Stimme, »in Anbetracht, daß das allgemeine Wohl –«

»Um Gottes Willen laßt das aus Eurem Gebet. Fliegt jetzt nach dem Mühlenhof. Der Vogt von Hoym wird Euch ohne Zaudern einlassen; Geistliche finden bei uns nirgend verschlossene Thüren. Der Hofprediger Musculus ist, wie ich höre,[162] schon bei ihm. Sprecht wie Cicero, wie Sanct Johannes, singt wie Orpheus, aber in einer Stunde muß es geschehen sein.«

Der Dechant ging. An der Thür faßte der Ritter noch einmal seine Hand:

»Der Bischof Scultetus wird alt. Mir hat es nie gefallen, daß ein Bauernsohn, eines schlesischen Schulzen Enkel, den Bischofssitz von Brandenburg einnehmen durfte. Wenn ich dann noch in der Nähe des Kurfürsten bin, so seid dessen gewiß, daß nur ein Kurmärkischer von Adel zu dieser erhabenen Würde gewählt wird. – Herr von Krummensee, rechnet dann auf mich.« Er drückte ihm die Hand.

Es wäre ihm gut gewesen, wenn der Dechant fliegen können, denn das Gedränge auf der Straße war groß, es war aber doch vielleicht besser, daß er nicht flog, sondern nur mit großer Anstrengung sich durch die Volkshaufen und Marktleute den Weg bahnte. Inzwischen hatte ihm ein Anderer auf unerwartete Weise bei dem Gefangenen den Weg in ganz anderer Weise gebahnt.

Der Hof-Caplan Andreas Musculus, ein junger Priester, war auf Anlaß einer alten Frau von Bredow, die in Berlin lebte, zu ihrem gefangenen Verwandten gegangen, um ihm Trost einzusprechen oder seine Beichte abzunehmen. Sie hatten Vieles und lange mit einander gesprochen, und Musculus den gedrückten Mann noch durch keine zornschnaubenden Verwünschungen und Blicke auf seine Sündhaftigkeit niedergeschmettert, wie wohl der Priester Art ist. Vielmehr hatte er so aufmerksam ihm zugehört, wie ein Arzt, der einen Kranken, dessen Zustand ihm noch zweifelhaft erscheint, ganz aushören will, um alle Symptome zu erfahren, bis er sein Urtheil spricht.

»Es muß mit dem Satan zugehen«, schloß der Gefangene, »ich kann mir's gar nicht anders denken. Bin mir doch keines Fehls und keiner Sünde bewußt. Die drei Wochen, daß wir Stände beim Landtage saßen, lieber Gott, da haben wir doch Alle nichts gethan, das weiß jedes Kind. Ihr nickt dazu. Dann kam der Festschmauß, da tranken wir auf des Kurfürsten Wohl und des ganzen kurfürstlichen Hauses, so lange wir stehen konnten, das ist doch keine Sünde! Wie's unterwegs war, das weiß ich nicht. Dann kamen wir in Hohen-Ziatz an, das weiß ich noch. Sie brachten mich zu Bett, das wird Sonntag vor acht Tagen gewesen sein. Freilich, da konnte ich nicht zur Kirche. Wäre das etwa? – Ihr schüttelt den Kopf. Und von da ab hab' ich denn doch geschlafen, eigentlich bis ich wieder nach Berlin[163] geholt wurde. Da fällt mir etwas ein. Meine Frau, die Brigitte, 's ist ein gutes Weib, aber sie sagen, daß sie ein bischen freigeistisch wäre, ich verstehe das nicht. Wär's das etwa?«

Der Prediger schüttelte den Kopf: »Danach verlangt itzo Satan nicht. Strengt Euer Gedächtniß, lieber Ritter, vielmehr anderswo an. Habt Ihr immer geträumt?«

»Das wohl, ich weiß es nur nicht mehr recht. Einmal, das war kurios, stand ein langer Mann vor meinem Bette, im rothen Mantel, mit einem großen, blanken Schwert unterm Arme; der fragt mich: Warum warst Du in Berlin? – Ich sagte: Ich war ja Landstand. – Was hast Du da gethan? fragte er. Ich sagte: Ich habe gegessen, getrunken, geschlafen, Ja gesagt und Vivat gerufen. Er sagte: Dazu brauchst Du keinen Kopf! Und Schwipp, Schwapp, schlug er ihn mir ab. Er rollte unter's Deckbett, daß ich Mühe hatte, ihn wieder zu greifen. War das etwa der Gottseibeiuns?«

