Anmerkungen.
[Die Seitenzahlen beziehen sich auf den Erstdruck.]

[452] S. 6. Nr. 13 u. 14. S. 12. Nr. 24 ff. »Nachdem vor Jaren vnter andern liderlichen leichtfertigen Gewonhaiten ein schedlicher mißbrauch vnd Vnordnung eingerissen, zu vnd umb diese Zeit des Jars an den klöpflis Nächten mit dem Anklopfen vnd schlagen vor vnd an die häuser; desgleichen das New Jare an vnd Einzosingen; das auch die kynd vnd jugend in die heußer lauffen vnd die lewt vmb die ›Lebzelten streichen‹ vnd sich sollichs Pettelwercks dieser löblichen Stat zuspot zugeprauchen vnd darnach das gesamlet geldt vnnüzlich vnd mit leichtfertigkeit verschwenden, dadurch dem guten Almusen abbruch vnd schaden beschicht: weil dann daselb nit allein schimpflich vnd schedlich, sondern auch wider erbar christenlich gut sitten ist, so will vnd gepeut ain Erbar Rat hiemit, daß sich fürohin Jung vnd Alt, Mans vnd Weibspersonen das bemelt Anklopffens Ein- vnd Ansyngens des Newen jars des streichens vmb die Lebzelten oder geld in ander leut heußern vnd alls sollichs Bettels genzlich enthalten sollen bey ernstlicher straffe, die ein Erbar Rat nach aines Yeden Vbertrettens vnablässlich vfferlegt werden soll. Darnach weiß sich menglich zu richten.« 1538. 15/12. Augsburger Außrufzettel im Archiv dasselbst.


S. 6 u. 7. Nr. 15. S. 9. Nr. 20. »Darzuo ist versetzt, das die schuoler nümme solet dez gemaiten singen ze den wichennächten.« Memming. Stadtrecht 1396. (Nach Freiberg.)


S. 10 u. 15. In Niederöstreich singen die sog. Sternsingerbanden:


Wir kommen her aus fremdem Land,

Einen guten Abend geb euch Gott!

Einen guten Abend, fröliche Zeit,

Die uns Herr Christus mit Freuden bereit.


Der Mohr:


Ich bin der König aus Mohrenland,

Jezt komm ich aus Egypterland etc.

Kerschbaumers Eligius S. 209. 210.
[453]

Erinnert kann auch werden an die Reime in Schröers altem Paradisspil, Weimar. Jahrb. für Lit. 3. 388. 20.


»Ich trit herein an allen Spott,

Ein schön guten Abend, eine glükselige Zeit,

Die euch der Herr vom Himmel herab geit.«


Hieher gehört auch das Dreikönigslied bei Docen, Misc. I 276 ff.


Gott so wöllen wir loben und ehren

Die heiligen drei Könige mit ihrem Stern,

Sie reiten daher in aller Eil etc.


Danksagung.


Man hat uns ehrentleichen geben,

Der liebe Gott laß euch mit Freuden leben.

Wir standen auf ein Lilgenreis,

Gott geb euch allen das Himmelreich;

Wir stehend auf ein Lilgenblatt,

Gott geb euch allen eine gute Nacht.

(Nürnberg, gedr. F. Gutknecht.)


In einem Dreikönigsreim in der Schussenrieder Gegend heißt es:


Herodes der sagt mit falschem Bedacht,

Der hinter König ist gar so schwarz;

Doch nein, er ist uns wol bekannt,

Es ist der aus dem Mohrenland.


S. 14. Nr. 30 u. 31. Augsburger Ausrufzettel. »Ein Erbarer Rat diser Stat Augspurg schaftabe vnd verpeut allen vnd yeden alten vnd jungen Mans- vnd Frawen Personen das New jahr an vnd einsingen So verschiner jaren vmb weiennacht nit mit klainer vnzucht vnd vnbeschaidenhait in geprauch gewesen ist. Also das menigklich Sich des an- vnd einsingens enthalten bey der Straff des Narren heußlins darein alle die so hierwider an- oder einsingen gefunt vnd gestraft werden sollen, darnach sich meniglich zu richten.« Actum vff 18. Decembris Anno 1535. Archiv.


