Es gehört vil zů eim frommen weib oder mann.

[276] Die weiber seind des beredt / der brauch hat auch also eingewurtzelt / daß man sie fromm heyßt / ein biderweib / sie wöllen auch also gnennt vnd gesehen sein /wann sie allein nit wider ehr thůn / vnd durch den ring schlagen / Got geb wie sie sonst gegen dem mann vnd jrn nächsten seien / vnd sich halten. Vnd haben nit mehr dann ein sünd / vnd dörffen nit mehr dann einer tugent / daß sie fromm seind / vnd gescholten werden. Aber das Sprichwort bricht dise jre regel / vnd spricht: Daß vil zů eim frommen weib gehöre / so wol als zů eim frommen mann. Ein fraw ist nit darumb fromm daß sie einn mann hat / Ich hab deren frommen weiber mein tag wol gesehen vnd kennet / vō den man nicht vnehrlichs hat mögen sagen / sie haben aber jre männer also schnöd gehalten wie ein fůßhader / vnd sich jhrer frommkeyt / schöne / gůts / stammens / namens / etc. übernommen / daß sie den mann kaum werdt geacht / daß er bei jr an der Sonnen wer gesessen / wild / zänckisch / faul / vngehorsam / ein böß maul / gottloß / vnheußlich / weinsüchtig / storrig /vnfreundtlich / verwegen / vnd alles was wider Gott ist / vnd heyßt / ist meynich / auch böß / Ey so macht es auch so wol böß / als hůrei vnnd ehebruch. Man lißt nit / daß Jesabel vnnd vil andere verrůchte böse weiber in der Bibel / hůrn oder Ehebrecherin seien gewesen / noch dennocht seind es eitel hellprändt. Ein Schwalbe bringt keinn Meyen oder Sommer / Also ein werck der tugent / oder ein sünd gelon macht drumb nit fromm. Es gehört vil zů eim frommen mann / Nit daß er allein sein ehe nit breche / sonder sein weib wie sich selbs / liebe / inn nöten heb / lege / für sie leiden vnn sterben wolt / möcht es sein. Item daß er fridlich in aller Gotsforcht mit jr hause / gern arbeit /vnd seinem hauß mit ehrn beger vorzustehn / wie Paulus 1. Timoth. 3. 1. Tit. 1. einn eheman beschreibt / der nit spile / nit sauff / nit liege / triege / stele / Es ist auch nit gnůg / dz er das weib nit schlage / oder einn andern duck vnd brandt mal an jhm habe / damit er sie wirser schlegt / dann mit der fust. Er soll auch nit allein gegē seim weib vnd gemahel / sonder gegen iederman behülfflich / dienstlich / trew / fridlich /wolthätig / ein bider fromm mann sein / dem man kein laster vor der welt mit warheyt mag vffheben / vnd kein lug vnnd trug / als eim schelmen / wider die nasen stossen / sonder der auffrecht mit iederman gehandelt / vnnd nicht gethon / des er sich schämen darff. Der auch ehr bedencke / seim hauß wol vorstehe / vnd züchtige kind / so vil an jm ist / ziehe. Der im leiden gedultig / vnd in allen anstössen / seim hauß tröstlich seie / großmütig in trübsal / ein muster vnn spiegel seins gantzen hauß / Ein brůder vnnd ein fleysch seins weibs vnd nächsten / ein vatter[277] seiner kinder / vnd aller witwen vnd weysen / ein mann / wie Job cap. 3. beschriben. Paulus wil / Tit. 1. daß ein ehlicher bischoff (wie in Christo ein ieder Christ ein warer priester ist vnd sein soll) vnsträfflich / Eins weibs mann / der wolgezogne kinder hab / die nit schlemmer / dem laster der schwelgerei vnd'worffen /noch hartnäckig / sich nit ziehen lassen / Er soll nicht weinsüchtig / gähzornig / bolderisch / oder zänckisch sein / mit dem niemādt mag außkommen / nit schandtlichs gwinns begirig / kein geitzwurm / Sonder milt /barmhertzig / gastfrei / der sich gůter ding fleisse /nüchtern / gerecht / Gotselig / mässig / der gesunden leer handfest / vnd im glauben vor Gott auffrecht /voller liebe / trew / Gotsforcht / hoffnūg / demütig. Sūma / wann du hast einn Christen (der allein ehelich sein / vnd ein Götliche ehe mag haben) so hastu einn ehlichen mann abconterfeyt. Paul. 1. Timo. 3. erzelt auch dise condition eins ehelichen bidermans / daß er der billicheyt gewegen / vō allem geitz / kriegen oder boldern frei sei / nit auffgeblasen / noch ein hochtragender geschwollner esel / der vil von sich selbs helt /vnd meyne stül vnd bänck sollen jm auffstehn / sich vor jm bucken / zufůß fallen / sonder der die schwacheyt seines hauß / die thorheyt seiner weib vnd kinder tragen künde / mit jhn fürgůt habe / ob es gleich nicht alles so eben geschliffen / vnd zu boltzen geträet ist / der möge nachgeben / tragen. Er soll nicht allein kein dieb / mörder / Gottslästerer / ehebrecher sein / noch ein vntrewer Vnger / sonder seins nächsten leib / weib / ehr vnd gůt / nit begeren in seinem sinn /sonder an dem vernügt / das jm Got beschert hat /danckbar / Vnd in summa / was von eim bidermann vnd Christen mag gesagt werden / vnd wie jn die gantz schrifft abmalt / das alles gehört zů eim frommen mann. Dann wer in einem fehlt / ist am gantzen gsatz schuldig. Das gesatz hanget an ein ander wie ein kettin / vnd ist ein vollkommner zirckel / wann ein glid daran zerbricht / so fallen beide eymer inn brunnen / wer einn riß dardurch thůt / der hat den zirckel zertrennet / entgäntzt vnd geschendet / Matth. 5. Jac. 1.