Der Prediger besann sich, aber schüttelte den Kopf: »Nein, lieber Mann, in der Gestalt zeigt itzo Satan sich nicht. Ich sage nicht, daß er sich nie so gezeigt, noch je so zeigen wird, allein das ist es nicht.«

»Ich hab' mir sonst so mancherlei Bedenken darüber gemacht.«

»Das ist aber Satans Werk, lieber Herr von Bredow, daß er die Gedanken der Menschen ablenkt auf andere Dinge, damit sie seinen Spuren nicht folgen sollen, und das ist mein ganzes Studium, daß ich ihm auf der Fährte bleibe. Er ist gar nicht so stark, als die Theologen meinen, daß er überall Gott in seinen Werken die Spitze bieten könnte. Er neckt und hänselt die Erdenkinder nur durch seine Geister, daß sie ihm überall nachsetzen sollen, und so ihre Kräfte zersplittern, derweil er mit seiner ganzen Kraft, wie ein schlauer Feldherr, sich auf eine Festung, auf einen Landstrich wirft, um ihn unversehens zu überrumpeln. Hat er sich festgesetzt, da erobert, dann geht er weiter in Sprüngen und Sätzen, wie der Ryssel im Schachspiel, und da ihm zu folgen, das freilich kann nicht ein Jeder, er mag sonst sehr gelehrt sein.«

Der Herr von Bredow faltete die Hände: »daß Gott dem Erbfeinde solche Macht gelassen hat!«

»Nur damit wir uns anstrengen sollen, nicht ihn zu überwinden, das ist leichter; nein, ihn nur in seinen vielen Wandlungen zu erkennen und zu fassen. Ist das geschehen, so ist die Arbeit wahrhaftig nicht so groß. Ich könnte Euch bei mir zu Hause eine Karte zeigen oder einen Stammbaum, wo ich durch[164] die ganze Historia mundi nachgewiesen habe, wie er auf Erden gegangen. Das sind Sprünge, das sind Winkelzüge, wie er die Menschen, ganze Geschlechter und Völker, beim Schopf gefaßt hielt. Er ist der beste Menschenkenner, das muß man ihm lassen. Was ihren Sinnen, ihrem Stolz, ihrer Eitelkeit schmeichelt, o da weiß er darein zu fahren, da sendet er seine besten Gesellen hin, da versteht er weiß schwarz und schwarz weiß zu malen, daß die Gescheitesten gefangen werden. Was die alten Griechen Ideen nannten, das war sein Steckenpferd. Hatte sich ein solches Gespenst der Menschheit bemächtigt, da war sein Acker und Pflug, da säete und erntete er, und unter seiner Sichel fielen Junge, Alte, Familien, ganze Generationen und Völker.«

»Der Herrgott bewahre uns vor den Ideen!« rief Herr von Bredow.

»Ihr habt Recht; diese Gefahr ist jedoch hier nicht nahe. Er hat hier seinen Anker anderwärts ausgeworfen, auf einen andern Acker, auf dem er die Menschheit so bethört, daß gar nicht abzusehen ist, was daraus werden soll, wenn nicht den Obrigkeiten endlich die Augen aufgeben. Das ist eine fürchterliche Macht: die Leute lachen darüber, wenn ich den Mund aufthue. Verbrenne ihn Dir nicht! rufen die Spötter mir zu, Ihr mit Blindheit Geschlagenen, die Ihr Euch Morgens einhüllt in das Gewand der Sünde, sonder Arg, und es umstrickt Euch wie das Kleid der Dejaneira, Ihr raset und tobt, und derweil Ihr noch wähnt, frei und Christen zu sein, seid Ihr Sclaven des Beelzebub.«

»Um der Gebenedeieten willen, was ist's?«

»Mein lieber Herr von Bredow, habet Ihr Euch jemals fangen lassen von der Hoffahrt und Sünde, dann soll's mich nicht Wunder nehmen, habt Ihr auch Pluderhosen getragen?«

»Ich!« rief der Ritter. »Daß mich Gott behüte, nie that ich meinen Leib in solches Zeug. Seht hier –« und er klopfte auf sein Beinkleid, aber der Prediger ließ ihn nicht ausreden.

