Nachwort zur zweiten Auflage.

[264] Die erste Auflage dieses Werkes erschien in zwei Bänden: der erste gewidmet dem Herrn von Radowiz, Generalinspekteur des preußischen Mititär-Erziehungs- und Bildungswesens 1854 und der zweite gewidmet Sr. Erlaucht dem Grafen Botho zu Stolberg-Wernigerode 1856. Der erste Band war von Zellerfeld und Lerbach, der zweite von Wernigerode aus gesammelt. Indem die zweite Auflage in Einen Band zusammengefaßt wurde, mußte die Reihenfolge der Sagen gänzlich verändert werden, die bei der ersten Auflage von Zufälligkeiten abgehangen hatte. Jedoch ist die Einteilung in Gruppen, z.B. »Sagen von Blankenburg und Umgegend«, auch in der zweiten Auflage beibehalten worden. Es wird damit eine feinere und wertvollere Andeutung gegeben als durch den Zusatz »mündlich«, den ich bei den Sagen, für welche nicht in den wenigen Anmerkungen eine gedruckte Quelle angegeben werden muß, ganz weglasse.

In den Anmerkungen und Beilagen zur ersten Auflage waren die bis dahin erschienenen anderweitigen deutschen Sagensammlungen so wie die wichtigsten Werke über deutsche Mythologie mit dem hier dargebotenen Stoffe verglichen worden. Die[264] Sagenvergleichung so wieder abdrucken zu lassen, wie sie vor mehr als dreißig Jahren niedergeschrieben wurde, war unmöglich. Die Auffassung der deutschen Mythologie selbst hatte sich nach Jakob Grimms Tode hauptsächlich durch Scherer gänzlich geändert. Mannhard selbst, der sich zuletzt fast allein noch mit einem Systeme der deutschen Mythologie beschäftigte, ist nicht mehr am Leben. Es würde jetzt einen großen Reiz für mich gehabt haben, mich nochmals in einer Reihe kleiner Monographieen über einzelne Fragen der deutschen Mythologie und Altertumskunde auszusprechen, wenn ich mich auch nie an die systematischen Grundfragen gewagt habe. Hatte ich doch schon vor mehr als dreißig Jahren, ohne von Mannhards »Vegetationsdämon« etwas ahnen zu können, in den Anmerkungen zu den Harzsagen entwickelt, daß der ungefähr also lautende Zwergspruch:


Sau bin ik doch sau oolt

Wie dä Döringerwoolt,

Dreimal ehacket un dreimal ekoolt,


die Zwerge mit dem Wachstume der Bäume und Wälder, ja, mit der ganzen Natur, in die engste Beziehung setze, wie sich denn auch besonders das Zwergwort »drei Ringe oolt« auf die Jahresringe des Baumes beziehe. Von dem Hirsche glaube ich jetzt beweisen zu können, daß er sich nicht allein in Deutschland, sondern auch in Griechenland auf die Unterwelt bezog, da er sich an einem Bilde der Nemesis findet, welche in diesem Falle ohnehin schon als Gottheit der Unterwelt erkannt ist. Die Bergmannssagen sind jetzt in einer von Freiberg gekommenen Schrift mit Rücksicht auf die technischen Ausdrücke gut erläutert, wobei meine Klausthaler Bergmannssagen eine der Grundlagen bilden und leider fast vollständig nachgedruckt sind. Über die Venediger habe ich sehr vieles nachgesammelt, aber eine über sie erschienene handelswissenschaftliche Monographie selbst in Gratz, wo sie als Programm herauskam, nicht mehr erlangen können. Über das Allermannsherrkraut ließe sich jetzt ungleich mehr beibringen, als ich in der ersten Auflage der Harzsagen und später noch in meinen die Gebräuche des Oberharzes enthaltenden »Harzbildern« zu sagen wußte. Diese mythologische Pflanze ist jetzt von Pritzel festgestellt. Für diesen ließ ich ein Exemplar[265] aus Lerbach kommen. Sogleich der erste, den der verstorbene Pastor Niemann auf meine Bitte um ein Exemplar der Pflanze ersuchte, zog dieselbe sofort als glückbringendes Kraut aus seiner Westentasche hervor. In betreff der stolbergischen Sage vom Entstehen der Räder-See müßte untersucht werden, ob wirklich in Stolberg eine oder mehrere ungerechte Hinrichtungen wegen Unterschleifes beim Bergbau stattgefunden haben. Soll doch der Bauernkrieg mit dadurch entstanden sein, daß Thomas Münzers Vater, dessen Stand mir freilich nicht bekannt ist, in Stolberg ungerecht hingerichtet worden wäre. Über den Namen Andreasberg habe ich mich schon in der Nationalzeitung vom Andreastage 1884 nochmals ausgesprochen. Gern werde ich auch ferner das seit dem Erscheinen der ersten Auflage der Harzsagen zu verschiedenen Stellen derselben nachgesammelte Material verarbeiten und veröffentlichen, so wie sich die Gelegenheit dazu bietet. Dies alles hier zu thun, hätte schon die Kürze der mir für die neue Auflage gebotenen Zeit nicht gestattet.