Zu S. 17. Nr. 35. Nach einer Ortsstiftung in Ebermergen im bair. Oberdonaukreis mußten an der Kirchweih 100 Laibe sogen. Spendebrod im Orte unentgeltlich ausgeteilt werden. Pfarrer und Schullehrer nahmen auch Teil. Moll, Beschr. des Rießes (1765-68) Msc. Fol. XII. Jaresbericht des hist. Vereins für Schwaben und Neuburg 1846. S. 8. Anmerk. 2.
[454]

S. 53. Nr. 69. Das Hennen-Mahl. In der Blaubeurer Klosterordnung von 1558 bei Reyscher, Stat. Rechte S. 346 heißt es:

»Vnsere knecht sampt den Amptlüten sollen vor Fasnacht (nachdem die Amptlütt die Fasnachthennen habendt eingezogen) ain mal mit ain andern darzu gibt vnd schenkt Inen der herrenkeller VIII Henna vnd nit meer sonder möcht er jnen nimergeben wann sy nit all darby sein welten, dann die Amptlütt sollend all darby sein wan sy anderst selbs wellendt desglichen auch vnser Hoffgesind wer will, denen mag der herrenkeller auch I ald II henna schenken darnach Iren ist vnd ain trunck dazu geben wann er will.« – Auch wurden Hennen gen Ulm geschickt, als Gegengeschenk gegen das Neujahrsgeschenk von da auf Fasnacht; sodann dem bestellten Doctor in medicinis »des Klosters Apotheker Schaffner, kurz allen, mit denen das Kloster verkehrt, unter andrem dem Greedtmaister II Hennen welche soll jm vnser schaffner antwurten damit er dester williger sey dann er hatt vil mit jn ze schaffen von vnsert wegen des schmaltz halb.«

Fasnachtküchleholen verboten. In der Adelberger (Abtey) Gerichtsordnung und Brauch von 1502 bei Reyscher, Statut. Rechte S. 11 heißt es:

»Item Niemands soll in der zeit der Fasnachte bey dem Anderen das kiechlein hollen, noch das geben oder geben lassen bey straf eines gulden, zu baiden seitten, ob aber Vatter vnd Mutter geschwüsterich oder deren kinder bei einander essen wöllen, das mögen sie wol thun.« Ganz ähnlich der II. Landordg. v. 10. April 1515 a.a.O.


S. 54. Nr. 69. Butzengehen verboten. »Item es soll auch Niemands zur selbigen zeit der Fasnacht vor vnd nach in Butzen Claider gehen, mit verdeckten Angesichte, sondern soll Ime sein Angesicht offen sein, das man Ihn scheinbarlich erkennen mag bey gebott deß thurens 2 tag vnd 2 nacht oder länger nach angeschickht der Sach.« Adelberger (Abtey) Gerichtsordnung und Brauch vom Jahr 1502. Reysch. Stat. Rechte. S. 11.


S. 96 ff. Nr. 128. St. Johannestag (24. Juni) Zahltag. »Es soll auch ein jeglicher Lombacher und Zinser, der sich verendert und zu der Heiligen Ehe gegriffen hat, er seie in ehlichem oder Wittwestand alle Jar Jerlich uff Sannct Johannstag zu Sunwendi, mit sein selbs Leib personlich, geen Lombach khommen und dem Heilligen Sannct Johannsen bringen drei Heller Zins und dem Vogt seine recht das ist sechs Heller, und zwei Viertels Habern, doch den Habern soll ein Lombacher richten und geben uf Sanct Martinstag achtag vor oder[455] nach ungeverlich, da dann ein Lombacher sitzt soll ihn der Vogt oder sein Knecht holen. Welcher Lombacher aber nit all Jar jerlich und eins jeglichen Jars uff Sanct Johannis Tag zu Sunwendi mit sein selbs Leib khompt geen Lombach als obsteet, so dickh er das überfert, der soll dem Vogt, der das Jar Vogt gesein ist drei Schilling Tubinger ... Es soll auch ein Vogt der das Jar Vogt gesein ist, uff Sannct Johanns Tag zu Sunenwendi zu Lombach die Vogtei einem Abbt, oder dem, der von seinetwegen da ist, mit zweien weissen Handschuchen ufgeben und sobald der Vogt die Vogtei vffgibt, so sollen die Zinser etc. einen andern Vogt erwelen.« ...

»Auch wann ein Knab oder Dochter, die Lombacher sein, zu jhren Tagen kommen, so soll ein jegliches des Jars uff Sannct Johanns Tag zu Sunwendin dem Heilligen zu Lombach drei Heller Zins zubringen oder zuschicken und ain Frau auch also.«

»Es soll auch ein Abbt oder sein Bott uff all S. Johannis Tag zu Sonewendi die Zinser fragen nach nutzbaren Dinngen und wann ein Abbt oder seine Botten also gefragt, so sollen die Zinser und Lombacher die uff den Tag zu Lombach seind, jeglicher den andern riegen bei dem aid, die ungehorsamen Zinser und Lombacher die nit erschienen seind etc. Auch so mögen die Zinser und Lombacher, die dann uff Sannct Johanns Tag geen Lombach kommen in dem Kirchof daselbst das Gras mehen und Iren Rossen geben, alsdann das auch von Alters Herkommen ist.« Auszug aus dem Alpirsbacher Kloster-Verwaltungs-Lagerbuche v.J. 1560, das Rechtsverhältniß der Zinsleute des Klosters betreffend. Reyscher, Statutar-Rechte S. 57. 58. 59.