»Lobet den Herrn! Wahrlich ich sage Euch, denen, die Pluderhosen tragen, hat Gott es in's Kerbholz geschrieben zum jüngsten Tage. Es wäre kein Wunder, wenn die Sonne plötzlich aufhörte zu scheinen, wenn es Nacht würde um Mittag, wenn die Erde nicht mehr trüge, wenn Gott mit dem jüngsten Tage drein schlüge wegen dieser grauenhaft unmenschlichen Kleidung2.[165] Daß ich es ausspreche, der Teufel, der leibhaftige selbst, steckt darin. Aus der Hölle ist er gefahren, ihm ist da nicht so wohl und wonnig als in diesem Wust. Gottes Abbild, den schön geformten Menschen, hat er zu einer Vogelscheuche umgebildet, das ist sein Gaudium. O wär' es das allein, dann scheute doch wenigstens die unvernünftige Creatur davor, aber es ist wie eine Lockspeise für sie; je weiter gepufft, je greller gefärbt der Popanz ist, um so größer die Verführung. Was sind alle Irrwische gegen diese Lasterbeutel, was war die Pfeife des Rattenfängers von Hameln gegen diese umwandelnden pausbackigen Ungeheuer der Hoffahrt, danach die Fante laufen, um hineinzustürzen, voll Freude, voll Wahnsinn, voll Gierigkeit, einer den andern zu überbieten. Nicht mit einem Paar zufrieden, läßt er sich zwei machen. Nur hineingeworfen, Geld, Renten, Grundstücke, ein ganzes Vermögen, was will der zeitliche Ruin eines Menschen sagen gegen seinen ewigen. Christi heiliger Rock in Trier ist ungenäht, ein Stück; darum hat der Teufel dieses Stück aus hundert Mal hundert Stücken Tuches gefertigt, und tausend Mal tausend Nadelstiche reichen nicht aus, so viel Stiche als die Nattern im höllischen Feuer dem unglückseligen Versessenen drunten versetzen werden.«

Der Gefangene nahm den Augenblick wahr, wo der Redner Athem schöpfte, um, was er schon längst vergebens versucht, ihm in die Rede zu fallen und sich auch hören zu lassen. Er hätte dieselbe Wahrnehmung wie der andere machen können, daß, wenn Jemand von einem Dinge erfüllt ist, er im Eifer drüber nur sich sieht und hört, und was der andere vorbringt nur hinnimmt, weil es nun einmal nicht anders geht. So viel der ehrenwerthe Gottfried nun auch reden mochte, von der guten, alten Sitte, lederne Hosen zu tragen, die sich an den Leib fügten, wie Gott ihn geschaffen, die das Blut kühlten, den Sonnenbrand abhielten, als von der Natur selbst dem Edelmann zugewiesen, das nahm der Zuhörer hin, wie das Kind die bittere Arzenei, um nachher das Stück Zucker zu schnappen. Aber erst da, als Herr Gottfried gegen die Tuchkleider sich aussprach, daß von Natur Haut auf Haut und nicht Schafwolle auf Menschenhaut gehöre, daß die Gewänder aus Tuchen eine Erfindung wären, von der Habsucht und Schlauheit der reichen[166] Bürgerherren gemacht, um den Adel sich unterwürfig zu machen, erst da erwachte des Doctors Aufmerksamkeit, und er schnappte auf den Augenblick, dem Redner in's Wort zu fallen.

»Das Futter, die Steppnähte, das schlampichte, weiche Zeug –«

»Das ist's, das ist der Anfang,« fiel Musculus ihm in's Wort und ließ es sich nun nicht wieder nehmen. Hatte er doch seine Geschichte von der Entstehung der Pluderhosen diesmal noch nicht an den Mann gebracht. – »Der Vater war ein wohlbeleibter Mann. Ihm paßten sie so grade. Er stirbt, sein Sohn ist dünn, ihm schlumpen sie um die Beine, aber das Tuch ist schön und fein, es dünkt ihm schade, er will nichts ausschneiden, da läßt er mehr Falten einnähen. Die Falten warfen sich schlecht; er läßt sie aufschlitzen mit buntem Tand füttern. Nun ist's ein Prachtkleid. Hans hat es; Peter ist so reich als Hans, soll er's nicht auch haben! Und Christian ist noch reicher; der thut zehn Ellen hinzu. Das sind des Teufels Wege auf Erden. Nun will's Jeder dem andern zuvorthun. Die Reichen, laßt sie verderben, steht's doch geschrieben: kein Reicher kommt in's Himmelreich. Aber auch die Armen wollen reich scheinen. Da darben sie und borgen. Immerzu, der Höllenrachen ist weit. Die Vernünftigen möchten es nicht, aber wo die Thorheit herrscht, muß der Kluge den Thoren spielen, damit man ihn nicht einen Narren schilt. So mein theurer Ritter, sind wir in das Irrsal hinein, in den bunten infernalischen Mummenschanz des Beelzebub, da ist kein Herauskommen mehr: als wie in dem Venusberge, wirbeln Grafen und Fürsten, Könige und Kaiser; es fehlte nur noch, daß auch der Kirche Diener in Pluderhosen an seinen Altar träte. Die Menschen, wenn es so fortgeht, werden gar nicht mehr allein diese Hosen tragen und schleppen können; wie Schleppen der Kaiser und Kaiserinnen, werden Pagen und Knechte hinter Jedem hergehen müssen, daß er seine Sünde und seinen Wust fortschleppe. Aber – ich habe einen Trost –«

