Nr. 59. Notenschnecke

[1009] Korrektur – Wina


Am Morgen kam wieder ein Manuskript, aber ein fremdes abgedrucktes; der Setzer der Paßvogelschen Buchhandlung – für Walt war ein Setzer viel – händigte den ersten Korrekturbogen ein, damit der Universalerbe der Kabelschen Verlassenschaft daran seinen Testamentsartikel erfülle. Das Werk, dessen Titel[1009] war: »Das gelehrte Haßlau, alphabetisch geordnet von Schieß«, – nun in aller Händen – war sehr gut in deutscher Sprache mit lateinischen Lettern geschrieben, nur aber ganz schlecht oder unleserlich, und enthielt jeden Haßlauer, der mehr als eine Seite, nämlich zwei, d.h. ein Blatt, für Straße und Welt gemacht, samt einem kurzen Nachtrag von den Lands-Gelehrten, die schon als Kinder verstorben. Wenn man zählt, welche Menge von Autoren Fikenscher aus seinem gelehrten Bayreuth bloß dadurch hinaussperrt, daß er keinen aufnimmt, der nicht mehr als einen Bogen geschrieben – sogar zwei reichen nach der Vorrede nicht hin, wenns bloß Gedichte sind –, und welche noch größere Meusel aus seinem gelehrten Deutschland verstößt, dadurch daß er nicht einmal Leute einläßt, die nur ein Büchlein geschrieben, nicht aber zwei: so sollte wohl jeder wünschen, in Haßlau geboren zu sein, bloß um in das gedruckte gelehrte zu kommen, da Schieß nicht mehr dazu begehrt zum Einlaßzettel als etwas nicht Größeres, als der Zettel ist, nur ein gedrucktes Blatt; denn sich mit noch wenigerem in einen solchen Charons-Kahn, der stets zur Unsterblichkeit des Edens entweder oder des Tartarus abführt, einschiffen wollen, hieße ja Schriftsteller einladen, die ganz und gar nichts geschrieben.

Der Notar fing sofort das Korrektieren an – in die Korrekturzeichen hatt' er sich längst eingeschossen –; aber er fand statt der Hügel Klippen zu übersteigen. Schieß schrieb eine gelehrte Hand und eine ungelehrte zugleich; der Korrekturbogen war aus Titeln, Namen, Jahrszahlen und solchen Sachen gewebt, die nirgends zusammenhängen als in Gott. Es ist daher die gemeine Meinung, daß Paßvogel bloß zum Drucke des Notars den Druck des Werkes eingegangen. Vult wollte zwar bessern helfen, aber Walt fand fremde Hülfe gott- und treulos und korrigierte allein.

Eh' ers hintrug in die Buchhandlung, fragte ihn Vult, ob man nicht einen witzigen Einfall haben und er, Vult, nicht ihren Roman mit einem Briefe an Paßvogel tragen könnte, worin er sich als den Verfasser ausgäbe und sagte, der Endes-Unterschriebene stehe dem Leser eben vor der Nase. Es geschah. Beide trafen zufällig einander im Buchladen. Kaum sah Paßvogel aus Vults[1010] Tasche eine Manuskript-Rolle stechen: so machte er sich nichts aus ihm – weils ein Autor war –, sondern setzte Walt, den Korrektor und Erben, höher und überlas freundlich den Bogen: »Der Hr. Autor«, sagte er, »wird schon nachsehen.«

Darauf überreichte ihm Vult furchtsam den Brief samt Roman und sah begierig in seine lesende Physiognomie, wie sie sich bei der Stelle umsetzen würde, wo der Briefschreiber dasteht als Briefträger. Aber dem feinen, im Gesetze der geselligen Stetigkeit lebenden Manne tat der Riß und Zuck weh auf der eleganten Haut, und er sagte – nach dem Überlaufen des Titels – verdrüßlicher als gewöhnlich, er bedaure, daß er schon überladen sei, und schlage kleinere Buchhändler vor. »Wir Autoren«, versetzte Vult, »gehen anfangs wie Hirsche, denen das zarte Gehörn erst entsprießet, mit gesenktem Haupte; aber später, wenn es groß und hart zu sechzehn Enden ausgeschossen, schlägt man damit an die Bäume heftig, und ich fürchte, Hr Paßvogel, ich werde im Alter grob.« – »Wieso?« sagte dieser.

Vult tat darauf, als kenn' er Walten von weitem, und sagte: wenn er als Kabelscher Erbe erst den ersten Bogen übergeben, so schein' es fast, als wollten ihm die Erben das zwölfbogige Korrektoramt zu zwölf Wochen ausdehnen. Dann entsprang er nach seiner boshaften Sitte plötzlich, um dem Feinde die Replik zu entwenden.