Dafür glaube ich aber nicht bloß dem Unterhaltung suchenden Publikum, sondern auch dem gelehrten Leser eine Entschädigung bieten zu können durch den Text der Harzsagen selbst, die ich nicht allein vervollständigt, sondern zugleich kritisch gesichtet veröffentliche.

Zwei der besten hier gedruckten Sagen von Stolberg stehen noch nicht in der ersten Ausgabe. Zum ersten male gebe ich in dieser zweiten Auflage, jedoch von vorn herein nur in Auswahl, die von mir noch im Volke gesammelten Sagen des östlichen Harzes. Die unter diesen jetzt mitgeteilten Überlieferungen zuerst befindliche Sage vom Ramberge ist besser als die bisher bekannte Fassung der Sage von der Teufelsmühle. Auch die kurze Sage vom Mägdesprunge ist in der hier zuerst gedruckten Fassung eigentümlich genug, sowie die in dieser Auflage befindliche Sage von der Teufelsmauer gehaltreicher ist als diejenige, die in Ermangelung eines mündlichen Berichtes in der ersten Auflage einer gedruckten Quelle entnommen wurde. Die Sagen der Grafschaft Mansfeld waren hier nicht mehr nötig, da sie inzwischen von Größler in einem eigenen Bande vorgelegt sind. Die Sagen von[266] Questenberg, bei denen die zu grunde liegenden Gebräuche die Hauptsache sind und die ich schon im deutschen Museum von Prutz veröffentlichte, werden in einem Buche über deutsche Gebräuche, wozu ich freilich erst das Material gesammelt habe, oder, was wahrscheinlicher ist, in meinem fast vollendeten mehrere Bände umfassenden beschreibenden Werke über den Harz wieder abgedruckt werden. Die Kyffhäusersagen findet man in der bei Friedberg und Mode in Berlin erschienenen zweiten Auflage meiner deutschen Sagen. Es ist dies die einzige ausführliche Sammlung der Kyffhäusersagen nach dem Volksmunde, da Bechstein aus gedruckten Quellen schöpfte. In meinen deutschen Sagen sind auch die aus dem Halberstädtischen und Braunschweigischen gesammelt. Da nun Müller-Schambach so wie Günther auch noch mehr hannöverische Sagen veröffentlichten, so liegen jetzt vom ganzen Umkreise des Harzes und darüber hinaus die Überlieferungen in seltener Fülle gedruckt vor.

