44. Das Märchen vom Himphamp.

[238] Es war einmal ein Küster, der musste im Dorfe reihum auf den verschiedenen Höfen zu Mittag essen, aber nichts war ihm lieber, als wenn er zu dem Schmied kam; denn dessen Frau hatte für ihn immer etwas Gebratenes in der Pfanne und einen guten Trunk im Kruge. Darum ging der Küster auch öfter in die Schmiede, als der Meister zur Speisung verpflichtet war, um einen leckeren Bissen und wohl gar noch etwas Besseres von der jungen Frau zu erhaschen.

Wenn der Schmied nun auch sonst ein herzensguter Mann war, so nahm er doch das Wesen und Treiben des Küsters gewaltig krumm; und eines Tages erklärte er ihm rund heraus, sein Haus stünde ihm nicht mehr und nicht öfter offen, als die der andern Bauern; kehrte er noch einmal ausser der Reihe bei ihm ein, so würfe er ihn zur Thüre heraus. »Kommst du mir so?« sagte der Küster bei sich, »Das will ich dir gedenken!« und damit lief er spornstreichs auf den Gutshof und redete dem Edelmann ins Gewissen, warum er seine Leute nicht besser ausbeute. Da sei zum Beispiel der Schmied im Dorfe, der könne mehr, wie Brot essen, und es sei ihm ein Leichtes, in einer Nacht alles Korn in des gnädigen Herrn Scheuern auszudreschen und rein zu machen.

Der Küster galt dem Edelmann als ein kluger, erfahrener Mann, und er glaubte deshalb seinen arglistigen Reden. Sofort liess er nach dem Schmied schicken, und derselbe musste vor ihn treten. »Mein lieber Meister,« sagte der Herr, »ich habe vernommen, dass er mehr vermag, als andere Leute. Hier hat er einen Dreschflegel, und wenn er nicht bis morgen früh, wenn die Sonne aufgeht, all mein Korn in der Scheune gedroschen und gereinigt hat, so wird er mit Schimpf und Schande von Haus und Hof gejagt und kann sehen, wo er ein Unterkommen findet.«

Der Schmied verschwur sich hoch und teuer, der gnädige Herr wäre unrecht berichtet; aber all sein Reden, sein Jammern und Klagen half ihm nichts, er wurde in die Scheune geführt, bekam einen Dreschflegel in die Hand, und dann wurde hinter ihm das Thor verschlossen. Da stand er nun und verwünschte sein Schicksal, während in seinem Hause der Küster bei der jungen Frau Schmiedin sass und gebratene Hühner schmauste und starkes Bier dazu trank und über seine List vor Lachen schier bersten wollte.

Als es Nacht geworden war, kam plötzlich ein kleines graues Männchen auf den Schmied zu und sagte: »Was stehst du hier und gehst nicht an deine Arbeit? Steig auf's Fach und wirf die Garben herab, dann werde ich dir helfen!« Der Schmied that, wie ihm befohlen[239] war; und jede Garbe, die er herabwarf, schlug das Graumännchen einmal an den Ständer, da lagen auch schon Körner und Streu gesichtet auf der Tenne. Und das ging so schnell, dass der Schmied nicht rasch genug die Garben herabwerfen konnte. Da half ihm das Männchen auch beim Garbenwerfen, und das so entsetzlich geschwind, dass lange vor dem Morgenblinken alles Getreide gedroschen und gereinigt war, wie der Edelmann es befohlen hatte. Zu guter Letzt schaffte das Männlein noch einen gewaltig grossen Sack herbei, schüttete alles Getreide hinein und stellte ihn vor dem Schlosse auf, damit er dem Herrn am frühen Morgen, wenn er aus dem Bette stieg, sogleich in die Augen fallen möchte.

Mit Sonnenaufgang fand sich auch schon der Küster auf dem Schlosse ein, um zugegen zu sein, wenn der Schmied von Haus und Hof vertrieben würde. Als er den grossen Sack mit dem ausgedroschenen Korn sah, mochte er zuerst seinen Augen nicht trauen; dann wurde er grün und gelb vor Ärger, fasste sich jedoch bald, wünschte dem Meister einen schönen guten Morgen und eilte auf des Edelmanns Zimmer. »Jetzt mögen der gnädige Herr selber schauen,« sagte der arglistige Mann, »ob das grobe Bauernvolk im Dorfe genug leistet! Der Schmied hat gethan, wie ihm befohlen war, und kein Körnchen fehlt in dem grossen Sacke an dem ausgedroschenen Getreide. Wie wär's, wenn der gnädige Herr ihm eine schwerere Aufgabe gäben und ihn die künftige Nacht den grossen Steinhaufen vor der Thür wegschaffen und an seine Statt einen Teich mit den schönsten Goldfischen setzen liessen?«