»Der jährlich Zins oder Geld ab seinem Haus, ab seinem Garten, ab Aeckern oder andern seinen Gütern gibt, die in unserer Stadt, oder in unserm Etter gelegen sind, daß die denn Gewalt haben sollen, diesselben Zins abzukaufen allweg auf St. Johannistag zur Sonnenwende, 14 Tag vor oder 8 Tag nach.« Rav. Stat. u. Rechte, 14. Jahrh. Eben S. 423.


S. 97. Augsburger Ausrufzettel im Archiv daselbst vom 17. Juni 1538: »Ferrer schafft bemeltter Rath das man diß gegenwerttigen Jars aller Rayenn vnnd abentdänz auch Simentsfeur in diser Stat vnd derselben Oertter Inn allweg müessig steen. Wer aber die darüber halten vnnd geprauchen wurde Der soll nach gestallt der sachen Ernstlich darumb gestrafft werden.«

Ferner ein Ausrufzettel vom 27. Juni 1540. »Darumb ain Erbar Rat wolbedächtlich jn krafft seiner Oberkait aus vil beweglichen[456] vrsachen zu Verhüetung des Vbels vnnd mehrung christlicher Bürgerlicher Zucht vnnd Erbarkeit Inn nachfolgenden stuckhen billigs einstehens zu thun bewegt worden. Setzt vnnd will hierauff ernnstlich gebiettende, das alle vnnd yede Sunwendfeur, abendtentz vnd Rayengesenng, Jung vnd Alt gentzlich vnnd gar durchaus In der gantzen Stat vnnd Etter sollen verbotten sein vnd von meinglich vnderlassen vnd gemiden bleiben.«


S. 110 ff. Nr. 135. Nach der Blaubeurer Klosterordnung 1558 S. 347: »Verkündt der prälat das er vff Sant Johannstag ander gest auch geladen habe.« Reysch., Stat.-Rechte.


S. 110 ff. Nr. 137. 138. In einer Legende der Heiligen vom Jahr 1439, 113 Bl. Papierhandschr. Fol., geschrieben von einem Bruder von Bebenhausen, Münch. St. Bibl. Cod. Germ. Nr. 257: »Ein Her hieß Christodomus, der hieß machen ain tranck mit vergifft vnd bewert dz mit zwain menschen, wärent vertailt jn den tode; alsbald sie dz trunken da laugen sie tod. Christodomus sprach zu Sant Johansen daß er das tranck trunck, so wölt er glöbig werden. St. Johannes nam das vergifft in sin hand vnd segnet es mit dem hailgen crütz vnd trank das uß in gottes Namen vnd jm gebrast nichtzit.« Bl. 17. a.u.b. Der Johannessegen beruhet auf dieser Legende.


S. 164. Nr. 164. Abgabe auf St. Martinstag an's Kloster. »Vnd wer ze Dornhain win schenckt lützel oder vil, der sol aim Apt oder sinen botten ze sant Martins tag ze täfer ain mäs win gen vff das hvs vnd vindet er niemon darvff so sol er in hinder den ofen schütten.« Alpirsbacher Vogtbuch v. 1408-1417, Reyscher, Stat.-Rechte S. 36.


Zu S. 166. Nr. 166. »Und dârumb sullent ir sant Martîn loben nüt mit den starken trünken in dem wînhûse alsô etelîche lüte wônent, man s lle sant Martîn loben mit vaste trinkende und waere daz wôr, sô hetten wir vil heiliger gůter lüte in disem kirchspel, die keinre naht schonent, sü sizent zů dem wîne unz an den tag. die lòbent sant Martîn nüt: sü lobent des tüfels dohter, die heizet die gůtikeit, die wirt nimêr vol noch sôt; und mit demselben lobe gewinnet man nüt danne krankeit an dem lîbe. ez hât vil maniger nehtin sant Martîn gelobet, mit grôzen trünken und gewinnet dâr an nüt anders denne daz ime hüte daz houbet wê tůt und get alsô eine toube gans. alsô sullent ir sant Martîn nüt loben; ir sullent in loben mit andâht und mit gebete und mit almůsen und sullent hüt hie mit andâht[457] und mit zühten stôn unze Gottes dienest uollendet wirt.« Bl. 239 a. Sp. 2. Vgl. Sant Martîn v. mir herausg. 1862. S. 12, 20 ff.


S. 190. Nr. 196 u. 197. Am Bräuhausportal in Altshausen steht:


»Wer Frid nit halt

Der Hand verfalt.«


Vgl. Osenbrüggen, Alam. Strafrecht S. 239 ff.


