[42] Gebrich. Degenwerth. Schirmfried. Reinart.
GEBRICH.
Wie stehts droben? ich hoffe ja,
Das man nicht mangel spüre da.[42]
DEGENWERTH.
Mangel ist da noch nicht, Gott lob,
Aber das wir einm Flegel grob
Auffwarten müssen thut vns weh.
SCHIRMFRIED.
Ich heut nicht wider hinauff geh.
GEBRICH.
Weis nicht wie ich das soll verstehn.
DEGENWERTH.
Ey: solts einm nicht zu hertzen gehn?
GEBRICH.
Was hat man euch zu leid gethan?
SCHIRMFRIED.
Ein loser Kerl sitzt oben an
Fürstlicher Taffl, den solln wir ehrn
An stat vnsers gnedigen Herrn.
DEGENWERTH.
Ich zause jhm noch heut sein fell.
SCHIRMFRIED.
Wehr er itzt hie der grob' Esell,
Ich wolt mit jhm also vmbhaltn,
Das seiner solt alls vnglück waltn.
GEBRICH.
Ich glaub jhr wolt vexiren mich.
SCHIRMFRIED.
So ists wie ich bericht warlich.
GEBRICH.
Der löblich Fürst mit reiffem rath,
Diß also selbst verordnet hat.
Wie würd man sonsten den Kerl forth
Setzen zu tisch an höhsten orth?
Es steckt traun dahinter etwas.
DEGENWERTH.
Herr Küchenmeister meint jhr das?
GEBRICH.
Ja trun: man wirds noch sehen heut,
Was es in sich hab vnd bedeut.
REINART.
Ihr Junckern, habt in acht ewr pflicht,
Was euch gebürt mit fleiß verricht,
Das nicht vnser gnediger Herr,
Sich vber euch erzürne sehr.
DEGENWERTH.
Herr Marrschall, wir dienn allzeit gern
Vnserm gnedigen Fürstn vnd Herrn:
Aber dem losen Bösewicht
Sein wir zu dienen nicht verpflicht.
REINART.
Wisset jhr doch, das Fürstlich Gnad,
Vns auffzuwartn befohlen hat:[43]
Darumb, rath ich, seht euch woll für,
Vnd thu ein yeder sein gebür.
Sequuntur Marschallum in Arcem.
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