Beide verliehen daheim vor allen Dingen dem Romane Flügel, weil die Hoffnung immer so lange zum Totliegenden gehörte als das Buch. Man schickte ihn an Hrn. Merkel in Berlin, den Brief- und Schriftsteller, damit er das Buch einem Gelehrten, Hrn. Nicolai, empfähle und aufheftete.

Mitten in den Genuß der abfahrenden Post fiel wieder ein Staubregen: der hinkende Notar, der bekannte Geschäftsträger der Erben, kam mit dem ersten Korrekturbogen und Schießens Re-Korrekturen.

Walt hatte einundzwanzig Druckfehler stehen lassen. Schieß wies aus dem Manuskripte nach, daß er ein c statt einem e – dann ein e statt eines c – ein ό statt eines s – ein ό statt eines f – ein Komma statt eines Semikolons – eine 6 statt einer 9 – ein h statt[1011] eines b – ein n statt eines u und umgekehrt, da eben beide umgekehrt waren, habe stehen lassen usw. Walt sah nach und sann nach und sprach seufzend: »Wohl ists nicht anders!«

Arme Korrektoren! wer hat noch eurer Mutter-Beschwerungen und Kindsnöten in irgendeinem Buche ernsthaft genug gedacht, das ihr zu korrigieren bekommen! So wenig, daß Millionen in allen Weltteilen aus der Welt gehen, ohne je erfahren zu haben, was ein Korrektor aussteht, ich meine nicht etwa dann, wann er teils hungert, teils friert, teils nichts hat als sitzende Lebensart, sondern dann, wann er ein Buch gern lesen möchte, das er zwar vor sich sieht (noch dazu zweimal, geschrieben und gedruckt), aber korrigieren soll; denn verfolgt er wie ein Rezensent die Buchstaben, so entrinnt ihm der Sinn, und er sitzt immer trister da; ebensogut könnte einer sich mit einer Wolke, durch deren Dunststäubchen er eine Alpe besteigt, den Durst löschen.

Will er aber Sinn genießen und sich mit nachheben: so rutscht er blind und glatt über die Buchstaben hinweg und lässet alles stehen; reißet ihn gar ein Buch so hin wie die zweite Auflage des Hesperus, so sieht er gar keinen gedruckten Unsinn mehr, sondern nimmt ihn für geschriebnen und sagt: »Man verstehe nur aber erst den göttlichen Autor recht!« – Ja wird nicht selber der Korrektor dieser Klage bloß aus Anteil an dem Anteil, den ich zeige, so manches übersehen?

Endlich brachte das schlechtsprechende und schön singende Kammermädchen des General Zablocki nicht nur Raphaelen ein Briefchen der Tochter, sondern auch um eine Treppe höher Walten die Frage des Vaters, ob er nicht diesen ganzen Tag bei ihm schreiben könnte. »O Gott, gewiß!« sagte er und begleitete das Mädchen drei Treppen herab.

Vult lächelte ihn seltsam an und sagte: er kopiere ja mémoires érotiques mit und ohne Feder und jage Mädchen; er Hund hingegen müsse, wie die Schmetterlings-Puppe eines Naturforschers, sich in einer Schachtel von Stube zum Falter entfalten, wenn jener im Freien gaukle. »Allein«, setzt' er dazu, »ein Greifgeier, ein Basilisk wie ich hat so gut seinen Liebes-Pips als ein Phönix wie du.« – Walt wurde sehr rot, er sah sein und Winas Herz gleichsam gegen[1012] das helle freie Tageslicht gehalten. »Nu, nu, versteige dich nur um drei Treppen hinauf oder hinab; indes ich daheim hinter meiner arkadischen Dorfwand ein Madrigal auf den Schmelz der Auen und der Zähne setze und Blumen und Lippen röte. Das Mädchen gefiele mir selber, sie sollte eher ein Palast- als ein Kammermädchen sein.« Sehr zornrot erwiderte Walt, der endlich eigne und fremde Verwechslung erriet: »Du tust gar nicht recht, da du weißt, wie mir dieses Mädchen bei der besten Singstimme einmal durch unziemliche Reden aufgefallen.«

Damit ging er so rasch und wild fort, daß Vult sich gestand, er würde, wenn er nicht schon früher dessen Liebe für eine vornehmere Raphaela kennte, sie jetzt aus dem Grimm erraten, den bloße Heiligkeit unmöglich einbliese. Als der Notar in den großen Zablockischen Palast, wovor und worin viele leere Wagen standen, und unter die kalte Dienerschaft kam: so wirkten Vults Scherze, die seine Liebe entweder wie Schießpulver unter das Dach oder wie Öl in den Keller lagerten, verdrüßlich nach, und er erstaunte nun erst, daß er Wina liebe und ihren Morgenblick aufbewahre. Sein Glück blühte als eine nackte Blumenkrone auf einem entblätterten Stiel. Spät kam er nach seinem Erinnern an frühestes Vorfordern in das alte Schreibstübchen; und später der General.