Er schöpfte Athem, der Gefangene wollte ihn auch benutzen: »Herr Hofprediger! Gerechtigkeit muß doch auf Gottes Erdboden sein. Wenn der Kurfürst –«

»Ja, wenn der Kurfürst auf mich hören wollte,« fiel der Prediger ein, der indeß den Athem geschöpft hatte. »Aber er hört nicht, er lächelt, wenn ich im heiligen Eifer spreche. So mächtig ist Satans Reich, selbst dieser fromme Fürst von seinen Spießgesellen umgarnt! Dürft ich predigen, dürft ich von der[167] Kanzel donnern. Ich habe sie ihm vorgelesen, er fand meine Predigt gut, aber sie sei nicht an der Zeit. Was gut ist, ist immer an der Zeit. Er will sie der theologischen Facultät zur Begutachtung vorlegen lassen. Da muß ich warten, bis die Universität an der Oder geweiht ist. O der Teufel wird lachen über die Frist, die ihm geschenkt ist, er wird sie nutzen. Dann kommt es zu spät; dann kann Kaiser und Reich umsonst interdiciren, der heilige Vater in Rom muß seine Blitze schleudern, wo vorhin die Zornworte, die der Herr einem einfältigen Priester lieh, genügt hätten.«

Was half das alles dem artigen Herrn Gottfried, daß der gelehrte Hofprediger ihm seine Aussichten über die Wege des Teufels auf Erden auseinandersetzte, und daß er jetzt im Stadium der Pluderhosen stecke.

»Ist denn aber gar keine Aussicht da?« – fragte er, und meinte für sich, denn die Welt würde sich schon selber helfen, meinte Herr von Bredow. Der Hofprediger aber dachte nicht an den, zu dessen Trost er geschickt war, sondern an die Welt.

»Doch eine«, antwortete er, »ich meine damit habe sich der Hölle Macht erschöpft. Sie wüthet zu toll, das ist ein Anzeichen, daß es auf die Letzt geht. So wollen wir denn zum allmächtigen Gott hoffen, daß dieser Hosenteufel der letzte sei, der noch vor dem jüngsten Tage das Seinige thun und ausrichten sollte3

»Zum jüngsten Tage! Soll ich denn bis dahin eingesperrt bleiben? Herr Doctor, was habe ich denn mit dem Erbfeind zu schaffen gehabt? Es durfte ja in mein Haus keine Pluderhose.«

»Und dann wundert Ihr Euch, Lieber, der Anfechtungen! Weshalb ist Euch Satan feind, als eben darum. Er will Euer Verderben, wie er mein Verderben will, denn er ist klüger als die Schlange. Wenn ich von der Kanzel herab sehe, daß der Kurfürst lächelt, weiß ich nicht, daß er es ist, der ihn heimlich kitzelt; wenn er die Hand vor den Mund thut, glaubt Ihr, daß ich ihn gähnen mache? Wenn ich ihn bei Hofe antreten will, und er weicht mir aus, und ich hörte ihn einmal sagen: Ach Gott, da ist schon wieder der Schwätzer! Vermeint Ihr, daß ich der Schwätzer bin, und Joachim ist es, der mich dafür hält? Würde der gottesfürchtige, hochgelehrte Kurfürst einen Schwätzer zum Hofprediger bestellen! Satan allein ist's, der sich jetzt in meine, jetzt in des Kurfürsten, jetzt in Eure Gestalt hüllt, der so seine Dinge wirkt, und seine Dinge sind Unfriede, Gestank,[168] Aufruhr, Finsterniß, Wirrwar und Mißverständnis damit er im Trüben fischen kann.«

