Zehender Absatz

[413] Polyphilus und Agapistus / kommen wieder zurücke nach Soletten zum Talypsidamus / von dar zu Macarien in ihr Lusthaus / und dann zu ihren Weidgenossen. Polyphilus wird in die Volinie verliebt geglaubet / und kommet wieder zu Macarien. Sein Gespräche mit ihr / von ihrer beyden ungewisser Ankunft. Sein Frülings- und ihr[413] Garten-Lied. Er besucht sie daselbst zum dritten mal / mit der Melopharmis und Agapisten: und wird sie von ihnen nach Soletten begleitet. Schlußgedicht dieses Dritten Buchs.


Ehe die beyde Schäfer in Soletten kamen / fragte Agapistus den Polyphilus: ob er Macarie erzehlen solte /was mit Carminta vorgelauffen? Polyphilus sahe ihn an / und sor ach: Ihr wäret wol närrisch gnug darzu. Daran habt ganz keinen Zweiffel: versezte Agapistus. Nein! (sagte jener /) so übel thut Agapistus nicht an seinem Freund. Er weiß auch wol / daß Polyphilus keine auser Macarien liebet / auch keine ihres gleichen findet / und daß er mit Carminta nur zum Schertz gespielet habe. Das kan seyn / (antwortete Agapistus) wann es nur Macarie dafür aufnimmet. Aber / wollen wir gleich zu ihr / oder erstlich zum Talypsidamus gehen? Das lezte ist am sichersten: (sagte Polyphilus) dann man weiß nicht / was indessen möchte vorgefallen seyn.

Also giengen sie / mit dem Jungen / zum Talypsidamus / der sie / nach freundlicher Bewillkommung /berichtete: daß Macarie nicht zu Hause / und vorigen Tags auf ihr Landgut verreiset sey / vor ihrem Abzug aber ihn wissen lassen / daß sie daselbst des Polyphilus erwarten wolte Dieser verwunderte sich über solchem Vornehmen / und fragte den Talypsidamus / ob er nicht dessen Ursache wüste? Nicht eigentlich! (sagte Talypsidamus) so viel ich aber mutmasse /wird es ein abermaliger Widerwille meiner Landsleute seyn:[414] Wie werde ich dann endlich (fragte Polyphilus ferner) mit diesen Leuten zu recht kommen? Ihr wisset ja / getreuer Talypsidamus! daß ich des Mords /dessen sie mich anklagen / ganz unschuldig bin: und dannoch hören sie nicht auf / mich zu verfolgen. Was gibt er doch vor einen Raht / wie ich Macarie von ihnen bringen möge? So lang Eusephilistus in seiner Liebe gegen Macarien verharret / dem die ganze Insul gewogen ist / (versetzte Talypsidamus) sehe ich nichts als gefahrliche Mittel / zu seiner Hülfe. Wie ist aber seine Verrichtung zu Ruthiben abgelauffen? Auf das allerbeste! gab Polyphilus zur Antwort. Ich habe nicht allein den benötigten Schutz / sondern auch das Versprechen aller Gunst erhalten.

So wäre dann mein Raht / (sagte Talypsidamus /) daß er biß dahin verzöge / und alsdann seine Liebste /unter einen Ruthibischen Geleit / welches die Soletter fürchten müssen / herrlich abholete. Dann auser diesem Schutz / sorge ich / es möchten die hiesige Inwohner / bey einer öffentlichen Verlöbnus / ihrer Rachgier eine kühne That grstatten. Und zu einer heimlichen Entführung / wird sich Macarie / wegen der bösen Nachreden / schwerlich bereden lassen. Wiewol nun dieser Raht den Polyphilus gar klug dünkte / so konte er ihm doch / wegen des Verlangens mit Macarien bald völlig vereinigt zu seyn / nicht Beyfall geben / sondern beschloße / er wolte vernehmen / was Macarie vorschlagen würde / und bedankte sich indessen für den wolgemeinten Raht. Er wolte damit von Talypsidamus Abschied nehmen: weil es aber schon zimlich spat war / bate dieser / sie möchten doch diesen[415] Abend bey ihm verbleiben / weil sie zumal das Lusthaus Macarien entweder gar nicht /oder so spat erlangen würden / daß sie dieselbe am Schlafe verhintern möchten. Also willigten sie zu bleiben / und kürzten die Zeit / mit Erzehlung / was zu Ruthiben vorgelaufen: wiewol Polyphilus etwas betrübt war / üm daß er sich abermal an seinem Vorsatze gehintert sahe / auch deßwegen zu Bette eilete.