»Innigst« – so spann Walt, nahe an ihn tretend, die Unterredung an, um sie dem andern nach den Gesetzen der Lebensart zu erleichtern – »wünsch' ich Ihnen Glück zum Glück der Wiederkunft, wie damals im Rosenhof zur Abreise, wenn Sie sich dieser Kleinigkeit noch entsinnen. Mög' Ihnen Leipzig ein fortgesetzter Spaziergang gewesen sein!« – »Sehr verbunden! (sagte Zablocki) Sie verpflichten mich, wenn Sie heute die bewußten Briefe zu Ende kopieren und mir Ihren Tag weihen.« – »Welchen nicht? War Ihr dreifaches Glück – verzeihen Sie die kecke Frage – nicht, wie ich hoffe, der Jahrszeit ungleich?« fragt' er.

»Für die späte Jahrszeit war das Wetter gut genug«, versetzte Zablocki.

Da der Notar nichts Schwierigeres kannte, als zu fragen – d.h. im Ozean zu angeln –, nichts Leichteres aber, als zu antworten,[1013] weil die Frage die Antwort umkränze: so hielt er es für Pflicht jedes Unter-Sprechers, auf den Ober-Sprecher nur die leichtere Last zu laden, und fragte sogleich. Wie bequem wohnen dagegen Männer, welche gerade das Widerspiel als Welt sitte kennen und ehren, unter ihrer Gehirnschale, und wie vergnügt, wenn sie vor Kronen und Kronerben treten! Aller Anreden gewärtig und gewiß, machen sie außer der Verbeugung nichts und keine eigne, sondern warten ab. Sogar nach der ersten Antwort passen die Weltmänner gelassen von neuem, weil kein anderer als der gekrönte Kopf fortzuweben hat.

Der Notar machte darauf seine Abschriften von den verliebten Zuschriften, aber seine Seele wohnte mit ihren Fühlfaden nirgends als in der Schnecke des Ohrs, um jedem Laute der verborgenen Lebensseele nachzustellen. Er schrieb keine Seite, ohne sich umzudrehen und das heilige Zimmer zu beschauen, das er einen ganzen Tag, aber als den letzten, bewohnen durfte, – für ihn, wenn kein Sonnen-, doch ein Mondtempel, dem nichts fehlte als die Luna dazu. Sogar der blaue Streusand voll Goldsand – das blauweiße Dintenfaß und Papier – das blaue Siegellack – und die Blumendüfte, welche aus dem Nebenzimmer einwehten, schmückten sein stilles Äther-Fest der Hoffnung. In der Liebe ist das Erntefest der Freude nicht um eine halbe Sekunde vom Säetage und Säefest der Freude verschieden.

Als er sich nun abschreibend abmalte, wie ihm das Herz schlagen würde, das schon heftig schlug, wenn die Liebes-Gestalt aus seinem Kopf und langen Traume wie eine Göttin lebendig ins Leben spränge, nämlich vor ihn hin: so kam nichts als das verhaßte Kammermädchen mit einem Stick-Gerüste, aber bald ihr nach die blühende Wina, die Rose und das Rosenfest zugleich. Es ist schwer zu sagen, womit er sie anmurmelte, da er sie damit nicht anredete. Sie verbeugte sich so tief vor ihm, als wäre er der goldne und figurierte Knopf am Oberstabe des Generals, und sagte das höchste Bewillkommungs-Wort und setzte sich an den Stickrahmen. Konnte sie nicht hundert Deckmäntel ihrer Absicht, im Schreibzimmer zu sein, als ein Mädchen finden und umlegen? Hätte sie nicht z.B. ihr blaues Kleid aus dem Wandschrank holen[1014] können – oder das weiße – oder den Schleier – oder einmal eintunken wollen – oder an der elektrischen Lampe ein Licht zum Siegeln anzünden – oder hier den Vater ganz vergeblich suchen? – So aber trat sie herein und setzte sich vor den Stickrahmen, um für eine Stiftsdame einen Ordensstern aufgehen zu lassen, der für den abschreibenden Sternseher, wie oft für Trägerinnen, nichts werden konnte als ein Irr- und Nebelstern.

