Anhang.

Zu den Füssen. Von dem Tantzen und Podagra.

[234] Trefflich wohl / wirst du sagen / schicken sich diese zusammen / als wie ein Faust auf ein Aug. Ja / sage ich / gantz wohl; dann contraria juxta se posita magis elucescunt: wann man zwey widrige Ding zusammen haltet / da erkennet man sie desto besser. Es ist aber das Tantzen / wann es in gebührender Maaß geschieht / eine dem Leib nutzlich- und dem Gemüth annehmliche Bewegung / bevorab wann des Tantzenden gute Leibs-Positur, Hurtig- und Geschicklichkeit darzu kommt. Die Weiß oder Art zu tantzen ist vilfältig und ungleich: es gibt ehrbare und ernsthaffte Täntz / es gibt lustige und künstlich- oder harmonische / es gibt auch schädlich- und leichtfertige / herrische und bäurische Täntz.67

Das fröliche Tantzen betreffend / welches bey zuläßlicher Ergötzlichkeit denen jungen und sorglosen Gemütheren gemein / ist eintweder der Kunst oder der Natur und Lands-üblicher Gewohnheit gemäß. Das erste bestehet gemeiniglich im Tantzen einiger Französischen Täntzen / die man Gavotten / Bourreen / Menuetten etc. Darbey der künstlich-Tantzende nicht nur die Hurtigkeit der Gliedmassen / und die Geschicklichkeit der Leibs-Stellung in Capriolen / Frisirungen / Schritten und Wendungen muß sehen lassen / sondern auch die Cadance bey der Music accurat zu halten wissen. Das andere bestehet in der Geschicklichkeit / so die Natur und Ubung einem gesunden wohlgemachten Cörper sich hurtig zu drehen /zu springen / und bald mit geschliffnen / bald mit aufhupffenden Schritten fortzurucken gegeben hat: worzu auch kommt die Hülffleistung und Gesellschafft des Mittantzenden nach unterschiedlicher Lands- und Stands-Art; dann anderst pflegt man zu tantzen in Franckreich / anderst in Engelland / Teutschland etc. Es varirt immer eine Nation von der anderen / was die Positur oder Stellungen / Verdrehungen und Figuren anbelangt etc.

Ob nun das Tantzen zuläßig und unsträfflich / oder aber schädlich und straffmäßig seye / darvon wird offt und vil discurirt und disputirt.68 Gemeiniglich fallet der Schluß dahin aus: ein ehrlicher Tantz / wann er mäßig und inner den Schrancken der Ehrbarkeit geschehe / seye nichts Unrechts.


Tantzen in Ehren / kan niemand wehren.


Aber ob und wann es in Ehren / mäßig und ehrbar geschehe / das ist ein andere Frag / welche nicht so leicht und lediglich zu entscheiden ist. Meines Erachtens gehört vil darzu / daß bey dem Tantzen kein Gefahr seye / und nichts Unrechts darmit einlauffe. Die Umständ muß man wohl betrachten.


Quis? quid? ubi? quibus auxiliis? cur? quomodo? quando?


Ich will sagen 5. teutsche w.w.w.w.w. soll man fleißig in Obacht nemmen (alsdann mag man wohl tantzen) nemlichen wer? wie? wo? wann? und warum man tantze?