Am Morgen nahmen sie Abschied vom Talypsidamus / mit hohem Dank vor seine Bewirtung / und giengen / unter einem guten Gespräche / nach Macarien Garten-Hause. Als sie nun demselben genähert /ersahe sie Macarie von einem Fenster / und gieng ihnen entgegen / empfienge sie mit grosser Freude /und bate sie / mit auf ihr Zimmer zu spaziren: allwo sie / weil es eben Mittag / dem Tisch bereitet fanden /und von Macarie ersuchet wurden / mit ihr zu speisen. Wiewol sie sich nun entschuldigten / einwendend /daß sie noch selbigen Tag in ihren Trifften seyn müsten: so ließe sich doch Macarie nicht abweisen /zumal sie ohndas ihre Verrichtung zu erzehlen hatten / mit Versprechen / daß sie nicht über die Zeit solten gehalten werden. Die Schäfere ließen sich / an einem so angenehmen Ort / leicht erbitten / und satzten sich mit ihr zu Tische: da sie dann von Macarien so höflich und wol tractirt wurden / daß sich Polyphilus sehr darob erfreute / Agapistus auch bey sich selbst seines Gesellschafters Glük rühmte. Polyphilus fienge unter andern an / und sagte: Er hätte nicht gedacht / daß er durch Soletten reisen / und Macarie nicht daselbst finden solte. Ich selbst hätte es nicht vermeint: (begegnete ihm diese) aber was vermag die[416] Furcht nicht / die auch den schwachen Füßen Flügel machet? Von wem oder woher ist dann solche Furcht gekommen? fragte Polyphilus.

Von seinem schönen Hündlein! antwortete Macarie. Dann als dasselbe ongefehr aus meinen Hause auf die Gassen kam / und von etlichen meinen Nachbauern / die seine Durchreise vorhin erfahren hatten / ersehen wurde / mutmasten sie alsbald / daß er solchen hinterlassen / und ohne Zweifel wieder abholen würde: beschlossen demnach / auf seine Widerkunfft zu lauren / und alsdann ihn gefänglich anzunehmen. Solches ward mir verkundschaftet: Daher ich alles Unheil zu verhüten / mit dem Hunde hieher entwichen. So sehe ich gleichwohl / (sagte Polyphilus) daß Macarie vor den Polyphilus sorget / und sage vor solche Aufrichtigkeit schuldigen Dunk. Aber wie werden wir endlich die Solettische Inwohner begütigen? Ich weiß keinen Rath / (begegnete ihm Macarie /) so lang ich nicht weiß / was sie zu Ruthiben ausgerichtet