»Aber sagt doch, wie komme ich denn dazu? Wie komme ich los?«

»Ihr! – Durch Ergebung und Geduld. Wartet nur noch eine halbe Stunde, lieber Herr von Bredow. Ich gehe meine Predigt zu holen. Wir wollen sie lesen von Anfang bis zu Ende. Dann, so gestärkt, wird uns der Herr ja die Wege weisen, um aus dem Irrsal Euch herauszuführen.«

Aber nach einer halben Stunde saß nicht der Hofcaplan, sondern der Dechant von Altbrandenburg neben dem Gefangenen, und hatte eine Schrift gefertigt, welche vor ihm auf dem Tische lag.

Herr Gottfried saß, wie die Ergebung selbst, auf dem Schemel.

»'S ist doch hart! Und daß ich das selbst unterschreiben muß.«

»Bedenkt, mein würdiger Freund, was die Märtyrer gethan und gelitten. Sie selbst vergaßen es, ich meine ihr irdisches Wohl, um die Wege des Satans auf Erden zu kreuzen und ihren christlichen Mitmenschen die zur Gottseligkeit zu bahnen.«

»Nu ja die Märtyrer wollten Heilige werden. Die Zeiten sind vorbei.«

»Hier ist die Feder.«

»Hat sie wirklich sie gewaschen?«

»Drei Tage sah ich sie auf dem Trockenplatz hängen mit meinen eigenen Augen.«

»Und der Kasper! Warte! Kann sich doch kein Mensch auf keine Seele nicht verlassen.«

»Am wenigsten auf sich selbst, mein werther Freund. Wie ging es mir dazumal in Neu-Brandenburg, wenn Ihr Euch der ärgerlichen Geschichte entsinnt. Leute wollten doch einen Mann aus dem Fenster des Syndikus steigen gesehen haben, der die niedliche kleine Frau hatte. Beschrieben sie den Mann nicht grad als wär ich es! Und dann waren sie ihm sacht gefolgt, und er war vor meiner Thür stehen geblieben, nämlich in ihren Augen schien es so. Er hatte einen Schlüssel ausgezogen, aufgeschlossen. Die Treppen hatten sie ihn hinaufgehen hören, und dann Licht gesehen in meiner Stube, die bis dahin finster war und –«

»Entsinne mich wohl,« sagte der Gefangene, »es war eine recht kitzliche Geschichte.«

»Sie ward durch die Güte des damaligen Bischofs ausgeglichen, der der Meinung war, daß in zweifelhaften Sachen man der milderen Ansicht den Vorzug geben müsse. Glaubt[169] Ihr, daß die Zeugen, welche vor den Thüren gelauscht, falsch geschworen haben?«

»Es hieß so nachher. Das geistliche Gericht hat doch –«

»Ich glaube, sie waren ganz im guten Glauben.«

»Aber wer zum Teufel war denn eingestiegen?«

»Vielleicht mein Schatten, vielleicht ich selbst. Wohl entsinne ich mich, daß ich in jener Nacht lebhaft an die arme Frau dachte. Sie hatte mir in der Beichte ihre unglückliche Lage vertraut. Mir war's, als hörte ich sie in der Nacht weinen und klagen, wer ihr Hülfe brächte gegen den rauhen, trunkenen Mann. Da wünschte ich recht lebhaft bei ihr zu sein, sie zu trösten. Versteht mich, alles nur im Traum. Aber über unseren Träumen schwebt der Menschenfeind, er saugt den Athem ein unserer Wünsche, unserer Gedanken. Ehe wir's uns versehen, da wir im Schlaf der Freiheit des Willens entbehren, sind wir ganz ihm anheimgegeben.«

»Kann er uns auch fortschleppen, derweil wir noch in den Federn liegen thun?«

Der Dechant nickte bedeutungsvoll, indem er mit den Augen zwinkerte: »Gehen nicht die Geister der Abgeschiedenen um, derweil ihre Körper noch fast blutwarm auf dem Todtenbette liegen!«

Der Burgherr von Ziatz schauerte: »Und das Unsereins nichts gegen thun kann!«

»Doch Ritter! Wir könnten, ja wir sollten uns auch im Schlaf bewachen. Mögt Ihr Euch denn Rechenschaft geben über Alles, was Ihr geträumt habt?«