Also gehört auch mehr dann eins zů eim biderweib / Ja weil vor Gott weder mann noch weib / herr noch knecht ist / sonder alles Christus / so gehört eim weib vor Gott eben zů / dz eim mann / wie erst erzelt. Ampts halben hat sie vor der welt / jrer condition nach / ein wenig einn andern bescheyd / fürnemlich /daß sie dem mann gehorche. Gehorsame ist der weiber fürnembste tugent / die Paulus allenthalben anzeucht / Ephe. 5. Coll. 3. 1. Timot. 2. 1. Corin. 11. vnd sie vnder den mann wirfft. Wann sie nun alles an jr hat / das ein fromm weib / vnnd stoltztert allein hochmütig gegen jrem mann / jm in nicht gefölgig /dann so ers hieß inns bad gehn / so wer sie vor Got ein Jesabel / vnd kein fromme fraw / Gott geb wie sie die welt halte[278] vnd heyß. Es seind nit allein leibshůrn /sonder auch weinhůrn / maulhůrn / diebischhůrn / die den leuten zu zeiten jr hab vnd gůt / etwan ehr vnnd gefier (das jhn lieber ist / auch nöter thůt dann hab vnd gůt) mit jrm bösen maul stelen. Es seind faul hůrn / die vnheußlich / jrem mann nicht zuradt halten / vnd nur gern zereten / ghen bed giengen / etc. mit den ein mann verderben / vnd von heußlichen ehrn ann bettelstab geradten můß. Es seind holtzböck /wild vnfläter / betschelmen / den kein gůt wort auß dem mund geht / die tag vnd nacht greinen kifen /zancken / wie ein saw an einem gattern / vor den niemand keinn frid hat. Man findet haußschelmen auff allen vieren / die Salomon vnnd Jesus Syrach an vil orten so übel außgehn / vnd daß ich ein ort anzeyge /Proue. 30. spricht Salomon: Durch drei ding wirt das erdtrich vnrüwig / vnnd das vierdt kans gar nit ertragen: Wann ein knecht gwaltig / oder ein bettler zum herrn wirt / Vnnd so ein narr zuuoll ist (das kan weder er selbs noch die welt leiden / dann zuuoll vnd zuwol scharret) vnd so ein feindselig weib / ein vnflat ehelich wirt. Vnd das vierdt / das die welt gar nit leiden kan / ist / so ein magd jrer frawen erb vnd nachkommen wirt. Salomon klagt sich / er habe vnder seinn eheweibern eine funden / die sei bitterer dann der todt / Eccle. 7. Nach der frawen regel were diß ein fromme fraw gewesen / dann Salomon schilt sie nit / daß sie wider ehr gethon habe / sonder sei ein heffig bitter weib gewesen / bitterer dann der todt selbs.