Alles guts! gab Polyphilus zur Antwort. Ich habe daselbst mehr Ehre genossen / als ich mir eingebildet / und nicht nur den Schutz / sondern auch alle beförderliche Gunst erlanget. Das höre ich sehr gerne /(versezte Macarie) und wünsche / weil mein voriger Glückwunsch kräfftig gewesen / noch ferneres Glücke. Ich bitte aber / indem es solche Beschaffenheit hat / mit unsrer näheren Verbindung noch so lang zu verziehen / biß die Förderung erfolget: Polyphilus sahe hierauf den Agapistum an / und sagte: das ist eben das Lied / welches mir gestern Talypsidamus vorgesungen / dessen Thon mir so gar nicht gefallen wolte. Soll ich[417] dann / schönste Macarie! niemal meines Wunsches teilhaftich werden? Ja / zu seiner Zeit! (sagte Macarie /) wann es dem Himmel gefallen wird. Er setze seiner Gedult noch ein kurzes Ziel / und gedenke: daß dadurch unsre Freude viel ruhiger werden wird. Sie hat zu befehlen! (erwiederte Polyphilus) und so lang ich ihrer Gunst versichert bin / will ich wtder ihren Willen nicht streiten. Also willigte er in ihren Schluß: wiewol er / wann er den langen Verzug dieser Abholung vorher gewust hätte / gewißlich nicht so gehorsam würde gewesen seyn.

Nach vollendter Malzeit nun / machten sich die Schäfer auf den Weg / und nahm Polyphilus / weil er doch in des Agapistus Gegenwart / keine verliebte Freundlichkeit vorkehren dorfte / Macarie auch solche nicht reichen würde / von ihr einen höflichen und dankbarn Abschied. Doch bate er heimlich / daß er folgendes Tags seine Aufwartung fortsetzen möchte. Dafern es ihme nicht beschwerlich / (sagte Macarie) habe ich darum zu bitten. Dißmal aber bedanke ich mich vor ihre Gesellschaft / und bitte / meine schlechte Bewirtung günstig zu vermercken. Also schieden sie von dannen / und reiseten nach ihren Triften / die sie in gutem Wolstande fanden. Ehe sie aber dahin kamen / fragte Polyphilus den Agapistus: wie ihm der Raht Macarien gefiele? Ich weiß nicht / (gab dieser zur Antwort) was ich davon halten soll? Vernunft zeiget er genug: ob er aber die Liebe vergnüge / das ist es / daran ich zweifle. Doch kan er / wo ihn solcher Raht nicht beliebet / durch die Entdeckung ihres Vatters / sie bald eines andern bereden. Ich trage aber Bedenken[418] / solches zu thun / weil ich in dieser Gegend nicht bleiben soll: sagte Polyphilus. Wann ich Macarien ihre Eltern eröffne: wer weiß ob sie alsdann gesonnen bleibet / mit mir zu reisen / und nicht lieber bey ihnen seyn will? Darum halte ich vor rathsamer /daß ich dieses Geheimnus alsdann erst offenbare /wann sie schon mit mir abziehen soll. Das ist etwas! (sagte Agapistus) und wird also wol das bäste seyn /daß er Schreiben von Ruthiben erwarte.

Unter diesem Gespräche kamen sie zu den Schäfern / und wurden von denselben gar freundlich empfangen: sonderlich von Melopharmis und ihrem Sohn. Polyphilus brachte dem Cumenus einen Gruß vom Vinellius: welcher sich davor bedankte / und fragte /ob sein Brief etwas Nutzen geschafft hätte? Sehr viel! (versetzte Polyphilus) er hat uns den Schutz / welchen wir gesuchet / und noch viele Gunst-Versprechen erlanget. Dieses wird nicht mein Schreiben (sagte Cumenus) sondern ihre gute Gaben / von welchen mein Brief gezeuget / erworben haben. Ich wünsche aber /zu solcher Beförderung / alles Glücke. Nachdem auch die andern ihre Glückwünschungen abgeleget / und Volinie wol wuste / daß Polyphilus ihre Stimme liebte / fieng an / solcher massen zu singen.


1.

Solche Ehr /

Folget auf der Künste Lehr.

Wer dieselbe eifrig übt /

Wird geliebt /

Und kan bey den Großen wohnen /

Die die Wissenschafft belohnen /


2.

[419] Nicht das Glück /

Bringet Lob und Ruhm zurück:

Tugend hat euch aufgeführt /

Kluger Hirt!