Da wurde dem Edelmann der Mund wässerig; denn der Steinhaufen war ihm längst ein Ärger gewesen, und einen Goldfischteich hätte er gar zu gerne vor seinem Hause gehabt. Er ging darum hinaus, lobte den Schmied, dass er seine Sache gut gemacht habe, und befahl ihm für die nächste Nacht, an die Stelle des Steinhaufens einen Goldfischteich zu setzen. Wolle er es nicht thun, so würde er mit Schimpf und Schande davon gejagt. Der Küster lachte sich ins Fäustchen; denn diese Arbeit konnte der Meister nimmermehr zu Ende bringen. Vergnügt ging er in die Schmiede und liess es sich bei der jungen Frau trefflich schmecken; ihr Mann dagegen stand trübselig, mit seinem Posseekel (grosser Schmiedehammer) in der Hand, bei dem Steinhaufen und hämmerte auf die Steine los. Aber so viel er sich auch abmühte, er konnte kein Bröckelchen davon abschlagen.

Als es dunkel ward, kam das Graumännchen wieder und sprach: »Nun, Schmied, das wird wohl mit ihm nichts werden! Stell er sich nur beiseite, sonst könnten ihm die Steine an den Kopf fliegen!« Der Schmied hatte kaum dem Befehle Folge geleistet, so schlug das Männchen mit dem Hammer mitten in die Steine; und wie wenn der Wind in einen Haufen Spreu fährt, so flogen die Steine auseinander, dass der Schmied froh war, mit heiler Haut davon gekommen zu sein. An der Stelle des Steinhügels hatte sich aber durch des[240] Graumännchens gewaltiges Schlagen ein tiefes Erdloch gebildet. Da dauerte es gar nicht lange, so zogen sich Wolken über der Grube zusammen und senkten sich hinab, an den Rändern wuchs Ellern- und Birkengebüsch empor, und schöne Blumen entsprossen ringsum dem Erdboden; und ehe der Schmied es sich versah, war der Teich hergestellt, und was das grösste Wunder war, er wimmelte von den schönsten, glitzernden, blinkenden Goldfischchen. »Zeig das morgen dem gnädigen Herrn,« sagte das Graumännchen, »und frag ihn, ob er jetzt zufrieden gestellt sei!« Darnach verschwand es.

Und der Schlossherr war auch wirklich zufrieden gestellt und sprach dem Meister sein unverhohlenes Lob aus. Um so grimmiger schaute der Küster darein, da alle seine falschen Anschläge zu nichte geworden waren. Er wusste aber bald wieder eine freundliche Miene aufzustecken, und mit dem ehrlichsten Gesicht von der Welt sprach er zum Edelmann: »Es ist richtig, der Schmied hat gethan, was er thun konnte; aber eine Arbeit sollten der gnädige Herr doch noch verlangen. Lasst Euch von dem kunstreichen Mann einen Himphamp schmieden, ohne Stahl und Eisen, ohne Feuer und Amboss, und zwar in einer Nacht. Das ist das grösste Kunstwerk, das der Schmied zu verrichten weiss. Weigert er sich, den Himphamp zu schmieden, so ist seine Bosheit daran schuld, und er gönnt dem gnädigen Herrn den Anblick des Kunstwerkes nicht.«

Die Reden des Küsters machten den Edelmann neugierig, und er sprach zum Schmied: »Du hast mir viele Freude mit deiner Kunst bereitet. Nun verlang ich noch, eins zu wissen, wie du ohne Stahl und Eisen, ohne Feuer und Amboss einen Himphamp schmiedest!« – »Ach, gnädigster Herr,« rief der Schmied, »alles will ich thun, aber einen Himphamp ohne Stahl und Eisen, ohne Feuer und Amboss, bringe ich mein Lebtag nicht fertig!« – »Schweig,« sagte der Herr, »wer all mein Getreide in einer Nacht ausdreschen und an die Stelle eines Steinhaufens einen herrlichen Goldfischteich setzen kann, der schmiedet mir auch einen Himphamp ohne Stahl und Eisen, ohne Feuer und Amboss. Geh und mach dich an die Arbeit, morgen früh will ich dein Werk beschauen!«

Da stand nun der arme Mann und wusste nicht aus noch ein. Um Mitternacht gesellte sich das Graumännchen zu ihm und sprach: »Dummkopf, der Himphamp ist die leichteste Arbeit. Geh nach Haus und nimm die grosse Ochsenpeitsche, dann leg dich, ohne dass deine Frau etwas von der Sache merkt, unter das Bett und sperr gut Ohren und Augen auf. Sobald du etwas siehst, was dir nicht gefällt, ruf nur getrost:


Himp, hamp,

Kleb an!


dann wirst du bald einen Himphamp zusammen haben ohne Stahl und Eisen, ohne Feuer und Amboss. Vergiss auch nicht, deiner Peitsche zu brauchen.«

Der Schmied versprach dem Graumännchen, in allem seiner[241] Weisung getreu nachzukommen, und schlich auf den Zehen in sein Haus, langte die grosse Ochsenpeitsche vom Nagel herab und kroch unter die Bettstelle. Kaum war ein Viertelstündchen verstrichen, so deckte seine Frau den Tisch und stellte einen fetten Schweinsbraten, Weissbrot und gutes, starkes Bier darauf. Und noch ein kleines Weilchen, da trat der Küster herein und setzte sich an der Seite der Meisterin nieder und liess es sich trefflich schmecken. Dann schlang er den einen Arm um die junge Frau, trank ihr zu und erzählte unter Lachen, welche Arbeit er heute ihrem Manne angedreht habe. Als er mit der Geschichte zu Ende war, gab er ihr einen Kuss. Das wollte dem Meister unter der Bettstelle gar nicht gefallen, und er rief:


»Himp, hamp,

Kleb an!«


Und siehe, obgleich die beiden am liebsten zum Fenster hinausgesprungen wären, als sie die Stimme des Schmieds hörten, sie konnten nicht anders, sie mussten sich fest halten, als ob sie zusammen gewachsen wären.

Jetzt kroch der Meister Schmied aus seinem Verstecke hervor und – hast du nicht gesehen – ging's mit der Ochsenpeitsche über das gottlose Paar her. Sie jammerten und schrien und baten um Verzeihung, aber es half ihnen nichts; am andern Morgen, als die Sonne aufging, trieb er sie zum Hause hinaus dem Schlosse zu. Unterwegs begegneten ihnen die Ochsen des Gutes, die wurden wild und wollten sie stossen.


»Himp, hamp,

Kleb an!«


sagte der Schmied ärgerlich, und die Ochsen klebten an Küster und Frau und mussten die Reise mitmachen. – Zu guter Letzt trafen sie noch zwei Knechte mit einem Fuder Heu, die sperrten ihnen den Weg.


»Himp, hamp,

Kleb an!«


hiess es wieder, und auch sie mussten mit auf das Schloss.

Als sie vor dem Herren standen, sagte der Schmied: »Schaut, Herr, da habe ich Euch einen Himphamp geschmiedet ohne Stahl und Eisen, ohne Feuer und Amboss; daran mögt Ihr Eure Freude haben.« Und damit schlug er so gewaltig auf das gottlose Paar ein, dass der Küster und die Frau tot zu Boden sanken. Der Edelmann merkte nun wohl, weshalb der Küster ihm stets so sehr die Künste des Schmiedes gepriesen hatte; ihn überkam aber ein Grauen vor dem Zauberwerke. Als der Meister den Himphamp wieder gelöst hatte, sprach er darum: »Packe dich von meinem Gute, denn mit einem Hexenmeister will ich keine Gemeinschaft haben!« Und so musste der Schmied mit Schimpf und Schande Haus und Hof verlassen und in die weite Welt gehen.

Nun war er ganz verzagt; denn was sollte er unter den wildfremden Leuten beginnen. In seiner Not trat das kleine Männchen wieder zu ihm und sprach: »Meister Schmied, ihm ist noch zu helfen,[242] wenn er meinen Rat befolgt und thut, was ich ihm sage!« – »Und was soll ich denn thun?« fragte der Schmied. – »Wandere sieben Jahre von Dorf zu Dorf und von Stadt zu Stadt! Du darfst dich aber dabei weder waschen noch kämmen, noch deinen Bart, die Haare oder die Nägel beschneiden; auch darfst du dich nicht schnauben, nicht ausspeien und die Kleider nicht wechseln. Wenn die sieben Jahre um sind, wird dir das Glück von selbst entgegen kommen; und während der Zeit sollst du an Speise und Trank nie Mangel leiden.«

Der Schmied bedankte sich für den guten Rat und that alles, wie ihm das Graumännchen geheissen hatte. Und er war mit dem Rat nicht betrogen; wenn auch seine Finger bald wurden wie Vogelklauen und Schmutz und Kot seine Haut umgab und die Kleider in Fetzen vom Leibe hingen und Haar und Bart, wirr und zerzaust, bis über den Gürtel reichten, dass er aussah wie ein wildes Tier und nicht wie ein Mensch, so hatte er doch immer Speise und Trank vollauf und durfte niemals Not leiden.