S. 270 ff. Ich halte das Rutenfest für ein altes Winter- und Sommerfest; wie oft ganze Bürgerschaften insgesammt mit Ruten den Winter hinaußjagten, ist bekannt; komt noch jezt in gewissen Gegenden vor; der Sinn des Naturfestes ging verloren.


S. 294 u. 295. In Schaffhausen gehen jezt noch jeden Sonntag die Almosensammler von Haus zu Haus in falbfarbigen und braungestreiften rauhen Mänteln und lassen die Klapper ertönen. Ihr Jahrhunderte alter Denkspruch heißt: Danke Gott! Gott geb Euch Glück und Gesundheit trülich. (Rochholz.)


S. 228. Nr. 249. u.S. 235. Nr. 261 b.u.c. »Wer in Feld oder in Dorf an Obst sich vergreifet, solle solches büessen nach den Umständen mit Geldt, Thurn, Geigenstraff.« Ebersberger Dorfordg. v. 1736. d. 15. Mai. Reyscher, Stat.-Rechte S. 134.


S. 229. Nr. 251. In Augsburg hieß »Schupfen« = Gießübeln. Ein Ratsdecret v. 1443 im Archiv lautet:

»Albrecht Wachtershofer, bek, ist uff aftermentag nach Sant pauls tage conversionis erkennet ze Schupfen von args brotz wegen und zopflach und bretzig; daz solt sein semlin gewesen und was Swertzer denne slech mellins.«


S. 232 ff. Nr. 257 u. 258. Freistätten. »Item zu Asperg ist gewessen ein Fryung; welcher der were, der gen asperg in die statt oder marck daselbs geflohen, beqweme, (komme,) der was ain gantz jaer frey vor sinen vigenden vnd wenn er daur jenne beiaret möchte er dann zu dien nehste marckstainen die zwischen Asperger marck vnd jr anstosser gesötzt weren wider vngevahten in die statt oder jr marck komen So were er aber fürter ain gantz jaer vor sinen vigenden jn der genannten Statt oder mark sicher.« Asperg. Urkunde 1450. Reyscher, Stat.-Rechte S. 104.


S. 232. Nr. 257 ff. »Daz closter von sant Vlriche hat daz reht swaz ein man tuot der dar geflohen kumt als er uf die grede kumet, so sol er fride haben.«

»Swaer in ein iegliche kirchen gevlohen komet vmbe swelhe schulde daz ist der hat fride darinne.« Augsb. Stadtbuch 1276. Bl. 11 a. Sp. 1.
[458]

Zu S. 253 ff. 267. Vgl. folgende Aktenstücke: Erstes Schreiben de Anno 1529 den 5. May lautet also:

»Ehrwürdiger Gnädiger Herr, mein Herr Groß-Keller hat mir bevohlen E. Gn. zu schreiben, wie der Bruch von Alter her gewesen, daß die von Ravenspurg, E. Gn. oder yemandten von E. Gn. wegen, um das heilig Blut durch die Stadt zu fieren auf Creütz-Mitwoch gebetten haben, daß aber jetz nit beschehen ist, yemandten zu M. Herre Groß-Keller von wegen E. Gn. kommen ist, wie wol edtlich sagen, der Zunfftmeister Dösch der sy darum von wegen deren von Ravenspurg by E. Gn. gewesen, daß aber mein Herr Groß-Keller und ich kain Wissen haben, auf nächst Möntag verschinen, ob er by E. Gn. darum gewesen were, so wölle die Notturfft erforderen, daß E. Gn. die Knecht und Roß heruf schickte, wan dan E. Gn. nit gern mit herauf reüten wölte, musten sy an Fritag zu Nacht wider by E. Gn. sin, ob sy dan E. Gn. nit gebetten hödten das uns E. Gn. Bericht thät wie wir uns halten sölen öb wir wie von allther durch die Stadt reüten söllen oder nit, daß wöll uns E. Gn. damit wyr nichten versommen, gnädiger Mainung vernömmen und uns das wissen lassen.« Dat. Creütz-Mittwochen Anno 1529.

E. Gn.

Underthäniger williger

Diener Hans Kain.


Der andere Brief de Anno 1546 den 14. Juni ist folgenden Inhalts:

Ehrwürdiger Gnädiger Herr, auf die Creütz-Mitwoch sind von allen Orthen die Creütz kommen gen Wingarten, wie von Alther her, on allain die von Ravenspurg, sy haben auch um das heilig Blutt durch ir Statt wie von Alther her zu fieren nit gebetten, auf das sind wir Frytags hin gegen der Stadt, zu dem Bild in der holen Gassen geritten, und darnach gegen dem Kamer-Briel und das gantz Feld umb wie von Alther her, es ist auch kain Mensch von Ravenspurg, mit geritten noch gangen, der Landrichter ist selbs mit uns geritten, und sonst gar vil Volk, das wyr der von Ravenspurg nit bedurffen haben, der Landrichter hat nur biß auf die Kuppelen reütten wöllen, hat es aber mein Herr Groß-Keller und wyr all nit thun wöllen, sey hötten villicht gedacht man tratzig, damit bederften sey wol die Werru (?) nach uns zu thun haben.