Wird euch auch noch höher setzen /

Und mit stäter Ruh ergötzen.


3.

Unsre Herd /

Scheinet heute ganz verklärt:

Weil der Schäfer höchste Zier /

Wieder hie.

Und wir alle / sind voll Freuden /

Weil er sucht / bey uns zu weiden.


Polyphilus / welchen dieses Lied nicht wenig ergetzet / erwiderte der schönen Volinie einen höflichen Dank / und sagte: daß sie dißmal ihrer Höflichkeit zuviel erlaubet / und ihn über Verdienst geehret hätte. Hiernächst nahm er sie / (weil es eben Zeit war / die Heerde einzutreiben) bey der Hand / und begleitete sie / zum Zeichen seiner Dankbarkeit / unter vielen höflichen Gesprächen / nach Hause. Die andere Schäfere und Schäferinnen / folgten ihm mit den Herden nach; und weil Volinie diesen Abend bey ihrem Vater Cumenus speisete / blieben sie beyeinander / biß sie die tiefe Nacht zur Ruhe forderte.

Als sich aber unsre beyde legten / fragte Agapistus den Polyphilus: Ob er wisse / was man von ihm und Volinie rede? Was dann? fragte dieser hinwieder. Daß sie einander lieben: versetzte Agapistus. Die Leute werden ja nicht närrisch seyn? (erwiederte Polyphilus) sie wissen ja / daß[420] Volinie einen Mann hat / und daß ich mich um keine verehlichte bemühe. So viel ist ihm: (erzehlte Agapistus) heute als ihr / mit ihr / vor uns her gienget / und ich mit Tycheno und den andern folgte / hörte ich / in dem ich mich stellte / als ob ich hefftig mit Tycheno redte / daß Marinne gegen Amapfe sagte: sie solte zusehen / die Freundschaft des Polyphilus mit Volinie / würde in kurzen zur Liebe ausschlagen. Uber welche Zeitung Amapfe heftig erschrocken / und hernach fleissig auf eure Handlungen acht gabe? Polyphilus lachte hierüber / und sagte: da kehre ich mich nicht an! so lang Volinie Höflichkeit gegen mir brauchet / so lang brauche ich sie hinwieder gegen ihr / solten auch Marinne und ihres gleichen Verleumdere darüber bersten. Volinie verdienet Aufwartung / und ist nicht so ungereimt / daß sie von mir / als daß das Vieh-Mägdlein Marinne von Agapistus / geliebt wird / und ihn auch eifrig wieder liebet. Solt sie ihr das wol einbilden? (begegnete ihn Agapistus) so müste ich je noch mehr lachen. Es würde doch nicht übel stehen / wann Agapistus mit Marinne / und Polyphilus mit Macarie prangte. Und wann ich anfange zu schertzen / so mache ich die Einbildung dieser Unbesonnenen noch gewisser. Dergestalt ergezten sich diese beyde mit der Leute Argwahn / bis Agapistus dem Polyphilus gute Nacht wünschte.

Dieser schliefe aber diese Nacht gar wenig / und qwälte sich mit den Verlangen nach seiner Macarie /welches er diesen Tag so gar nicht sättigen können. Also machte er sich früe wieder auf / und / nachdem er den Agapistus / seine Abwesenheit bey[421] Cumenus und den andern / mit Vorwendung eines nötigen Geschäftes / zu entschuldigen gebeten hatte / gienge er so fort / nach den Lust-Hause Macarien: allwo er selbige schon auf ihn warten fande / und freundlich vom ihm bewillkommet wurde. Sie spazirten eine zeitlang im Garten auf und nieder / und sagte Macarie: man solte je den Früling / als das lieblichste vom Jahr /nur bloß in den Gärten zubringen / und derselben Annemlichkeit genießen / auch die neue Geburten / welche er täglich hervor bringet / betrachten. Sonderlich /(versetzte Polyphilus) wann man darinn solche Blamen findet / wie ich jetzo an der Hand führe / welche billig Königinnen der andern / und eine Sonne der Gärten genennet werden: und auser dieser / würden mir alle Blumen ungestalt vorkommen / wie zierlich sie auch sonst prangen. Dann allein diese Rose machet die Gärten glänzend und wolriechend.