Der Schreiber schwamm nun in der Wonne einer himmlischen Gegenwart, wie in unsichtbarem Duft einer hauchenden Rose, Winas Dasein war eine sanfte Musik um ihn. Er sah zuletzt sehnsüchtig kühn ihre gesenkten großen Augenlider und den ernst geschloßnen Mund im Spiegel zu seiner Linken an, versichert der eignen Unsichtbarkeit und erfreuet, daß gerade zu fällig, wenn er eben in den Spiegel sah, immer ein warmes Erröten das ganze niederblickende Antlitz überfloß. Einmal sah er im Spiegel den Brautschatz ihres Blicks ausgelegt, sie zog leise wieder den Schleier darüber. Einmal, da ihr offnes Auge darin wieder dem seinigen begegnete, lächelte sie wie ein Kind; er drehte sich rechts nach dem Urbild und ertappte noch das Lächeln. »Ging es Ihnen seit Rosenhof wohl, Hr. Harnisch?« sagte sie leise. »Wie einem Seligen«, versetzte er, »wie jetzt.« Er wollte wohl etwas viel anderes, Feineres sagen; aber die Gegenwart unterschob sich der Vergangenheit und testierte in deren Namen. Doch gab er die Frage zurück. »Ich lebte«, sagte Wina, »mit meiner Mutter, dies ist genug; Leipzig und seine Lustbarkeiten kennen Sie selber.« – Diese kennt freilich ein darbender Musen- und Schulzensohn wenig, der an den Rosen des kaufmännischen Rosentals nicht höher aufklettert als bis zu den Dornen, weil er jene nicht einmal so oft teilt als ein Maurer-Meister einen fürstlichen Saal, zu welchem dieser stets so lange Zutritt hat, als er ihn mauert. Indes denken sich die höheren Stände nicht leichter hinab, zu Honoratioren besonders – denn von Schäfer-, d.h. Bauerhütten haben sie im französisch eingebundenen Geßner eine gute Modell-Kammer – als sich die tiefern hinauf. »Göttlich ist da der Frühling«, antwortete er, »und der Herbst. Jener voll Nachtigallen, dieser voll weichen Duft; nur gehen der Gegend Berge ab, welche nach meinem[1015] Gefühl durchaus eine Landschaft beschließen müssen, doch nicht unterbrechen; denn auf einem Berge selber ist nicht die Landschaft, sondern wieder ein fernster Berg schön und groß. Die Leipziger Gegend enget also ein, weil die Grenze, oder vielmehr die Grenzlosigkeit, nichts der Phantasie übriglässet, was, soviel ich gehört, nicht einmal das Meer tut, das sich am Horizont in den Äther-Himmel auflöset.« – »Sonderbar«, versetzte Wina, »bestimmt hier die Gewohnheit des äußern Auges die Kraft des innern. Ich hatte eine niedersächsische Freundin, welche zum ersten Male von unsern Bergen ebenso beschränkt wurde als wir von ihren Ebenen.« Der Notarius war über ihre philosophische Sprachkürze – da überhaupt der Mann an der Frau geradesosehr seinen Kopf bewundert als seine Brust verdammt – so betroffen, daß er nicht wußte, was er sagen sollte, sondern etwas anderes sagte. »Besuchten Sie zuweilen die Badeörter um Leipzig?« fragte sie spät. Da er darunter nicht Lauchstädt, sondern die Studenten-Badeörter in der Pleiße verstand und eine solche Frage von weiblichen Lippen zum vornehmen Zynismus rechnete: so umging er sie nach Vermögen in der Antwort: »Der Leipziger Magistrat habe zu seiner Zeit wegen mehrerer Unglücksfälle erst die bessern Badörter bestimmen lassen.« – Wina mißverstand wieder sein Mißverstehen. Und so kann in Deutschland und fast auf der Erde jeder, der sich verspricht, auf einen zählen, der sich verhört; so wenige Ohren, ob sie gleich doppelt am Kopfe stehen, gibt es für die hiesigen Zungen, und man findet noch schwerer ein offnes als ein kurzes.