Gnediger Herr auf heut dato diß Brieffs haben die von Ravenspurg allen den Burgeren und Innwoneren Frowen Jungfr. u. Alten[459] geboten bei eines Rautz Straff, daß kainer Man noch Frowen hinder kain Meß wer Stand noch Gang gen Wingarten in die Ow, gen St. Christinen noch andere Ort, da mit will ich mich E. Gn. alls M. Gn. Herren bevelchen, Dat. Wingarten am Pfingst-Möntag Anno 1546.

E. Gn.

Underthäniger williger

Diener Hans Keim.


(Gründlicher Bericht von dem allerh. Seitenblut Christi Jesu zu Weingarten etc. p. 193 u. flgd.)

Ob villeicht nicht folgendes Ereigniß den Blutritt im Keime andeutet?

»Anno 1349 und also vor dem leidigen Abfall regierte in der Stadt Ravenspurg ein so vergiffte Pest-Seuch, daß von St. Jakobs-Tag an biß auf Pfingsten, welche selbiges Jahr auf den 31. May gefallen, 2000 Menschen beydes Geschlechts gestorben, ohne die Kinder mit einzurechnen. So großem Uebel demnach in etwas zu steüren ist der sammtliche Rath und Burgerschafft schlüssig worden, mit einem Gelüdd sich und die Nachkömmlingen zu verbinden, alle Jahr ain Freytag im Creütz- oder Herbst-Quatember auf ewige Zeiten ein Creützgang nacher Weingarten anzustellen, welcher aber nachgehends auß erheblichen Ursachen auf das Fest des h. Mathäi übersezt worden.«

(Gründlicher Bericht von dem Allerheiligsten Seiten-Blut Christi Jesu, welches in dem Gotteshauß Weingarten schon von langen Zeiten her Ehrerbiethigst aufbehalten, und andächtig verehret wird. S. 141.)


S. 424. Nr. 377 u. 378. Sichelhenke. »Die Aebtissin von Edelstetten bei Illertissen war durch einen Vertrag vom 3. Nov. 1550 schuldig: ein Mahl, die Sichelhenke nach der Aerndte zu geben und hiezu einen Vogt, Amtmann und Püttel der Herrschaft Tissen, den Pfarrer, Frühmesser, Kaplan daselbst und den Pfarrer zu Jedesheim und Püttel, den Kaplan und Püttel zu Tiefenbach einzuladen und jedem um 14 Kreuzer zu geben. Wenn die Abtissin selbst kommt, sollen ihr die Drescher vorgestellt werden, worauf sie sich mit ihnen des Lohnes halber vergleichen könne; komme sie oder die Conventfrauen nicht, so hänge es von der Herrschaft ab, dieß in einem Wirthshaus zu thun.« – 21. 22. Jahresbericht des hist. Vereins v. Schwaben u. Neuburg. 1855. 1856. S. 68 ff.


S. 117 ff. Kindstaufschmaus. »Betreffend aber die Zusammenkunfft nach der Kindstauf so gibt den alten herkommen gemäß deß getaufften Kinds Vatter Brodt und Wein her; dagegen aber[460] ist auch erlaubt, daß der Frauen Kindsbetherin die Jenige welche bei der Kindßtauff geweßen, etwaß nach beliebiger Freygebigkeit schenken.« – Ebersb. Dorford. 15. Mai 1736. Reyscher, Stat.-R.S. 143 ff.


S. 411 ff. Nr. 364. Der sog. gräflich Calwische Jahrtag auf der Wurmlinger Bergkapelle ist ein bisher unbeachteter, höchst schätzbarer Beitrag zur Geschichte des Bisthums Konstanz, zur Kultur-und besonders zur Reformationsgeschichte Schwabens. Ich kam darauf, als ich für meine schwäbischen Sitten und Sagen sammelte, und meine Nachforschung sollte mir reichlichen Lohn und gute Ausbeute bringen. Im Pfarrarchiv meines Geburtsortes Wurmlingen ist ein Folioband copirter Urkunden, betreffend die Wurmlinger und der Umgegend Angelegenheiten (Schenkungen, Zehnten, Gilten, Lehensbriefe) mit dem Kloster Kreuzlingen. Diese Sammlung, vom Archivar Lechner a. 1773 in Kreuzlingen besorgt, wo die Originale beisammen sind, ist eine gegen 900 Seiten starke reichhaltige Fundgrube. Unter den Copien sind nun auch die Urkunden über den Calwer Jahrtag enthalten. Die Originale sind noch wohlgeordnet im Klosterarchiv in Kreuzlingen bei Konstanz, von wo sie wol in nicht gar langer Zeitfrist nach Frauenfeld abgeholt werden.