Ach mein Polyphilus! (versezte Macarie) diese Blume / die eure Höflichkeit so sehr rühmet / stehet auf einem rauhen Stengel / und diese Rose (damit ich eure Gleichnus nicht verwerfe) ist mit vielen Dörnern umgeben. Wie ist es doch müglich / daß ihr mich noch liebet / da ihr ja nicht wisser / von was Eltern ich gebohren bin? Ich liebe Macarien (begegnete ihr Polyphilus) deren Schönheit des Leibs und Gemütes /meine Liebe überflüssig verdienet: und ob mir gleich unwissend ist / von was Eltern sie geboren ist / so zeiget sie doch selber / als eine edle Frucht / daß sie von keinen geringen Stammen entsprossen sey. Wann wir einen Vogel in die Sonne fliegen sehen / schließen wir hald / daß er einen Adler zum Vatter habe: und ein mutiger[422] junger Löw zeiget jederman / von wem er gezeuget worden. Ja (sagte Macarie) diß ist die Natur der Thiere / welche ihres gleichen bringen: so aber bey den Menschen nicht folget / da oftmals ein schönes Gemüte bey ungeachten Eltern kan geboren werden.

Wann gleich dieses wäre / (erwiderte Polyphilus) kan es doch dem Adel des Gemüts nichts benchmen. Dann / der jenige / so ein unedles und lasterhaftes Gemüt heget / hat sich des Adels und der Tugenden seiner Vorfahren nichts zu rühmen / weil er solche nicht fortsetzet / sondern nur ein Schandflecken seines Geschlechts / und ein Aas von einem Edlen zu nennen ist / wie der treffliche Opitz gar warhaftig sagt:


– – – Kan gleich von vielen Zeiten /

Dein Stamm bewiesen seyn / und dir / zu beyden Seiten /

Kein Wappen an der Zahl / lein blanker Helm gebricht /

Du aber bist ein Stock: so hilft die Ankunft nicht.


Also kan auch / die Gemüts Hoheit und der Tugend-Adel durch eine niedrige Ankunft nicht verringert werden; und solte Macarie / von den allerverächtlichsten Eltern (welches doch nimmermehr glaublich) erzeuget seyn / so bleibet sie doch / die Kunst- und Tugend-gezierte Macarie / deren Gaben Polyphilus billig anbetet / die auch niemand / ohne Verwunderung /Liebe und Ehre anschauen kan. Ja / damit mein Hertz sehe / daß ich nicht Ursach habe / mich an ihrer ungewißen Geburt zu stossen / so bekenne ich ihr aufrichtig / daß ich mit ihr gleiches Unglück trage / und von meinen Eltern gar wenig mehr Nachricht / als sie / zu geben weiß. Soll ich dieses glauben / (fragte Macarie) oder[423] saget er solches nur zu meinen Trost? erzehlet mir doch ümständlich / wehrter Polyphilus! wie uns der Himmel auch hierinn verbunden habe.