Darumb soll vnnd můß ein fromme fraw vil an jhr haben / soll sie fromm gescholten sein / Nemlich daß sie nit allein mit dem einn fůß inn bach gehe / sonder ein lind / sittig / keusch gůt hertz habe / die keins andern manns / vor liebe vnd trew gegen jrem mann /begere / Die jrn kopff nimmer auffsetz / sonder gehorsam / endlich / vnd heußlich / dem mann sein blůt vnnd schweyß zuradt halt vnd erspriesse / schamhafftig vnd züchtig / gůter sitten sei / gegen iederman /fürnemlich gegen jhrm gemahel / fridsam / freundtlich / vnnd sittig sei / Die / wie die Sara / sich ehrlich jrm mann allein zugefallē / ziere / vnd nit in eusserm gschmuck / kleydung / goldt / etc. sonder in allerley tugent / sich kleyde / damit sie jhrm mann ein gůt exempel vortrage / vnd so er ein Hyd wer / durch jhrn gůten wandel Christo gewunnen werde / weil er nichts dann gůts / vnschulde / zucht / liebe vnd trew / mit jrm glauben an jr spürt / vnn soll sein nach dem muster abgebildet / wie Salomon Prou. 31. ein fromm heußlich weib abconterfeyt. Item sie soll jren mann förchten / ehrn / vnd vor augen haben / als jr haupt /wie ein kind seinn vatter / Ephe. 5. Sie soll sein wolthätig / vnnd in ehren dienstlich gegen iederman. Summa / soll jr ehe heylig vnd ein Sacrament sein /nemlich / das geheymniß zubedeuten / wie Christus[279] ein ehe hab mit seiner spons vnn gemeyn. Was nun Christus der kirchen ist gibt vnnd thůt / das ist ein Christlicher ehemann seinem weib auch schuldig /Christus hat nichts eygen vor seiner braut / sonder gibt leib vnd leben / was er ist / vnd hat / für sie dar /nur daß er sie bekleyde / reyn / sauber / vnd jm gefällig mache / vnnd liebt sie also / daß er sich zů jr in ein fleysch vom himel herab laßt / Ephe. 5. Widerumb ehret vnd förcht die spons die kirch / jhrn breutgam Christum / daß sie sich jm gar ergibt / sonst niemand weyß / wil / vnd gehorcht / thůt was der breutgam wil / hat auch nichts eygen vor Christo / sonder wie sie sein ist / also jhr gůt / will / mundt / hertz / vnd händ. Das thůt ein fromme fraw jrm mann auch / da ist ein leib / ein gůt / ein seckel / ein speiß / ein ehr / ein lebē vnn todt. Wann das ein gestorben ist / wolte das ander es lege bei jm im grab / vnd ist ie eins fürs ander bereyt zusterben. Sprichstu das sei zuuil vnd zuhoch? Das thůt ie Christus vns zum vorbilde seiner braut. Sol nun vnser ehe deren Sacrament / figur / zeychen /muster / vnn bildniß sein / so můß sie zů der form tretten vnd sich halten. Ich schreib hie nit wie sie vferdrich sind / sond' wie sie in Christo sein solten / vnd was zů eins frommen ehmann vnd schweib gehöre. Es ist nit so ein schlecht ding vor Got als vor der welt /vmm die Ehe / da ein ieder Jud / Heyd / auch ehlich ist / vnd gleich wol Gotloß bleibt. Wer vor Got ehelich ist / der ist selig / Dann vor jm seind nur ehelich /deren ehe dise geheymniß Christi vnd seiner gemeyn im glauben außtrucken. Irem / Ist alles / das nit auß dem glauben geschicht / sünd / so ist auch ehlich sein nit im glauben / sünd / vor Gott kein ehe / vnd dem vnreynen wie alles / also auch der ehlich stand / vnreyn / Vnd wie er zů allen gůten wercken Gottes vntüchtig ist / also zů allen gůten ständen / als zum Christlichen oder ehelichen stand / vnd kan ja vngläubig / ausser dem glauben oder Christo / so wenig vor Gott ehelich sein als ein Christ. Ist sein ehe aber auß Gott vnd im glauben / so ist sie ein groß Sacrament /figur / vnn zeychen der ehe / so Christus mit seiner kirchen hat.

