LIIII.

1RHüme du Vnfruchtbare / die du nicht gebierest / Frew dich mit rhum vnd jauchtze die du nicht schwanger bist / Denn die Einsame hat mehr Kinder /weder die den Man hat / spricht der HERR. 2Mache den raum deiner Hütten weit / vnd breite aus die teppich deiner Wonung / spare sein nicht / Dehne deine Seyle lang / vnd stecke deine negel feste. 3Denn du wirst ausbrechen zur rechten vnd zur lincken / vnd dein Same wird die Heiden erben / vnd in den verwüsten Stedten wonen. Gal. 4.

4FVrcht dich nicht / denn du solt nicht zu schanden werden / Werd nicht blöde / denn du solt nicht zu spot werden / Sondern du wirst der schande deiner Jungfrawschafft1 vergessen / vnd der schmach deiner Widwenschafft nicht mehr gedencken. 5Denn der dich gemacht hat / ist dein Man / HERR Zebaoth heisset sein Name / vnd dein Erlöser der Heilige in Jsrael /der aller welt Gott genennet wird.

6DEnn der HERR hat dich lassen im geschrey sein / Das du seiest wie ein verlassen vnd von hertzen betrübt Weib / vnd wie ein Jungesweib / das verstossen ist / spricht dein Gott. 7JCH hab dich ein klein Augenblick verlassen / Aber mit grosser barmhertzigkeit wil ich dich samlen. 8Jch habe mein Angesicht im augenblick des Zorns ein wenig von dir verborgen / Aber mit ewiger Gnade wil ich mich dein erbarmen / spricht der HERR dein Erlöser. Psal. 30.

9DEnn solchs sol mir sein / wie das wasser Noah /da ich schwur / Das die wasser Noah solten nicht mehr vber den Erdboden gehen / Also hab ich geschworen / das ich nicht vber dich zörnen noch dich schelten wil. 10Denn es sollen wol Berge weichen vnd Hügel hin fallen / Aber meine Gnade sol nicht von dir weichen / vnd der Bund meines Friedes sol nicht hin fallen / spricht der HERR dein Erbarmer. Gen. 9.


11DV Elende / vber die alle Wetter gehen / vnd du Trostlose / Sihe / Jch wil deine steine wie einen schmuck legen / vnd wil deinen Grund mit Saphiren legen / 12Vnd deine Fenster aus Chrystallen machen /vnd deine Thore von Rubinen / vnd alle deine Grentzen von erweleten Steinen / 13Vnd alle deine Kinder gelert vom HERRN / Vnd grossen Fried deinen Kindern. 14Du solt durch Gerechtigkeit bereitet werden. Du wirst ferne sein von gewalt vnd vnrecht2 / Das du dich da fur nicht darffest fürchten /vnd von schrecken / Denn es sol nicht zu dir nahen. Joh. 6; Rom. 5.

15SJhe / Wer wil sich wider dich rotten vnd dich vberfallen / So sie sich on Mich rotten? 16Sihe / Jch schaffs / das der Schmid / so die kolen im fewr auffbleset / einen Zeug draus mache / zu seinem werck3 /Denn ich schaffs / das der Verderber vmbkomet. 17Denn aller Zeug der wider dich zubereit wird / dem sol nicht gelingen / Vnd alle Zunge so sich wider dich setzt / soltu im gericht verdamnen. Das ist das Erbe der Knecht des HERRN / vnd jre Gerechtigkeit von Mir / spricht der HERR.


1 Jungfrawschafft / Das du on Kinder vnd elend on man in leiden gewest bist.

2 Das ist / Freuel soltu nicht mehr leiden.

3 Das ist / das er sich selbs vnd die seinen / vnd nicht dich verderbe.


Quelle:
Martin Luther: Die gantze Heilige Schrifft Deudsch. 2 Bände, München 1972.
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