Als Hauptquelle ist eine lat. Urkunde vom Jahr 1348 zu nennen; frühere existieren nicht. Der Kammerer von Boltringen (bei Wurmlingen) und die »Capitelsbrüder« antworten hier dem kreuzlingischen Abt Hermann auf dessen Anfrage, was hinter dem Jahrtage sei, wie und wann er gehalten, und was sie davon wissen; diese Antwort muß nun den Stiftungsbrief ersetzen und ist zugleich die Grundlage, auf der die spätern Urkunden beruhen. Mohr, in den Regesten des Stiftes Kreuzlingen Nr. 171 (Regesten d. schweiz. Eidgenoss. Bd. II. Heft 4. S. 22), gibt einen kleinen Auszug dieser wichtigen Urkunde nach dem Original. Die Copie, die mir vorliegt, ist bezeichnet nach dem Kreuzl. Archiv L. XIV. Nr. 13. Ich theile sie am Schlusse dieses Artikels ganz mit als Grundlage der Geschichte des Jahrtags; die weitern Urkunden aber sind für eine kleine Monografie zurückgelegt. Stälin, wirtemb. Gesch. II. 376. (Nr. 4. Anmerk.), weist auch auf diese Urkunde hin. Gewöhnlich galt bisher Crusius als die Quelle für die Beschreibung des Jahrtags (Annal. Suev. prs. III. Lib. II. p. 113; prs. III. Lib. XI. p. 614). Für Solche, die sich nicht speziell mit dieser Localgeschichte abgaben, reichte es hin. So haben Waltz, Haßler, Memminger, Cleß, Moser alle nur aus Crusius geschöpft. Das Verhältniß von Crusius' Bericht zu den ältesten drei Urkunden über den Jahrtag hier darzuthun, halte ich nicht für nothwendig; es wird anderwärts von mir geschehen.[461]

Nun noch kurz über die Geschichte des Jahrtages von seiner Entstehung bis 1348. Der sichere Ursprung dieser Stiftung ist nicht zu ermitteln. Geschichte und Sage sind so sehr übergegangen in einander, daß etwas Stichhaltiges kaum festgestellt werden kann. Nach einer renovierten Grabschrift in der Bergkapelle wäre ein calwischer Graf Anselm dort begraben worden im 10. Jahrhundert, der auch der Stifter des Jahrtages sei. Die Volksüberlieferung weiß ebenfalls von einem Anselm, Grafen von Calw, den zwei noch nie angejochte Ochsen auf den Berg zogen, wo der Leichnam begraben wurde. Der Zug der Sage »von den sog. weisenden Thieren«, wie sie J. Grimm heißt, ist indessen ein im Mittelalter weitverbreiteter und kann hier eben auch nur localisiert sein. Dazu kommt noch, daß allerdings von einem Ochsengespann eines calwischen Grafen, die Sage nennt ihn Obertus (Waltz), eine Ueberlieferung existiert, diese Geschichte aber in der Gegend des Neckarursprungs spilt. Ferner ist in der ältesten Urkunde der Name Anselm nicht zu finden; er soll auch in der Reihe der Grafen von Calw gar nicht vorkommen, wohl aber in der Tübinger Pfalzgrafenlinie in der ersten Zeit. Ist vielleicht von den Tübingern, den Calwern verschwägert, schon frühe diese Stiftung ausgegangen? Ich möchte gerne einem Wurmlinger Geschlechte die Gründung zuschreiben; die Ministerialen der Tübinger in Wurmlingen haben auch wirklich im 12. Jahrh. einen Anshelm. Wirtemb. Urkundenbuch II. 177. Dieses ligt auch vil näher anzunemen; nähere Untersuchung behalte ich mir vor. Genauere Nachforschungen über das Verhältniß Kreuzlingens zu Wurmlingen und Umgegend würde dieses mehr aufhellen. Uebrigens will ich den Calwer Grafen nicht zu nahe treten, da sie auch durch Schenkungen an Hirschau und Sindelfingen sich verdient gemacht haben und Aehnliches an Kreuzlingen gethan haben mochten. Jedenfalls ist die Stiftung sehr alt und wohl in's 11. oder 12. Jahrh. zu versetzen; denn wenn der Abt von Kreuzlingen in Mitte des 14. Jahrh. schon den Ursprung des Jahrtags nicht mehr kannte, so wird meine Annahme gegründet sein. Sicher hängt der ursprünglich romanische Bau der Kapelle nebst der noch vorhandenen Krypta mit der Stiftung des Jahrtags zusammen.