Nun wider / was eim frommen weib zůgehöre / daß sie vor Got fromm / vnd ein biderweib werd gescholten / da gehört mehr zů / dann nit wider ehr thůn (wie mans nennet / vnnd damit gwischt vnd gestrigelt / vor der welt fromm ist) Nemlich da gehört jr / wie obgemeldet / alles das dem mann gesagt vnd fürgeschriben / auch zugleich vor Got zů / daß sie glaub / lieb / vnd hoffe / demütig inn wercken / vnd gedultig im leiden /jr hertz trewlich an Gott heffte / jhn förchte / ehre /anbett / anrüffe / von hertzen liebe / etc. Dann weil sie gleichen lohn vnnd erb / mit dem mann wartet / sol sie in gleiche arbeyt mit jm tretten / vnd jhr lassen gesagt sein / das dem mann.

Sie soll auch dem mann gehorchen / ehren /[280] förchten / vnd vor augen haben / Der mann sol sie aber /wie sein eygen fleysch / lieben vnd halten / Da ist gůt gehorchen / eim der sie liebet / im hertzen tregt / jr bestes sůcht / vnn für sie stürbe / eh er leyd / armůt /not oder vnehr / an jr sehe. Wann nun ein mann ein mann ist / vnd seines ampts pflegt / die fraw von hertzen liebet / welche fraw wolt so steynen oder verkert sein / die sich nicht lieben ließ / vnd einem solchen nit gehorchet / Ja mit jhm nit in ein feur gienge? Man findt aber verkerte weiber vnnd männer / die sich nit lieben lassen / vnd des manns dienst vnd liebe verachten / vnn jren kopff auffsetzen / jr weise allein lassen gefallen / vnd selbs mann / herr / vnd meyster sein /die nit lufft vmb einn mann geben / noch nach jm auß verachtung vmbsehen / sie dörffen dann seiner hülff vnd diensts / so nemen sie den fůßhader vom galgen /wüschen dann die füß an jn / vnd hencken jn wider dran. Man findt auch deren mann / denen kein gůt wort gegen jhren weibern auß dem mund geht. Die sollen wissen / daß sie vor Gott nit ehelich seind /Gott geb wofür es die welt halte / Dann jr ehe ist kein figur / Sacrament / vnd außtruck der ehe Christi vnd seiner gemeyn / welchs allein ehe vor Gott seind /nemlich der Christen ehe in Christo mit jrem gemahel.

Das weib hat ein exempel in Christo / wie er dir hat thon / vnn noch täglich thůt / also thů du deim Gottlosen vngeschlachten mann. Sihe auch eben auff / daß du nit auß eygner liebe dir so wol gefallest / vnd selbs Gottloß in der haut / deinn mann für Gottloß achtest /darūb daß er nit wil gehorchen / thůn vnnd glauben was dir gfellt / oder dich nit allzeit heyßt das du gern thůst / Dann sie seind gar gehorsam / wann man sie heyßt / das sie gern thůnd / vnd wann der mann thůt was sie wil / so seind sie etwa besser dann siben lauten. Wann man sie aber heyßt / das dem mann oder heußlichem nutz zu ehr vnd gefier vor Gott vnnd der welt dienet / vnd wehrt das jn übel ansteht / da sehē sie / es solt ein milch daruon ersauren / Sottern /brummen / wettern / dondern / oder hencken ein kümaul an vnd herab / es würffs jn einer mit eim vngebunden par stifel herab.