»Die sieben Nächte durch?«

»Unstreitig waren die Gedanken auch im Schlafe bei dem, was Euch werth ist. Ich meine, das was Ihr nie von Euch laßt. Ihr seid nun von der ganzen Geschichte unterrichtet, wie es Euch heimlich entwandt, wie es gewaschen wurde, wie es zwischen den Fichten hing, vom Winde geschaukelt, wie es in dem Aufruhr vergessen ward, wie der Schelm es stahl und sich mit seiner Beute auf und davon machte. O die Gefühlssinne sind im Schlaf außerordentlich fein. Satan, der Euch keinen Augenblick verließ, lauschte Euch den Moment ab, wo Ihr im Traume aufführt, nach den Hosen grifft, auf den Schelm fluchtet, ihm nachsetztet, ihn bandet. Ihr habt's gethan, ob nun im Schlaf oder im Wachen, und ich meine, Ihr habt an und für sich nichts Böses damit gethan, aber vertreten müßt Ihr es als ein Ehrenmann.«

»Wer schlief denn nun in meinem Bette?«[170]

»Weiß ich denn, wer in meinem schnarchte? Das sind so zarte Dinge, über die man nicht zu viel nachdenken muß. Hier ist der Platz zur Unterschrift.«

Der Gefangene schrieb. Daß die Buchstaben ungleich und schief waren, durfte Niemand verwundern.

»Dechant!« rief er. »Mir geht's im Kopfe rum, ich weiß nicht, wie mir ist. Aber – wenn sie nur ihre Seife nicht daran gehabt hätte, dann wäre auch die ganze Geschichte nicht gekommen. Ich weiß auch gar nicht, was die Frauensleute immer mit ihrem Waschen haben. Ich glaube, da steckt auch was vom Satan drin, wenn man immer Alles rein haben will. Ueberhaupt wenn Alles immer beim Alten bliebe, dann wäre nicht so viele schwere Noth in der Welt.«

»Da sprecht Ihr eine tiefe Wahrheit,« sagte der Dechant, indem er rasch das Papier gefalzt und in die Brust gesteckt hatte. Er schloß den Freund in seine Arme und die Thür schlug hinter ihm zu.

»Warum geht's denn nicht?« fragte Herr von Bredow in die Luft. »Da steckt auch gewiß der Gottseibeiuns hinter.«

Herr Gottfried schien sich selbst zu wundern über das Selbstgespräch. Es war nicht seine Art. So reißen feste Ereignisse auch große Charaktere mit sich wie der Sturm die Eiche, deren Wurzeln er unterspült hat. Herr Gottfried dehnte sich, hielt die Hand an den Mund, und warf sich auf das Gefangenlager, wo der lang entbehrte schlaf ihn bald tröstend für alle Störungen und Plackereien umfing.

Fußnoten

1 Friedrich der Große sagt: Il reçut le surnom de Nestor comme Louis XIII. celui de Juste, c'est-à-dire sans que l'on pénétre la raison.


2 Fast wörtlich aus der berühmten Predigt. Vom zuluderten Zucht ehrverwegenen pludrichten Hosenteufel. Vermahnung und Warnung. 2. Aufl.


3 Worte der Predigt.


Quelle:
Willibald Alexis: Die Hosen des Herrn von Bredow. Vaterländische Romane. Berlin 9[1881], Band 3.
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Geschichten aus dem Biedermeier III. Neun weitere Erzählungen

Geschichten aus dem Biedermeier III. Neun weitere Erzählungen

Biedermeier - das klingt in heutigen Ohren nach langweiligem Spießertum, nach geschmacklosen rosa Teetässchen in Wohnzimmern, die aussehen wie Puppenstuben und in denen es irgendwie nach »Omma« riecht. Zu Recht. Aber nicht nur. Biedermeier ist auch die Zeit einer zarten Literatur der Flucht ins Idyll, des Rückzuges ins private Glück und der Tugenden. Die Menschen im Europa nach Napoleon hatten die Nase voll von großen neuen Ideen, das aufstrebende Bürgertum forderte und entwickelte eine eigene Kunst und Kultur für sich, die unabhängig von feudaler Großmannssucht bestehen sollte. Für den dritten Band hat Michael Holzinger neun weitere Meistererzählungen aus dem Biedermeier zusammengefasst.

444 Seiten, 19.80 Euro

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