Bei dem Sammeln der viel bewunderten Sagen des nördlichen Harzrandes fand ich nicht allein keinen Mitarbeiter wie ich ihn bei dem Sammeln der Sagen des Oberharzes an Georg Schulze gehabt hatte, sondern es hat überhaupt nie jemand außer mir es unternommen, die Sagen von der Roßtrappe, von Wernigerode, Ilsenburg, dem Brocken und Harzburg planmäßig aufzuzeichnen. Die Sagen des letzteren Ortes veröffentlichte ich schon im ersten Bande meines Werkes. Ich teilte sie in die von mir zuerst aufgefundenen Kaisersagen vom Burgberge und in die dortige Hackelbergsage, erntete aber vielen Beifall dafür, daß ich die Krodosage als nur aus der Sachsenchronik ins Volk übergegangen, wie viel auch von Krodo gefabelt wurde, ganz ausschied. Nicht so glückte mir anfänglich die Textkritik in bezug auf den zweiten Band. Die Sagen von Ilsenburg waren dermaßen durch die Kunstpoesie verderbt, daß von Frû Frien oder Frû Frêen nur noch der Name übrig war, der mit bekannten Märchen in Verbindung gebracht wurde. Während weit nordwärts vom Brocken die gehaltvollen Sagen von der Walpurgisnacht erzählt wurden, welche diese Sammlung bietet, waren die wernigerödischen Sagen in einem solchen Grade durch die neuere Poesie verstört, daß die Gespenstergeschichte mit ihrer ganzen Willkür[267] vorherrschte. Nachdem die Kunstpoesie den wesentlichen Inhalt der Sagen in Ilsenburg und am Brocken absorbiert hatte, war für das Volk nur der Spuk als geistloser Niederschlag übrig geblieben. Bei der Wichtigkeit der Brockensagen nahm ich das relativ Beste auf, was zu erlangen war. Auch das Lückenhafte, die bloße Notiz wurde nicht verworfen. Dies Verfahren halte ich aber deshalb jetzt für falsch, weil ich mich überzeugt habe, daß in diesem Buche die aus weiterer Entfernung stammenden Sagen vom Brocken und nicht die zuerst durch litterarische Einflüsse verkümmerten wernigerödischen Sagen die Überlieferungen von der Walpurgisnacht repräsentieren. Auch hat mich bedenklich gemacht, daß mein Freund Jakobs in seiner beschreibenden und mythologischen Arbeit über den Brocken nicht einmal die Namen der Forstorte aus meinem Buche zu zitieren nötig gehabt hat, von denen diese Spukgeschichten erzählt werden. Es müssen sich also auch diese Namen, wenn auch ohne die Erzählungen, wohl besser in den Forstakten finden, worüber allerdings noch jetzt eine Aufklärung erwünscht wäre. Dies alles hat mich nun aber bestimmt, in dieser zweiten Auflage Sagen von einem bloß relativen Werte selbst unter den Überlieferungen vom nördlichen Harzrande nicht mehr zu dulden, und überhaupt aus der ganzen Sammlung bloße Gespenstergeschichten so wie bloße Fragmente von Erzählungen möglichst zu entfernen. Möge durch diese Anwendung von Textkritik das Buch in der Form, in der ich es nun biete, jetzt auch dem größeren Publikum näher treten! Nach ästhetischen Gesichtspunkten allein konnte aber diese Textkritik durchaus nicht vorgenommen werden. So steht z.B. die erste von den beiden am Schlusse dieses Buches neu aufgenommenen Sagen von der Tidianshöhle in ihrer Lückenhaftigkeit höher als die zweite. Ja, die Vollkommenheit alles Vorgetragenen in der letzteren erregte Bedenken gegen die Aufnahme, welche nur dadurch beseitigt wurden, daß sich im einzelnen nur wenige verdächtige, dagegen auch einige recht volkstümliche Züge in ihr entdecken ließen. Vergl. S. 274. Und so glaube ich denn der Harzsage, die, wie aus dem Obigen hervorgeht, namentlich für den eigentlichen Unterharz von niemand als von mir im Geiste der Brüder Grimm gesammelt ist, bei[268] dieser zweiten Auflage einen Abschluß in der Form gegeben zu haben, welche den volkstümlichen Bestrebungen, die seit der Mitte des seinem Ende sich nähernden Jahrhunderts innerhalb der deutschen Litteratur hervorgetreten sind, nochmals einen angemessenen Ausdruck verleiht und jedenfalls als Abdruck der Art des Volkes einer kurz vorher vergangenen Zeit zu denken und zu sprechen auch für die Nachwelt noch ein oder mehrere Menschenalter hindurch ein Interesse behalten wird.

Man erinnert sich, wie Wilhelm Grimm den neuen Auflagen seiner Sammlung von Kindermärchen durch eingeflochtene volkstümliche Wendungen einen immer größeren Wert zu verleihen wußte. Ich habe etwas Ähnliches in dieser Auflage versucht. Ich habe nämlich in den von mir hochdeutsch nach dem Volksmunde aufgeschriebenen Sagen der Sprache annäherungsweise die Eigentümlichkeiten zu verleihen gestrebt, welche ich einerseits um das Jahr 1850 bei meinen Erzählern, die ursprünglich an das Niederdeutsche gewöhnt waren, und andererseits auch bis 1850 bei den hochdeutsch redenden Honoratioren, welche in den letzten Jahrzehenden des 18. Jahrhunderts geboren waren, noch gehört habe. Die Sprache war in beiden Fällen nicht dieselbe, ich habe aber in diesem Buche den Durchschnitt zu ziehen gesucht. Das Buch ist also auch in sprachlicher Hinsicht wie für die Anschauung und Denkweise des Volkes der Versuch einer monumentalen Arbeit, wobei immer die Zeit um 1850, in welcher ich die Sagen sammelte, als Wendepunkt angenommen ist.

Ganz verschieden von der Sprache der nach dem Volksmunde aufgezeichneten Sagen ist diejenige in den wenigen Nummern nach gedruckter Quelle. Hier trägt die Sprache den Charakter einer etwas älteren Zeit, obgleich ich auch hier überarbeitete. Wie gesagt, in den aus dem Volksmunde entnommenen Sagen soll die Sprache eine ganz andere sein als in denen aus älterer gedruckter Quelle.