Hierauf giengen sie in die bewachsene Sommer-Hütte / und setzten sich zusammen / da dann Polyphilus also zu reden anfienge: Meine Erzehlung / schönes Kind! wird kurz seyn / weil die Wissenschaft sehr gering ist. Ich habe nicht mehr Nachricht / als daß ich /in der Landschaft Brunsile / von einen Schäfer selbiger Gegend / erzogen worden: welcher aber freywillig gestehet / daß er nicht mein Vatter sey / solchen auch nicht gesehen habe. Dann als er einst seine Herde geweidet / ist eine / dem Ansehen nach / vornehme Frau / mit zittern und ängsten / auf ihn zugelaufen: welche mich / als ein noch unmündiges Knäblein / an der Hand geführet / und ihn mit vielen Threnen gebeten / er solte sich doch ihres Elends annehmen / und dieses Kind schützen und verbergen / daß es nicht von den Raubern ermordet würde. Sie hat ihm beynebens etliche zwantzig. Kronen / samt einem Ring von hohem wehrt / welchen er noch zum Gedächtnus aufhebet / zugestellet / und / nach einem schmerzlichen Abschieds-Kuß / auch mit versprechen / daß sie ehist wiederkommen wolte / traurig hinweg geeilet. Er hat sie aber nachmals nicht mehr gesehen / auch nichts weiter erfahren können / als daß selbigen Tag / etliche Rauber / eine Kutsche geplündert und weg geführt hätten. Also hat er mich vor sein eigen Kind aufgezogen.

Dieses ist das wenige / was ich von meiner Ankunft zu sagen weiß: welches mich / so bald ich es vernommen / angetrieben / den Schäfer-stab zu verlassen[424] /und in die Welt zu gehen: entweder / etwas von meinen Eltern zu erforschen / (welches doch noch zur Zeit vergeblich gewesen) oder doch / durch Kunst und Wissenschafft / etwas mehrers / als einen Schäfer /abzugeben / weil ich vermeinte höher entsprossen zu seyn. Nachdem ich aber durch viel Unglücksfälle gelernet / daß mich oer Himmel beruffe / ihme in dem Hirtenstande zu dienen / habe ich meinen Vorsatz auf seinen Willen geworffen / und will nun gern ein Schäfer sterben / dafern nur die schöne Macarie sich nicht wegert / eine schlechte Schäferin zu werden. Warum solte ich mich dessen wegern / gab Macarie zur Antwort /) da ich aus allen Umständen schließe / daß ich von solchen Eltern geboren bin. Glaubet mir / liebster Polyphile! daß ich euch nun noch so frölich liebe /weil ich weiß / daß ich / auch in der Ankunft-Ungewißheit / euch zum Gesellschafter habe. Vielleicht gönnet uns der Himmel / mit der Zeit / noch einige Nachricht von unsern Eltern.

Polyphilus fienge hierauf an / sein Liebes-Verlangen bey Macarie zu sättigen / und genoß von ihr solche Freundlichkeit / daß er fast aus sich selbst gebracht wurde / und wol Ursach hatte / diesem Tag /welcher ihn so herrlich vergnügte / Dank zu sagen. Damit aber ja ihre Liebe in der Unvollkommenheit bliebe / wurden sie bald zerstöret / indeme mitten in ihren Umarmungen / der Macarie Dienerin anklopfte / und sie berichtete / daß jemand von Soletten vorhanden / so mit ihr reden wolte. Nachdem sie den Polyphilus gebeten / ihr zu vergeben / daß sie ihn etwas allein ließe / gienge sie aus dem Sommerhause nach ihrem Zimer / ihn in der Einsamkeit hinlassend;[425] da er dann / solche zu kürtzen / weil er Feder und Papier auf dem Tisch fande / diese Zeilen aufsezte:


1.

Die gepriesne Lenzen-Zeit /

So die ganze Welt erfreut /

Und mit bunten Blumen schmücket /

Will auch meiner Liebe gönnen /

Was ich schwerlich wünschen können /

Und hat heute mich beglücket.

Heut / ist der erwünschte Tag /

Da sich endet alle Klag /

Welche mich bißher bestricket.


2.

Du / des Jahres Kunst Apell /

Schöner Früling! kanft so hell /

Deine Blumen nicht bemahlen /

Als sie mahlet meine Sonne /

Wann ihr Aug mit froher Wonne

Diese Felder will bestralen.