Nach sieben Jahren führte ihn sein Weg durch eine Stadt; in derselben wohnte ein Mann, der hiess Garkoch. Der musste in seiner Jugend wohl sehr auf das Geld versessen gewesen sein, denn er hatte das giftigste, garstigste Weib auf der ganzen Welt nur um ihres Reichtums willen zur Frau genommen, und die Kinder auf der Gasse hatten darauf ein Liedlein gemacht und sangen:


»Volbrechts Ilse,

Niemand will sie;

Garkoch

Nahm sie doch.«


Und mit diesem Gelde hatte er noch nicht genug. Er ging in den Wald hinaus an einen Eichbaum, wo der Vogel Specht sein Nest hat, und schlug einen harten Keil in das Loch, dass die Alten nicht zu ihren Jungen konnten. Dann breitete er ein rotseidenes Tuch am Fusse des Baumes im Moose aus und wartete der Dinge, die da kommen sollten. Es dauerte nicht lange, so kamen die beiden Alten herbeigeflogen und sahen das Unglück; schnell kehrten sie um und holten die Springwurzel im Schnabel herbei, vor deren Zauberkraft die Berge sich öffnen und die eisernen Schlösser aufspringen. Damit berührten sie den Keil, und im Nu sprang er heraus und fiel weit ab im Grase nieder.

Jetzt erhob Garkoch hinter dem Baume ein Mordgeschrei, dass der alte Specht vor Schreck der köstlichen Wurzel vergass, den Schnabel aufsperrte und sie auf das rote Tuch fallen liess. Darauf hatte der Schalk nur gewartet, vergnügt steckte er die Wurzel zu sich und ging damit in ein altes Schloss, wo er einen grossen Schatz vergraben wusste. Mit Hilfe der Springwurzel gelang es ihm bald, desselben habhaft zu werden, und, schwer mit Gold beladen, kehrte er zu seiner Ilse zurück und war reicher als der König, der über das Land herrschte.

Aber das dicke Ende kommt nach. Zwar gebar die garstige Ilse dem Garkoch drei Töchter, schön, wie die Sonne, doch wollte niemand[243] in der Stadt mit ihm Umgang pflegen; und selbst als die alte Ilse starb, konnte er für seine drei schönen Töchter keinen Freiersmann finden. Da liess er bekannt machen, wer sich mit seinen Töchtern vermählen wolle, der möge nur kommen, er würde der jungen Frau das Heiratsgut sogleich mitgeben.

In das Haus dieses Garkoch führte den Schmied sein Weg, und da er von dem Entschluss des Alten hörte, trat er kecken Mutes vor ihn hin und hielt um die älteste Tochter an. Die wollte aber nichts von dem garstigen Kerle wissen und schob die zweite Schwester vor. Der gefiel erst recht nicht, was die erste verworfen hatte, und so blieb nur die jüngste und letzte Tochter noch übrig. Als dieselbe sah, wie gern ihr Vater einen Schwiegersohn gehabt hätte, überwand sie ihren Abscheu vor dem schmutzigen Manne und verlobte sich mit ihm.

Am anderen Tage sollte die Hochzeit gefeiert werden. Doch ehe sie zur Kirche fuhren, trat das Graumännchen vor den Schmied und sprach zu ihm: »Meister, heute sind die sieben Jahre um, komm, ich will dich waschen und säubern!« Da war der Schmied über die Massen froh und spie aus und räusperte sich, und ihr könnt euch denken, dass er nicht schlecht geprustet hat. Dann schnitt ihm das Graumännchen Haare, Bart und Nägel und wusch ihm die Haut weiss, wie Schnee, und zog ihm prächtige Kleider an, und da sah der Schmied jung und schön aus trotz einem Königssohn.

Als er so zu seiner Braut trat, wollte dieselbe erst gar nicht glauben, dass der hübsche, feine Herr und ihr garstiger, schmutziger Bräutigam dieselben seien; aber sie dachte nicht lange darüber nach, sondern fiel ihm um den Hals und küsste ihn und konnte gar nicht erwarten, bis der Pastor sie in der Kirche getraut hatte. Die beiden Schwestern aber wurden blass vor Neid und Ärger, dass sie ihr Glück mit Füssen getreten, gingen in den Garten und hängten sich an einen Apfelbaum.

So bekam die jüngste Tochter alle Güter des alten Garkoch mit in die Ehe, und sie lebte in Glück und in Frieden mit dem Schmied viele Jahre lang, und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie heute noch.

Quelle:
Ulrich Jahn: Volksmärchen aus Pommern und Rügen l, Norden/Leipzig 1891, S. 238-244.
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