Es ist zwar ein uralte Gewohnheit um das Tantzen /schon in dem alten Testament war es der Brauch.69 Der gottseelige König David selber hat vor der Arch GOttes / als sie aus dem Hauß Obededoms in seine Stadt übertragen wurde / offentlich daher getantzt und gesprungen: und dieses Tantzen hat GOtt gar wohl gefallen.70 Es haben auch die Israeliter in Abwesenheit des Moysis um das guldene Kalb herum getantzet / aber dieses Tantzen hat GOTT gar übel gefallen.71 Es sagt zwar der weise Salomon selber: Est tempus plangendi, & tempus saltandi,72 es gibt eine Zeit zu trauren / und eine Zeit zu tantzen. Ich höre / daß annoch heutiges Tags in Spanien an vilen Orthen der Brauch seye / daß bey fürnehmen Proceßionen auf der Gassen / ja auch an hohen Festen[234] in der Kirchen gewisse Täntzer bestellt seyen / welche da vil seltzame Sprüng machen. Ob nun dieses Tantzen GOtt allerdings gefällig seye / das weiß ich nicht. Ländlich sittlich: aber das weiß ich wohl / daß unzahlbare Excess, Ubel und Aergernussen durch das übermäßige / frech-und ausgelassene Tantzen geschehen.73 Es ist deßwegen leicht zu errathen / daß es (ich verstehe das unehrbar- und leichtfertige Tantzen) keinen anderen Urheber als den Teufel habe. Magister Historiæ scholasticæ schreibet / daß vor Zeiten in Egypten der böse Feind zum öffteren in Gestalt eines Stiers aus einem Fluß herfür kommen seye / und so bald die Egyptier denselben erblicket / da haben sie ihre musicalische Instrumenten ergriffen / und lustig aufgespihlt. Da aber habe dieser höllische Stier sich in die Höhe erhoben / und allerley seltzame Sprüng gemacht / welchem die Egyptier nachgefolget / und ebenfalls gesprungen und getantzet haben: mithin seye das Tantzen aufkommen.

Von diesem höllischen Tantzmeister hat gelernet die Tochter Herodiadis, eine recht üppige und freche Tantzerin / welche mit ihrem Hupffen und Springen dem König Herodes zwar gefallen / den H. Joannem Baptistam aber um das Leben und den Kopff gebracht hat.74

Gar wohl und recht hat der Heil. Ephrem geschrieben: Wo die üppige Saiten-Spihl und freche Täntz seynd / da ist die Finsternuß der Männer / der Untergang der Weiber / die Traurigkeit der Englen / und das Fest der Teufflen.75

Fast eben also redet Petrarcha: Choræa jam multorum dedecorum causa fuit etc. das Tantzen ist schon viler Schand und Spott ein Ursach gewesen: zum öffteren hat ein ehrliche Matron bey dem Tantzen ihr schon lang errettete Ehr verlohren / offt hat ein unglückseeliges Mägdlein bey dem Tantz erlernet /was sie nicht hätte wissen sollen. Also ist es der schönen Dina, einer Tochter des Patriarchen Jacobs ergangen; dann als sie aus Vorwitz die Sichemitische Weiber hat heimgesucht / eben als sie einen Tantz gehalten / da ist sie auch mitgehupfft und gesprungen: der Fürst desselbigen Volcks aber hat sich bey dem Tantzen in sie verliebt / und um ihre Ehr und Jungfrauschafft gebracht / worauß ein grosse Niederlag und der Untergang desselben gantzen Volcks erfolget ist.76

Bey denen alten Römeren seynd zu unterschiedlichen Zeiten die Tantzer und Tantzerinen / als dem gemeinen Weesen nachtheilig / ab- und ausgeschafft worden.

Die Tantz-Böden seynd gefährliche Schiff-Brucken / auf welchen so manche Seelen zu Grund gehen. Deßwegen warnet der weise Ecclesiasticus alle Mannsbilder: cum saltatrice ne sis assiduus etc.77 sie sollen nicht Gemeinschafft machen mit einer Tantzerin / damit sie nicht durch ihr schmeichlendes Liebkosen und anreitzende Gebärden verführt / und zum Untergang gebracht werden. Der gedultige Job aber schreibt hiervon also: tenent tympanum & cytharam, & gaudent ad sonitum organi, ducunt in bonis dies suos, & in puncto ad inferna descendunt:78 sie nemmen Trummel und Harpffen / sie machen sich frölich bey der Orgel-Pfeiffen / sie bringen ihre Täg in Wohlleben zu / und im Augenblick fahren sie ins Grab / in die Höll hinab. O wohl ein erschröcklicher Sprung!

