Auf Trümmern

[150] Auszog ich: den Muskel gestrafft, den Blick

So blitzend, so leuchtend, so helle! ...

Heimkehr' ich – den Traum – den Traum von Glück

Verschlang der Erkenntnis Welle! ...


Auf Trümmern lehn' ich ... Es schert mich kaum –

Aus Trümmern bau' ich aufs neue –

Vorüber der Jugend Morgenrotstraum –

Und Taten zermalmen die Reue! ...

Quelle:
Hermann Conradi: Gesammelte Schriften, Band 1: Lebensbeschreibung, Gedichte und Aphorismen, München und Leipzig 1911, S. 150.
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