Plötzlich sprang der General wie mit einem verschimmelten bleichen Gesicht herein aus dem Puderstübchen – mit einem Bilde in der Hand und trocknete sich aus den Augenlidern den Puder wie Zähren ab. »Sage mir, wer ist ähnlicher, die Mutter oder die Tochter? – In der Tat recht brav retuschiert!« Das Gemälde stellte Wina vor, wie sie zu einem ihr ähnlichen Töchterchen, das nach einem Schmetterling fing, ihr Gesicht herab an die kleine Wange beugt, sehr mütterlich-gleichgültig, ob sie vom Kinde über dem Schmetterling übersehen werde oder nicht. Im Kunst-Feuer fragte der General auch den Notar: »Ist denn die Mutter nicht so[1016] ausnehmend getroffen, meine Wina nämlich, daß man die Ähnlichkeit sogar im Kinde wieder findet? – Sprechen Sie als Dritter!« – Walt, verlegen mit seiner Errötung über den bloßen Gedanken, das Kind sei Winas, versetzte: »Die Ähnlichkeit ist wohl Gleichheit?« – »Und zwar auf beiden Seiten!« erwiderte Zablocki, ohne sehr den Notar zu fassen, der nach den gewöhnlichen Voraussetzungen des Standes schon alles voraussetzen sollte, und zwar folgendes: Der General wollte seiner losgetrennten Gattin ein Denkmal seiner Zärte zuwenden, einen Spiegel, der nur sie abbildete, nämlich ein festes Bild; hatt' aber leider aus Kälte sie sonst nie sitzen lassen, außer zuletzt juristisch – Zum Glücke war nun Wina ihr so ähnlich – die wenigen Jahrzehente ausgenommen, wodurch sich Töchter hauptsächlich von Müttern zu unterscheiden suchen –, daß die jetzige Wina als die vorige Mutter zu gebrauchen war, der man nichts als die vorige Wina in die Hand zu geben hatte, die, als Kind gemalt, eine Aurikel in der Linken hält und darauf einen weißen Schmetterling mit der Rechten setzt. Diese zweimal, als Bild und als Urbild, angewandte Wina wollte der General seiner Frau als einen ölgemalten Ichs-Himmel auf Leinwand auftun, um sie in Erstaunen zu setzen, daß sie über vierzig Meilen gesessen – einem Maler.

Als der Vater fort war, machte Walt – noch tiefer in Erstaunen und Unglauben gesetzt – die Bemerkung, sie sehe dem schönen Kinde ähnlich, um nur herausgezogen zu werden. »O bliebe man sich nur auch in wichtigern Punkten ähnlich!« sagte Wina. »Auch war ich noch bei meiner Mutter; ich glaube, Sie oder ihr Bruder lag damals am Tage des Malens an den Blattern blind; denn sie ging mit mir in Ihr Haus. Schöne Zeit! ich wollte gern die eine Ähnlichkeit auf mich nehmen, könnte ich damit meiner Mutter die andere zurückführen.«

Nun fuhr der Notar über die Nähe des erhelleten Abgrunds, in den er hätte treten können, rot zurück und fürchtete ordentlich, die Betise fahre ihm noch wider Willen aus dem Halse. »Auch ich ginge gern in jene Blindheit zurück; die Nacht ist die Mutter der Götter und Göttinnen!« sagte er und wollte erträglich auf die Aurikelbraut anspielen. Wina verstand nichts[1017] davon als den Ton und Blick; und so war es genug und gutgemacht.

Man rief sie zum Essen. Da er glaubte, er werde wie im Rosenhöfer-Wirtshaus wieder an die Generals-Tafel gezogen: so stand er auf, um ihr den Arm zu bieten, sie stickte aber fort; und er stand nahe am Rahmen und sah herab auf das lockige Haupt, worin seine Welt und seine Zukunft wohnte, die sich in lauter Schönheiten verbarg – das Fruchtgewinde des Geistes war vom Blumengewinde der Gestalt schön verhüllt und schön verdoppelt. Sie stand auf. Jetzt näherte er sich mit dem rechten Arme, um sie fortzuführen. »Ich werde – sagte Wina sanft – nach dem Essen wiederkommen und Ihrem Herzen eine Bitte bringen«; und sah ihn mit den großen guten Augen unverlegen an und gab, wie zur Antwort auf seinen fragenden Arm, ihm ein wenig die ablenkende Hand in seine, um sie zu drücken. Mehr braucht' er nicht, der Liebe ist eine Hand mehr als ein Arm, wie ein Blick mehr als ein Auge. Er blieb reich zurück am einsamen Eßtische, den ein verdrüßlicher Bedienter an den Schreibtisch gesetzt hatte. Seine Hand war ihm wie geheiligt durch das Wesen, das bisher nur von seiner Seele berührt wurde. Wer kann es sagen, warum der Druck einer geliebten Hand mehr innige Zauberwärme in die Seele sendet als selber ein Kuß, wenn nicht etwa die Einfachheit, Unschuld, Festigkeit des Zeichens es tut?