Einen solchen erbärmlichen Sprung hat gethan jene gottlose Tantzerin / von welcher Tympius folgende erschröckliche Geschicht schreibet: In dem Hertzogthum Mecklenburg wohnte ein gottloß- und ehebrecherische Tantzerin: sie hatte im Brauch die Täntz anzustellen / vorzutantzen / und offt grausam darbey zu fluchen.79 GOtt / ihre Besserung erwartend / sahe lange Zeit zu / es wolte aber keine erfolgen / sondern vilmehr nahme sie in Lasteren zu. Einstens St. Joannis-Fest tantzte sie nach ihrer Gewohnheit vor / sie zeigte der Jugend gar ärgerliche Gebärden / und verhielte sich nicht anderst / als wann sie der höllische Feind[235] gedingt hätte die Jugend zu verführen. Es erschiene aber gählingen auf dem Tantz-Platz ein abscheulicher Teufel vor allem Volck / welcher diese gottlose Tantzerin angriffe / und sie mit Leib und Seel in die Lufft führte. Wie er sie aber empfangen und tractirt habe / das gabe ihr erbärmliches Heulen und Wehklagen genugsam an Tag; dann der böse Feind truge sie öffters rings um das Dorff / und gienge so grausam mit ihr um / daß etliche von den Anwesenden vor Schröcken halb todt zu Boden gefallen.

Endlich hat der grimmige Höllen-Hund die unseelige Tantzerin im Angesicht alles Volcks in 4. Theil zerrissen / und sie an 4. Ecken des Dorffs zum entsetzlichen Spectacul aufgehenckt. Matthæus Tympius verbo. Voluptas.

Auch unweit der Stadt Freyburg begab es sich vor Zeiten / daß die junge Bursch einstens unter dem freyen Himmel einen Tantz hielte: Es ware alles freudig und wohl auf / und die Spielleuth liessen sich tapffer hören / also / daß die Bauren-Music durch das gantze Thal erschallete.80 Da aber wurde den Tantzenden angezeigt / daß der Pfarrherr mit dem Hochwürdigen Gut einen Krancken zu besuchen herbey nahe / und daß man schon das Glöcklein hore. Glöcklein hin /Glöcklein her / sagte ein verwegne Tantzerin / mein Vatter hat vil Vieh / welches dergleichen Glöcklein traget: worüber ein grosses Gelächter entstunde unter der muthwilligen Bursch / welche ohne Scheu den Tantz hat fortgesetzt. Aber die Göttliche Rach verweilte sich da nicht: es ware zwar der Lufft gantz haiter und rein / aber augenblicklich wurde er mit schwartz- und dicken Wolcken angefüllt / die sich mitten von einander zertrennten / und das gantze fruchtbare Thal mit einem so häuffigen Platz-Regen überschwemmeten / daß vil Menschen und Vieh / absonderlich die Tantzende / jämmerlich zu Grund gangen seynd / und nur etliche wenige auf denen Bäumen gefunden worden. Spond. in annal. Eccles. 1348.

Ja wohl / möchte mir ein Liebhaber des Tantzens sagen: Behüt mich GOtt vor so gottlosem Tantzen! ich suche nichts / als einen ehrlichen Gespaß bey dem Tantzen. Ich lasse es gelten / es ist aber da der nächste Weg von dem ehrlichen zu einem ärgerlichen Gespaß. Ein manchesmahl gehet man zum Tantzen / und gedencket an nichts Böses: man gehet aber nicht mehr darvon / biß man Böses nicht nur gedencket / sondern auch gesehen und gethan hat.

Hingegen soll ein jede Christliche Seel aus allen Kräfften nach einem unendlich glückseelig- und erfreulicheren Tantz verlangen / von welchem die Catholische Kirch in denen Tag-Zeiten einer H. Jungfrauen singet:


Quocunque pergis, virgines

Sequuntur, atque laudibus

Post te canentes cursitant,

Hymnosque dulces personant.81


Wo immer geht das Göttlich Lamm

Jungfrauen ihm nachspringen:

Sie loben / preisen seinen Nam /

Im Reyhen lieblich singen.