»Berchtold Decanus Capituli in Boltringen, Cammerer, und samentliche Kapitel-Brüder beschreiben auf gethanes Ansuchen des Abbts Heermann zu Kreuzlingen, die Art, form und gebräuch des graf-Calwischen jahrtags auf dem Wurmlinger Berg.« Folgt das lat. Instrument v. 1348. (Lechners Aufschrift.)

[462] Universis ac singulis praesentes Inspecturis Bertholdus Decanus Capituli in Boltringen ac Gebhardus Cammerarius totaque universitas Confratrum ejusdem capituli reverentiam omnibus cum orationibus suis in christo devotis. Noverint omnes et singuli, quos nosse fuerit opportunum, quod nos omnes die ac loco subnotatis causa communis necessitatis nostrae convenientes, requisiti ab honorando in Christo Hermanno abbate Monasterii in Creuzlingen Nomine sui ac Conventus sui de forma seu tenore refectionis remedialis praefato nostro capitulo singulis annis de quibusdam bonis in Monte dicto Wurmlingen sitis et praefato Monasterio olim a quodam comite de Kalb in remedium legatis, nobis ac successoribus nostris, sicut et prioribus nostris factum est, in remedii forma percipienda, respondimus in haec verba: quod olim et ab antiquis multorum Decanorum cammerariorum ac aliorum confratrum nostri capituli relatione percepimus, quod olim quidam spectabilis Dominus Comes de Kalb praefata bona montis praedicti in animae suae remedium praefato monasterio in Crutzlins abbati et conventui tali conditione legaverit, quod in memoriam animae suae omnibus confratribus capituli nostri praefati et singulis personis cum ipsis, ut subjungitur, venientibus perpetuo singulis annis feria tertia proxima post diem Commemorationis omnium animarum una talis, ut subnotatur, refectio daretur, videlicet quod feria secunda proxima ante feriam tertiam proxima post diem Commemorationis animarum in monte Wurmlingen praefato deberet ascendere unum plaustrum foeni, cum una anta bruni Coloris, a parte posteriori quadrijugae super foeno sedente, in hujus signum quod singulis duobus confratribus una dari deberet anta. Item unum plaustrum lignorum aridorum et sine fumo ardentium, ac unus taurus cum terna cervisia, videlicet trienni, bienni et unius anni, similiter cum uno porco trienni, bienni, uno unius anni, ac cum triplici panum genere, videlicet pane similagineo, pollineo et cummuni, et quilibet confratrum deberet ibidem habere, pro equo suo unum mulctrale novum, cum uno quartali avenae, et uno fune novo, et eadem[463] feria secunda deberet cammerarius capituli praefati in ipsum montem venire et unum coquum ibidem requirere, cui cammerarius ipse de praedictis rebus cibaria bene condita praeparari injungat. In crastino vero, videlicet feria tertia proxima post diem commemorationis animarum decanus et omnes capituli confratres convenire debent in monte praedicto, quilibet cum suo scolari vel aedituo, et omnes simul unam missam cum vigilia in memoriam praefati legatoris celebrare; et in via, cum Decanus, Cammerarius, vel confratres transierint ad refectionem praedictam, quemcunque virum honestum aliquis ipsorum invitaverit, hic invitatus vel invitati, si plures sint, refectione cum ipsis invitantibus gaudere debent et postquam refecti fuerint, quidquid de fragmentis ibi residuum erit pauperibus leprosis una cum pelle tauri praedicti debet erogari. Si vero de praedictis praefati capituli confratribus in modum praescriptum vel saltem in alium modum majori parti capituli placentem, non foret satisfactum, quod tunc, cum major pars fratrum capituli querimoniam desuper referret, si tunc senior dominorum de Kalb pro tunc vivens, residens in equo suo, et stans in calcaribus suis unum denarium aureum ultra campanile ecclesiae montis praedicti digitis cancellatis expelleret, quod tunc ipsa bona, quae primus legator praefato monasterio tradidit, ipsi seniori de Kalb aureum ut premissum est (expellenti) cedere deberent, et tunc idem senior, cui saepe dicta bona sic cedunt, ac sui successores de eidem bonis, confratribus praefati capituli singulis annis refectionem, ut praescripta est, dare debent. Attamen de praefata praedictae refectionis legatione, talis addita fuit conditio, ut quandocunque confratribus capituli praefati saltem in majori parte de praedicta refectione, sive comedendo, sive determinata denariorum summa, sicut hactenus saepe factum est, dando fuerit satisfactum, quod tunc abbas et conventus monasterii praefati simpliciter de saepe dicta remedii legatione satisfecissent, tam testatori, quam testamento, ita quod de hoc in nullo criminari possent, vel deberent, quemadmodum nunc et hactenus semper nobis satisfactum[464] est, abundanter et complete, praefatumque testamentum, seu legatio singulis annis, cum saepe dicta refectione datur. Decanus omnis qui in loco tunc est, una cum duobus confratribus senioribus stola contecti et manibus plenario immissis, sub nomine juramenti se sic ut praemissum est, audivisse publicaverunt et temporibus nostris hactenus usque ad prasentia tempora simili modo publicarunt. In ejus rei testimonium sigilla nostra, decani scilicetet cammerarii praefatorum, C. Rectoris Ecclesiae in Hurningen (jezt Hirrlingen), Wernheri Rectoris Ecclesiae in Husen, C. incurati Ecclesiae in Rottenburg, B. incurati in Thubingen, B. Rectoris Ecclesiae in Ehingen (Rottenburg-Ehingen), Stehelini incurati in Chilchberg, Walteri incurati Ecclesiae in Remingsheim ac incurati Ecclesiae in Lustnau, praesentibus sunt appensa, quibus sigillis et nos alii confratres, ejusdem capituli praemissa fatemur, esse vera. Datum in Hirschau sub anno Domini millesimo tricentesimo quadragesimo octavo in crastino Sancti Mauritii et Sociorum ejus.