Er speiste an einer Göttertafel – die Welt war der Göttersaal –, denn er sann Winas nächster Bitte nach. Eine tun, heißt in der Liebe mehr geben, als eine erhören. Aber warum macht die Liebe denn diese Ausnahme? Warum gibt es denn keine verklärte Welt, wo alle Menschenbitten so viel gelten und geben, und wo der Geber früher dankt als der Empfänger?

Mit wunderbaren Gefühlen irrte er um Winas Bitte herum, da er doch fühlte, Wina sei ein durchsichtiger Juwel ohne Wölkchen und Federn. Denn dies ist eben die Liebe, zu glauben, man durchschaue das Geliebte noch schärfer als sich, so daß man den blauen Himmel dadurch erblickt, durch welchen man wieder die Sterne sieht – indes der Haß überall Nacht sieht und braucht und bringt. Als er die wenigen Strahlen küßte, die am Sterne des Stifts und[1018] der Liebe aufgegangen waren oder gestickt: tat sein Himmel alle Wolken wieder auf, nämlich die Flügeltüren, und Wina erschien und schien. Er wollte sagen: »ich bitte um die Bitte«; aber er hielt es für unzart, das eine Bitte zu nennen, was Wina eine genannt. So hatt' er den höchsten Mut für sie, aber nicht vor ihr; und von den langen Gebeten an dieses Heiligenbild, welche er zu Hause sich aussann und vornahm, brachte er nichts zum Bilde selber auf seinen Knien als: amen oder ja, ja. »Sie sind zuweilen bei den hiesigen Tees?« fing Wina an und setzte, wie es ihr Stand tut, immer ihren Stand voraus. »Neulich bei mir, bei dem vortrefflichen Flötenspieler, den Sie gewiß bewundern.« – »Ich hör' dies heute von meinem Mädchen«, sagte sie, meinend die Nachricht des Beisammenwohnens; Walt aber nahm an, sie habe von seinem magern Weintee manches gehört.

»Ich meine vorzüglich, sind Sie öfters bei den geistreichen Töchtern des Hrn. Hofagenten? Eigentlich red' ich bloß von meiner Freundin Raphaela.« Er führte – doch ohne die Wechsel- Not- den Abend an, wo sie für den mütterlichen Geburtstag gesessen. »Wie schön!« sagte Wina. »So ist sie eben. Einst, als sie bei mir in Leipzig in eine lange Krankheit fiel, durfte ihrer Mutter nichts geschrieben werden, bis sie entweder genesen oder verschieden sei. Um dieser Liebe wegen lieb' ich sie so. Ein Mädchen, das seine Mutter und seine Schwestern nicht liebte, – ich weiß nicht, warum oder wie es sonst noch recht lieben könnte, nicht einmal seinen Vater.« – Walt wollt' es gern äußerst fein auf sie selber zurückwenden und machte daher die allgemeine Bemerkung, daß Töchter, die ihre Mutter lieben, die besten und weiblichsten sind.

»Ich tauge nicht zu Wendungen, wie Sie hören, Hr. Sekretär. Empfangen Sie meine offne Bitte gutmütig auf einmal.« Es war diese: Da Raphaelens Geburtsstunde in die Nachmitternacht oder Morgenstunde des Neujahrs einfalle: so wolle sie durch den Beistand Engelbertens sie durch leises Ansingen zur Feier des erneuerten Lebens wecken; wünsche aber zur dürftigen Stimme eine Begleitung, nämlich die Flöte, und an wen könne sie sich schicklicher wenden als an Hrn. von Harnisch? – Walt schwur freudig, dieser blase freudig dazu.[1019]

Sie bat auch um das Setzen des Gesangs; Walt schwur wieder. »Aber sogar um die Verse dazu muß ich Ihren werten Freund angehen«, setzte sie unbeschreiblich-lieblich lächelnd hinzu, »da ich ihn aus unserer Zeitung als einen weichen Dichter des Herzens kenne.«

Ganz froh erstaunt fragte Walt, was Vult darin gemacht. Sie sagt' ihm – mit der den Literatoren noch gewöhnlichern Verwechslung gleicher Namen – folgenden Polymeter von ihm selber her:


Das Maiblümchen


Weißes Glöckchen mit dem gelben Klöppel, warum senkst du dich? Ist es Scham, weil du, bleich wie Schnee, früher die Erde durchbrichst als die großen stolzen Farbenflammen der Tulpen und der Rosen? – Oder senkst du dein weißes Herz vor dem gewaltigen Himmel, der die neue Erde auf der alten erschafft, oder vor dem stürmenden Mai? Oder willt du gern deinen Tautropfen wie ein Freuden-Träne vergießen für die junge schöne Erde? – Zartes, weißes Knospenblümlein, hebe dein Herz! Ich will es füllen mit Blicken der Liebe, mit Tränen der Wonne. O Schönste, du erste Liebe des Frühlings, hebe dein Herz!