Nun wollen wir den Tantz-Boden verlassen / und ein wenig zu dem Krancken-Beth oder dem Lähn-Sessel eines Podagrämischen uns begeben.82 Aber behutsam und gemächlich; dann er schreyet schon von weitem: noli me tangere, rühre mich nicht an: inmassen das Podagra ein so verdrießlicher als schmertzhaffter Affect ist. Es ist ihme alles zuwider / warm und kalt / saur und süß / hell und dunckel: es thut ihm niemand recht / er greint mit jedermann / und mag sich selber nicht. Doch ist das Podagra in so weit discret, daß es einen nicht gleich bey dem Kopff nimmt /sondern es meldet sich zuerst gemeiniglich nur bey denen Füssen an (obwohlen es nach und nach aufsteiget) dann es bestehet in einer bösen / saltzig- oder scharpffen Feuchtigkeit / die aus denen fleischigen Theilen fliessend sich in die Gelenck der Füssen setzet / da Geschwulst und Schmertzen verursachet.

Aber was Mittels darfür?83 von Linderungs-Mittel wissen die Herren [236] Medici vil zu sagen: aber Hülffs-Mittel wissen sie fein sauber keines.


Tollere nodosam nescit medicina podagram.


Das schmertzhaffte Podagran

Niemand recht curiren kan.


Der gelehrte Petrarcha schreibet zwar hiervon: si quid adversus Podagram auxilii est, totum à paupertate poscendum etc.84 wann es immer ein Mittel wider das Podagran gibt / so ist es die Armuth / sie komme aus Noth und Zwang / oder aus freyem Willen her / das ist / die Mäßig- und Gesparsamkeit im Essen und Trincken. Aber / non omnes capiunt verbum hoc, dise Artzney will nicht allen schmecken: deßwegen gemeiniglich die fürnehme Herren / so einen Uberfluß an Speiß und Tranck haben / am Podagra leiden / nicht aber die arme Bauren und mühesame Handwercksleuth. Disem stimmet Cœlius bey / indem er meldet / daß einige Reiche / nachdem sie um Haab und Gut kommen / auch von dem Podagra kommen seyen; weil sie nemlich nicht vil mehr zu essen und zu trincken gehabt haben / und etwas arbeiten müssen.85 Der heydnische Seneca schreibt von ihm selber / daß er kein anders Mittel für das Podagra gebraucht habe /als einige Salben / die Schmertzen zu linderen.

Ein kräfftig- und köstliche Salb / dise und andere Schmertzen zu linderen / ist / welche der Heil. Greg. M. vorschreibt / und aus folgenden 3. Stucken gemacht wird / nemlich aus der Erinnerung seiner Sünden / der Peinen der Höllen oder des Fegfeurs / und des bitteren Leydens Christi / absonderlich der so schmertzhafft- und grausamen Annaglung der Händ und Füssen an das Creutz.86

Was wollen wir dann dem Patienten für einen Trost geben mit blossen Worten? Ich sorge wohl / er werde zu uns eben dergleichen sagen / was der Job in seinen Schmertzen zu denen / die ihne besucht haben / gesagt hat: nemlich / er habe dergleichen schon offt gehört /wir seyen ihme molest- und überlästige Tröster / wir haben gut sagen / und empfinden seine Schmertzen nicht etc.87 Ja es ist nicht ohne: doch muß ich ihme erstlich jenes Sprüchlein des Poeten zu Gemüth führen:


Solatium miseris socios habuisse dolorum.


Ein Trost das Klagen zu vermeiden

Ist / weil auch andre also leiden.


Die schmertzhaffte Bruderschafft der Podagränischen ist sehr groß und adelich: es werden da nicht leicht Bauren und Handwercksleuth eingeschrieben /sondern gemeiniglich lauter Edelleuth / Fürsten und Graffen / Bischöff und Prälaten / das ist ja eine Ehr?88 Ja auch vil hochgelehrte / und vil heiligmäßige Männer haben nicht nur starck / sondern auch starckmüthig an dem Podagran gelitten.

Nicephorus, mit dem Zunamen Botoniates, ein grosser Fürst / litte starck am Podagran / und hat dannoch von dem Studieren in freyen Künsten nicht abgelassen. Ennius, ein berühmter alter Poet / ungeacht seiner grossen Schmertzen an dem Podagran behafftet / wie er von sich selber bezeuget / und dannoch unterliesse er nichts / lage der Poeterey mit grossem Eyfer ob.