Mit 10 Sigeln.


In der Kantonsbibliothek des Thurgau's zu Frauenfeld ist eine Chronik des Klosters Kreuzlingen Ms. fol. von P. Gaudenz auß dem XVII. Jahrhundert. Blatt 11 b. hat die »Stifftung Graff Anselms.« Die Beschreibung des Jartages bietet nichts Neues und ist wol nur eine Compilation aus Zeiler, Waltz, Münster. Eß heißt unter Anderem: »Mir zweifflet nit, eß seye diser Graff Anselm völliger Stiffter gewesen; auch der bayden pfarreien warzu er auch die Zehenden zu Kalchweyl und ander Ort, die hernach widerum auß gewissen Ursachen haben müssen verkaufft werden: ut in decursu circa saec. 1400 patebit, dotirt und villeicht aus Antrib und guetem Exempel des hl. Conradi, dessen villeicht Vetter er gewesen ist.« Doch wegen Aelte der Zeit und vil Angelegenheit die das Gotteshaus ausgestanden, ist alleinig noch ein pergamentisch authentisch instrumentum von einem Notario aufgesezt vorhanden, dessen Kopia (eß ist die oben mitgeteilte Urkunde) – Bl. 12 a. – hebt eine kurze Beschreibung deß Wurmlinger oder St. Remigiibergs (bis Bl. 14 b.), Bl. 14 b. – 16 b. enthält das lateinische Instrument. – Johannes Eck in exposit. Evang. de anniversariis contra haereticos (4. in commemor. fidelium[465] § 4) gedenkt des Jahrtags als eines uralten, von einem Grafen von Kalw; der ist gestifft worden da nach der rede kein Wein gewachsen ist; so ist jezt der Berg schier ganz voll Reben. – Bl. 16 b. ist die Grabschrift genannt, wie sie gelautet hat: »hier ligt begraben Graff Anselm von Kalw, ein recht katholischer Eiferer.«

Wie sehr stark der Wallfarer Zug nach der Bergkapelle im 16. und 17. Jahrhundert gewesen, erhellt auß einer Angabe derselben »Chronika« Bl. 13 a. Sp. 1: »der zuelauff zue diser Wallfart ist groß; absonderlich an dem Freitag, allwo das Volk häufig hinauf komt zur Zeit auch von 3, 4 und 5 Stunden; alldort ihr Andacht und Opfer zu verrichten, welches wol abzunehmen aus disem was der Messmer bei der Wallfart in Weggenthal leichtsinniger und unbedachtsamer Weiß herausgeredt ›seid der Tüfel den Hl. Remigi auf den Berg tragen, so gilt das Weggenthal nütz mai.‹«


S. 419. Nr. 368 u. 369. »Dôvon sô rote ich uch daz, wenne man gotes lîchomen zů den siechen trage, daz ir gerne dômite gont durch den wôren ablos und in alsô êrent.« – Cod. germ. 6 auf d.k. Staatsbibl. in München, 1362.


S. 431 ff. 389. »Item welche auch ohn erlaubnuß ein körtz- oder gunckelstuben halten bey nächtlicher weyle, soll das büessen mit einem Mittelfrevel.« – Adelberger (Abtei-) Gerichtsordnung und Brauch v. 1502. Reysch., Stat.-R.S. 16.


S. 297. Nr. 297. Ich erinnere an die allgemeine Sitte im Mittelalter, an die jezt noch lebende in Spanien und Neapel: Kinder in Klosterhabit zu kleiden, als Zeichen, daß man sie dem geistlichen Stande weihet, sei es in Folge wunderbarer Rettung derselben, oder auß freiem Entschluß.

Quelle:
Birlinger, Anton: Sitten und Gebräuche. Freiburg im Breisgau 1862, S. 452-466.
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