Walten waren unter dem Zuhören vor Freude und Liebe und vor Dichtkunst die Augen Übergegangen – und Wina hatte mit geweint, ohne es zu merken –; darauf sagt' er: »Ich habe wohl den Vers gemacht.«

»Sie Lieber?« fragte Wina und nahm seine Hand, »und alle Polymeter?« – »Alle«, lispelte er. Da blühte sie wie das Morgenrot, das die Sonne verspricht, und er wie die Rose, die schon von ihr erbrochen ist. Aber einander verborgen hinter den froher nachquellenden Tränen, glichen sie zwei Tönen, die unsichtbar zu einem Wohllaut zittern; sie waren zwei gesenkte Maienblümchen, einander durch fremdes Frühlingswehen mehr nachbewegt als angenähert.

Jetzt hörte sie den Vaterstritt. »Und sie machen den Text für den Geburtstag« sagte sie. – »O! (versetzte er) – Ja, ja!« und durfte nicht fortreden, weil Zablocki eintrat und mit dem Väter- und[1020] Gatten-Schnauben ihr den arbeitsamen Verzug vorrückte, da sie, wie er sagte, wisse, daß die Neupeters – dahin fuhr er mit ihr – Bürgerliche wären, und eh' er solche im kleinsten mankiere, komm' er lieber bei seinesgleichen um Stunden zu spät. Sie floh dahin; er rief sie aber zurück, um selber mit einem Schlüsselchen, so groß wie ein Staubfaden, ein goldnes Schloß an einer Kette auf ihrem schönen Halse aufzuschließen und sie abzunehmen. Unter dem Aufsperren sah sie gutmütig dem Vater ins Auge; dann warf sie scheidend dem Notar einen Flugblick voll Weltall zu.

Kauen und Schlucken unter einem Adagio Pianissimo einer Tafelmusik hätte Walten nicht so widerstanden als die Annahme von Kopiergebühren, die ihm der General jetzt aufnötigen wollte. Das Weigern hielt dieser anfangs scherzend aus, bis er durch den Argwohn, Walt handle aus Ehrgefühl, sein eigenes so beleidigt fand, daß er so heftig schwur, ihn, wenn er nicht gehorche, nie mehr zu einem Notariats-Instrument ins Haus zu lassen, daß Walt sich entschloß, sich seine Himmelspforte nicht selber zuzuriegeln.

Nun war er allein und zum letzten Male als Kopist im Zimmer; und hatte, was der Mensch zum feinsten Glücke braucht, nämlich einen Widerspruch der Wünsche: er wünschte nicht nur wegzukommen, um über Winas Kopf zu Hause mit Sternen- Träumen auf und ab zu schweben, sondern auch dazubleiben, da er das Krönungszimmer seines Lebens zum letzten Male bewohnte. Die Sonne fiel immer feuriger hinein und vergoldete es zu einer Zauberlaube im elysischen Haine. Als er es verließ, war ihm, als falle ein blühender Zweig herab, worauf bisher die Nachtigall seiner Seele gesungen. Wie lag zu Hause, wo ihm nichts fehlte als Vult – aber dieser kaum –, das Leben und der Traum im Leben wie vergoldetes Gewölk um ihn her! Tausend Paradieses-Zweige schlugen über ihm unsichtbar zusammen und durchzogen ihn heimlich mit einem berauschenden Blütendufte, in dessen Eden er nicht hineinsehen konnte. Wenn bisher die Wolke zu stehen schien und der Mond zu fliehen: so sah er jetzt die Flucht der Wolken unter dem festen schönen Gestirn.

»Wenn sie nur recht innig liebt«, dacht' er, »gesetzt auch, sie[1021] meinte mich nicht allein; die Hauptsache ist ihre Wonne Sie sollte dazu ordentlich mehrere Mütter haben, mehrere Väter und unzählige Freundinnen!« Er freuete sich mehr als dreißigmal über die Freude, womit Wina die Neujahrs-Nacht und jetzt unter seinen Füßen die Freundin anschauen werde. Daß sie ihn liebe und achte, wußt' er nun recht; aber nicht wie stark; – den höchsten Grad ihrer Liebe gegen ihn sich jetzt zu denken, hieß ihm, sich abzuzeichnen, wie ihm sein würde, wenn man ihn auf Millionen Weltstufen auf die Gipfel-Sonne geleitete, um ihn, den Notar, zum Gott zu krönen.