Ja / Macarie / mein Ruhm /

Ist die allerschönste Blum /

Die mit keinem Wehrt zu zahlen.


Er hätte weiter geschrieben / wann nicht Macarie wieder zu rücke gekommen wäre. Sie gienge behend nach dem Tisch / lase was er geschrieben / und sagte hernach: Ihr rühmet mich zu hoch / mein Kind! und werdet hinfüro solche überfiüssige Verehrung einstellen /wann ich nicht glauben soll / daß ihr mehr Höflichkeit / als Liebe heget. Wie solte ich aufhören / (sagte Polyphilus /) die jenige zu ehren / welche ich so sehr liebe? Ihr billiger Ruhm / schöne Seele! wird / so lang ich schreiben[426] und reden kan / nicht aufhören. Aber ich erinnere mich / bey diesen Gedichte / daß Macarie einsmals versprochen / diesen Garten im Lenzen / mit einem Gesang zu verehren / und bitte / dißmahl solcher Zusage nachzukommen / damit Polyphilus / nach ihrem Abschied / sich mit ihrer schönen Hand trösten könne. Ich muß bekennen / (versetzte Macarie) daß ich meinem Garten ein Lied schuldig bin: und weil er vermeinet / einen Trost darinn zu finden / will ich / so gut es meine Einfalt gestattet / solches aufsetzen. Also schriebe sie / in ihres Liebsten Gegenwart / folgends.


1.

Wann ich meine Sinne lenke /

Und bedenke

Dich / du holdes Garten-Zelt /

Wo in jezt-begrüntem Lenzen /

Auf dem Feld /

So viel bunte Blumen glänzen:

So erfordert meine Pflicht /

Ein Gedicht.


2.

Wie ich vormals dich zu preisen /

Hab verheißen /

Wann du würdest wahre Treu /

Mit der Blüte wiederbringen /

Ohne Reu:

Also will ich nun besingen

Dich / du lust-erfüllter Ort!

Fort und fort.


3.

Du hast meinen Wunsch erfüllet /

Und gestillet.[427]

Deiner Güte schreib ichs zu /

Daß ich einen Weg gefunden

Zu der Ruh.

Ob die Liebe mich gebunden:

Gibt doch / ihre Dienstbarkeit /

Lust und Freud.


4.

Einmal dich / mein Hertz! umfangen /

Nach Verlangen /

Ein versüsster Liebes-Kuß /

Uberwieget alle Plagen /

Und Verdruß /

Die ich vormahls hab ertragen.

Alles / was mich vor verwundt /

Heilt dein Mund.


5.

Nehmet Dank / ihr hohen Bäume!

Was ich reime /

Stehet hier zu einer Prob:

Daß ich werde stets erheben

Euer Lob /

Weil mir eure Gunst gegeben

Den / der mein Gemüt verlezt

Und ergezt.


6.

Euch / ihr schöne Felder-sterne /

Und Laterne /

Soll das helle Wolken-Liecht /

Und das füße Perlen-thauen /

Manglen nicht.

Haltet / was wir euch vertrauen.

Wir erheben eure Zier

Für und für.
[428]

Wie sehr den Polyphlus dieses Lied ergötzet / ist nicht zu beschreiben. Er fragte Macarien / ob auch ihr Herz mit diesen Worten übereinstimte / daß er sich künftig auf ihre Liebe verlassen / und weiter vor den Anwerbungen des Eusephilistus sich nicht fürchten dörfte? Ach nein! (versetzte Macarie) so ein Laster sollet ihr von mir nicht erfahren. Ich habe einmal zugesagt / den Polyphilus zu lieben / und wo ich denselben nicht jederzeit liebe / so soll mich der Himmel nimmermehr lieben. Solte sich Eusephilistus weiter etwas unterfangen / so will ich / seinen Anwerbungen zu entfliehen / mich alsbald mit euch trauen lassen. Können wir dann etwas von Ruthiben erwarten / so scheinet solches etwas sicherer. Nun habe ich genug /(sagte Polyphilus) und will mit dieser Zusage frölich wieder von hinnen gehen: weil es doch auch Zeit seyn wird / meine Freude biß morgen aufzugeben / und ihr / schönes Kind! mit schuldigem Dank vor ihre Gewogenheit und Zusage / eine süße Nacht zu wünschen. Ich bedanke mich davor freundlich / (erwiderte Macarie /) und weil ich morgen wieder nach Soletten reisen muß / bitte ich / so es ihm nicht beschwerlich /mich neben seinem Agapistus / auch Melopharmis /und ihrem Sohn / noch vor meinen Abzug zu besuchen.