Auch Matthæus Aquilanus, ob wohl er an Händ und Füssen litte / schaffte er dannoch zu Neapel grossen Nutzen in der Philosophi und Theologi.

Der H. Gregorius M. hatte auch grosse Schmertzen wegen diesem Podagra / und dannoch unterliesse er nichts von seinem geistlichen Hirten-Amt / von seinen groß- und vilfältigen Geschäfften. Er schreibet auch /daß der Anconitanische Bischoff Marcellinus in seinem Podagran Miracul gewürcket habe.

Philemon der Sophist / da er an dergleichen Kranckheit lag / pflegte zu sagen: wann ich essen solle / da hab ich keine Händ / und wann ich gehen solle / da hab ich keine Füß / aber zum Leyden da hab ich Händ und Füß genug.89 Aber ein Catholischer Christ solle in seinen Schmertzen sagen: wann ich schon keine gesunde Händ und Füß hab zum Gehen oder Arbeiten / so hab ich doch Kräfften genug /durch die[237] Gedult den Himmel zu gewinnen / und dem Teufel zu widerstehen; dann dises geschiehet vilmehr mit denen Kräfften des Gemüths / als der äusserlichen Glieder. Tullius Cicero lobet Possidoneum, welcher /wann dergleichen Schmertzen am stärckisten anhielten / zu sagen pflegte: du richtest nichts aus O Schmertzen! du wirst mich nicht dahin bringen / daß ich dich für ein Ubel erkenne: wie vil mehr soll die Christliche Gedult und Standhafftigkeit bey uns vermögen?


Die grosse Ubelthäter werden in die Kercker gesperret / mit eisenen Ketten an Händ und Füß gefeßlet / theils daß sie abgestrafft werden / theils daß sie die vorige Laster nicht mehr begehen können. Nun handlet GOTT gantz glimpffig und gnädig mit uns / wann er einen mit dem Podagran oder anderen Schmertzen an Händ und Füssen bindet / und an das Beth hefftet /die begangene Missethaten abzubüssen / fernere zu verhinderen / und noch darob durch die Gedult grosse Schätz der Verdiensten zu sammlen.

Quelle:
Kobolt, Willibald: Die Groß- und Kleine Welt, Natürlich-Sittlich- und Politischer Weiß zum Lust und Nutzen vorgestellt [...]. Augsburg 1738, S. 234-238.
Lizenz:
Kategorien:

Buchempfehlung

Lessing, Gotthold Ephraim

Miß Sara Sampson. Ein Trauerspiel in fünf Aufzügen

Miß Sara Sampson. Ein Trauerspiel in fünf Aufzügen

Die tugendhafte Sara Sampson macht die Bekanntschaft des Lebemannes Mellefont, der sie entführt und sie heiraten will. Sara gerät in schwere Gewissenskonflikte und schließlich wird sie Opfer der intriganten Marwood, der Ex-Geliebten Mellefonts. Das erste deutsche bürgerliche Trauerspiel ist bereits bei seiner Uraufführung 1755 in Frankfurt an der Oder ein großer Publikumserfolg.

78 Seiten, 4.80 Euro

Im Buch blättern
Ansehen bei Amazon

Buchempfehlung

Geschichten aus dem Biedermeier II. Sieben Erzählungen

Geschichten aus dem Biedermeier II. Sieben Erzählungen

Biedermeier - das klingt in heutigen Ohren nach langweiligem Spießertum, nach geschmacklosen rosa Teetässchen in Wohnzimmern, die aussehen wie Puppenstuben und in denen es irgendwie nach »Omma« riecht. Zu Recht. Aber nicht nur. Biedermeier ist auch die Zeit einer zarten Literatur der Flucht ins Idyll, des Rückzuges ins private Glück und der Tugenden. Die Menschen im Europa nach Napoleon hatten die Nase voll von großen neuen Ideen, das aufstrebende Bürgertum forderte und entwickelte eine eigene Kunst und Kultur für sich, die unabhängig von feudaler Großmannssucht bestehen sollte. Michael Holzinger hat für den zweiten Band sieben weitere Meistererzählungen ausgewählt.

432 Seiten, 19.80 Euro

Ansehen bei Amazon