Noch in einer anderen Beziehung als in betreff der hochdeutschen Sprache auf dem Harze um 1850 soll das Buch in dieser zweiten Ausgabe eine Art Denkmal sein, namentlich durch das nun als Einleitung dienende »Tagebuch eines deutschen[269] Sagensammlers«. Doch lag es mir für diesmal gänzlich fern, die Regeln für das Sammeln von Sagen etwa in der Art anzugeben, wie man es in einem germanistischen Seminar jetzt thun würde und wie ich es schon vor vielen Jahren in einem Aufsatze meiner »Feldgarben« (betitelt: »Wie sammelt man Volkssagen?«) ganz kurz gethan habe. Das Tagebuch bezieht sich gleichfalls auf die Zeit um 1850, in der überhaupt am meisten derartiges gesammelt wurde. In dem Tagebuche wird keineswegs Buch geführt über das Entstehen dieses ganzen Werkes, sondern im Gegenteil nur beispielsweise über die Sammlung der S. 111-158 enthaltenen Sagen von Klausthal (Zellerfeld) und der auf S. 180-188 stehenden Lerbacher Sagen. Eine ähnliche Aufzeichnung über das Sammeln von Sagen, Märchen und Volksliedern ist nicht vorhanden.

Je gewisser die Zeit zum Sagensammeln auf dem Harze nun vorbei ist, um so mehr wünschte ich, daß etwaige weitere Nachforschungen auf diesem Gebiete sich in zweckmäßiger Art an das vorliegende Buch anschlössen, möchten sie nun in Jakobs' Zeitschrift des Harzvereins veröffentlicht oder mir direkt eingesandt werden. Zunächst wäre wohl 1) eine Nachweisung über die sonst nicht bekannten Ortsnamen, die in den Harzsagen vorkommen, zu wünschen. Das Register der 20. Auflage meines Reisehandbuches für den Harz (Berlin, Goldschmidt 1886) kann dabei zur Vergleichung in betreff der schon bekannten Ortsnamen dienen. 2) Auch eine Prüfung der in dieser Sammlung unmittelbar dem Volksmunde nachgeschriebenen z.B. bergmännischen Wörter wäre erwünscht und könnte bei einer neuen Auflage einem Wörterverzeichnis zu grunde gelegt werden. 3) Abgesehen von Varianten wäre noch an kleineren Harzorten, namentlich an solchen, die in dem Inhaltsverzeichnisse des vorliegenden Werkes nicht vorkommen, nach Sagen zu forschen. 4) Auch an den so eben bezeichneten Orten, besonders aber im Magdeburgischen und der Altmark, müßte nach Brockensagen gefragt werden. Diejenigen, in denen Zauberkräuter und in denen Reime vorkommen, sind die besten und lebensvollsten. Auch Hexenakten haben für Jakobs und mich großes Interesse, sobald in ihnen die Fahrt nach dem Blocksberge erwähnt wird. In diesem Falle werden selbst Auszüge aus in[270] Zeitschriften gedruckten Hexenakten willkommen sein. Ich bin auch bereit, die nun endlich nach meinem Plane noch vollständiger etwa in der Altmark zu suchenden ausführlichen und von litterarischen Einflüssen unentstellten Sagen von der Walpurgisnacht vorläufig in einer eigenen kleinen Schrift herauszugeben. Man kann sich über diese Dinge in wenigen Augenblicken orientieren durch mein so eben genanntes Reisehandbuch S. 68, vergl. S. 34.

Die topographische Anordnung der Harzsagen in dieser zweiten Auflage entspricht der Haupttour, welche dem Reisehandbuche zu grunde liegt.

Der hohe Sinn, welcher für alles Vaterländische bei den Deutschen erwacht ist, läßt mich diesmal für das Schicksal eines Buches unbesorgt sein, in welchem, wie ich mich überzeugt habe, von der jetzigen Jugend die Vorlesung der Nr. 25, Nr. 66, Nr. 92, Nr. 107, Nr. 110, ganz besonders Nr. 137 III (der Zwergkönig Hibich), auch Nr. 151, 154 II und 276 der Lektüre des Robinson weit vorgezogen wird.


Berlin S.O. Michaëlkirchplatz 10 am weißen Sonntage 1886.


Dr. Heinrich Pröhle,

Oberlehrer am Luisenstädtischen Realgymnasium.

Quelle:
Heinrich Pröhle: Harzsagen, zum Teil in der Mundart der Gebirgsbewohner. Leipzig 21886, S. 264-271.
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