Er hatte schon viel von dem Geburtstags-Gedicht ohne sein Wissen ausgearbeitet – bloß durch das Denken an Winas Bitte –, als endlich Vult erschien. In der Angst, dieser schlage aus Kälte gegen Raphaela und den Adel das Musikfest ab, wollt' er ihn etwas künstlich, wie in einem englischen Garten, auf feinen Schlangenlinien und mit Mäandern vor den Vorschlag wie vor ein Denkmal führen. »Leider schrieb ich heute das letztemal beim General«, sagt' er mit der seligsten Miene von der Welt. »Du willst sagen: ›Gottlob‹«, sagte Vult. Walt stolperte schon vornen in den Mäander hinein und ertrank fast. »Ich hoffte bisher«, versetzte Vult, »du solltest mich Stimmen-Narren allmählich beim Vater einführen, damit die Tochter sänge, wenn ich bliese.« »Beides«, schlug Walt heraus, »kannst du ohne ihn und mich jetzt haben, dies hab' ich dir sogar vorzuschlagen.«

Der Flötenspieler fragte heftig. Walt bestand aber darauf, daß er, bevor er deutlich werde, ihm einen einzigen Zug von Raphaelen geben dürfte; es war der schöne vom Verschweigen des Krankseins.

Es gab keinen Charakterzug von der Welt, den der Flötenspieler je mit einem so abstrebenden Gesichte sich vorzeichnen lassen, als diesen; doch zog er den satirischen zuckenden Stachel in die Scheide zurück, um nur den Vorschlag zu bekommen.

Walt quälte ihn so lange um sein Urteil hierüber, daß er losbrach: »Ich schwöre dir ja, ich schätze die Handlung; der Teufel und seine Großmutter könnten nicht zärter verfahren; es ist eine Redensart, ich meine wir beide. Nun sprich!« –[1022]

Walt schlugs vor.

»Du bist ein guter Mensch«, sagte Vult mit einer schwer zu bergenden Erfreuung, »ich nehm' es willig an. Ich scherze überhaupt oft bloß. Als Mietsmann zeig' ich der Tochter vom Hause so gerne einige Aufmerksamkeiten – und ich soll es. Doch die Wahrheit zu sagen – ein böser Ausdruck, gleichsam als habe man vorher keine gesagt –, so stimmt mich hier Wina mit ihrer reinen rollenden Perlen-Stimme noch mehr. Gott! wie kann nicht eine Singpartie gesetzt werden (besonders von mir), wenn man das edle portamento der Sopran-Person, deren diminuendo und crescendo und ihre herrliche Vereinigung von Kopf– und Brust-Stimme – du verstehst mich unmöglich, Bruder, ich spreche als Künstler – dermaßen kennt wie ich! Mensch, glaubst du, daß ich damals, als ich sie in Elterlein hörte, schwur, sie soll mit meinem Willen nie mehr a secco singen? – a secco, Walt, heißt nämlich allein; ein Punsch-Royalist wie ich kommt freilich auch leicht aufs Trockne, aber anders.«

Walten schien es ein wenig, als komme Vult eben nicht vom festen Lande her. Beider Abend wurde aber im Feuer der Liebe vergoldet. Jeder glaubte, er sehe über den Paradieses-Strom hinüber recht gut die Quelle der Freude des andern von weitem rauchen und nebeln. Walt zwang ihn scherzhaft, es auf einen Bogen zu schreiben, daß er morgen noch der heutigen Meinung sein und blasen und setzen wolle. Vult schrieb: »Ich will, wie Siegwart, den Mond zu meinem Bettwärmer machen – oder ein Lauffeuer im Laufe aufhalten – ja ich will die erste beste Glacière von Prüde heiraten und mir es also gefallen lassen, daß eine Jungfrau die Früchte der Glutzeit zu Eiszieraten ausquetscht, z.B. zu Rosen- und Aprikoseneis, zu Stachelbeereis, zu Zitroneneis: wenn ich nicht die beste Flötenmusik sogleich mozartisch setze und blase zur Zauberflöte, in der Minute, wo diese mein Bruder gedichtet und aufgeschrieben hat; und ich entsage jeder Exzeption, besonders der, daß ich heute nicht gewußt hätte, was ich morgen wollte.« –

»Ein wahrer Schelm ist doch mein Walt«, dacht' er im Bette, »würde ihn ein andrer wohl im Hauptpunkte so durchschauen wie ich? – Kaum!«[1023]

Quelle:
Jean Paul: Werke. Band 2, München 1959–1963, S. 1009-1024.
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