Da ist aller gehorsam auß / vnd fahet zancken vnd greinen an. Die also nun gehorsam sind / wann man sie heyßt zum tantz gehn / vnd nur lieben vmb gůts thůn / die thůn ds mit einem schalcksaug / nit lauter vmb Gots willen / dann sie handlen also / lieb vmb liebe / gůts vmb gůtes / auff daß der mann morgen wider kome / thů ich jm heut gůts / morgen ists an jm. Die aber eim bösen mann gůts thůt vnuerdienter sach / thůts lauter vmb Gotts willen / angesehen sein gebott vnnd willen / der wirt jhr auch den lohn gebcn. Also wie ein fromm werb einn gottlosen mann / ehrlich haben / vnn ehelich halten soll / gerad also ein frommer mann ein gottloß seelioß weib / vnn soll bei leib glaubens oder versaumptes[281] ampts halbē vom andern nit lauffen / sonder das fromm vnd vnscbuldig nit vom schuldigen vnnd gottlosen. Daruor soll man gleich wol vmbsehen / daß gleich vnnd gleich / fromm zů fromm / vnd Gottes kinder zu einander heyrathen /Wo es aber auß thorheyt / vnuernunfft / oder auß boßheyt nit geschehen / sonder man nur Heydnisch nach dem fleysch hat zusamen geheyrat / vnd sich eins vnd er jhn / in der Ehe von seinem Gottlosen wesen durch Gotts gnad bekert / soll es nit vom Gotlosen mann oder abgöttischen weib lauffen / sonder sich gehorsamer gegen jm halten / ob sie auch den mann gewünne.

Nun was gehört weiter zů einer frommen Sara vnd Susanna / sie soll freundtlich vnnd leutselig sein /vnnd ein recht frou sein / daß der mann jr frou sei /vnd sie sein hertz erfrew / Prouer. 5. 11. Eccl. 9. Den man lieb haben / ein kron vnd ehr jres manns / weise /vernünfftig / vnnd klůg sein / Proue. 12. ein gůte hauß halterin / die alle ding wol anschicken könne / Nit zornig / vnnd zänckisch / ein granätlin / nit hoch prachtig sich erspitzen / sonder lind / gütig / sänfftmütig / schämig / züchtig / Prouer. 18. 19. 21. 25. 27. Gotsförchtig / hādfest / Pro. 31. Sie soll nit vernascht / schalckhafftig / vnn betrogen sein / abgefiert wie Burghauser würffel / die jren mann in ehrn hab / für jrn König vnd Keyser halt / jn in nichten herrsche. Eccle. 25. In summa sie soll gůt vnnd fromm sein /die ist Gottes gab / Prouer. 19. vnd kompt vom herrn der best haußrath / aller ehren werdt / ein kleynot über alle kleynot / ein kron vnd lang leben jrs manns. Aber ein eiferig schalckhafftig böß dückisch gifftig weib /die einn list hat / so bald sie auff die erd sihet / vnd jhren mann mit offnen augen blendet / ist ein geyssel vnnd scorpion / Eccle. 26. Ein fromm weib soll sein heylig / verschwigen / still / schamhafftig / züchtig /nit daher rauschen wie ein zerbrochen schiff oder ein wetter am himel / Gottes gesatz in jhrem hertzen /Deren schöne ein zier ist im hauß wie die Sonn am himel / darab sich des manns hertz erfrew vnd ergetze / Eccle. 36. Ir zung soll all ding heylen / befriden /vnnd stillen / Die da selig werde durch kinder geberen / so sie bleibt im glauben / in der liebe / in der heyligkeyt mit keuscheyt / 1. Timot. 2.

Item / eins bidermanns weib sol sein bescheyden /nüchtern / trew in allen dingen / kein schelterin / kein ehr abschneiderin / 1. Timoth. 3. Wie Martha dienstlich / Der krancken pflegē / Die ehr vnd gůter werck halben ein gůt zeugniß hab von iederman / die jre kinder wol ziehe / 1. Timoth. 5. etc.

Quelle:
Egenolff, Christian: Sprichwörter / Schöne / Weise Klugredenn. Darinnen Teutscher vnd anderer Spraach-en Höfflichkeit [...] In Etliche Tausent zusamen bracht, Frankfurt/Main 1552. [Nachdruck Berlin 1968], S. 276-282.
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