So will sie dann (sagte Polyphilus ganz erschrocken) schon wieder nach Soletten? Und soll die Glückseeligkeit meiner Liebe / welche sich kaum angefangen / wieder abgeschnitten werden? Soviel ist es ja /(begegnete ihm Macarie) und habe ich eben jezt einen Brief von Soletten erhalten / in welchem mich eine meiner vertrauten Freundinnen berichtet[429] / daß ich /um nötiger Sachen willen / nach Hause eilen soll? Ich weiß also nicht / was abermals möchte vorhanden seyn / und kan mich nicht länger aufhalten / solches zu erfahren / damit ich nicht in neue Ungelegenheit gerahte. So soll dann meine Zufriedenheit (sagte Polyphilus) nur angefangen bleiben? wie kan mich doch mein Unglück zwingen / daß ich ihre Flucht / aus Furcht der Gefahr / selbst billigen muß. Es wird vielleicht das lezte mahl seyn / (begegnete ihm Macarie) daß wir uns trennen müssen: Er lasse sich / auch hier inn / von der Gedult führen; und erwarte das einige /welches uns noch aufhält. Weil es je unumgänglich ist (antwortete Polyphilus) so muß ich der Gewalt weichen / und will sie / nach ihrem Befehl / morgen entweder mit Melopharmis und den Schäfern / oder / wo sich diese wegerten / ganz allein bedienen. Ich wünsche inzwischen einen glücklichen Abend / und bitte /meiner Wenigkeit bestens zu gedenken.

Damit nahm er Abschied / und kame so spat wieder zu den Tieften / daß er die Heerden nicht mehr im Feld fande. Der Melopharmis und dem Agapistus hinterbrachte er die Einladung seiner Liebsten / welche sich so bald entschlossen / sie zu besuchen. Wie sie dann solchen Vorsatz ins Werk stellten / und des andern Morgens gar früe mit Polyphilus / nach den Landgut der Macarie giengen / und daselbst von ihr /mit großer Höflichkeit empfangen wurden. Sie führte diese ihre Gäste eine Zeitlang im Garten auf und ab /und bate / ihr zu vergeben / daß sie sich unterstanden / sie an diesen schlechten Ort einzubitten.[430] Ihre Freundlichkeit / hochgeschätzte Frau! (sagte sie gegen Melopharmis) wird mir hoffentlich zu gut halten / daß ich in dieser kühnen Einladung / meinen Begierden den Zaum schießen lassen. Ich konte in meinen Gemüte nicht löblich befinden / die jenige / von welcher ich albereit so viel Wolthaten genossen / so nahe zu wissen / und doch unbesprochen zu lassen. Dann ich muß bekennen / daß ich bißher ihrer Vorsorge Gutthätigkeit und Hülfe / ohne Erkentnus und ohne Verdienst / genossen. Wie ich dann davor dißmal einen schuldigen Dank ablege / mit der Bitte / daß sie ihr den Polyphilus ferner befohlen seyn lassen / ihm in seinem Vorhaben beystehen / und alles Widrige / so ihn betrüben könte / durch ihren hoch-verständigen Raht hintertreiben wolle: welche Aufrichtigkeit dankbarlich zu erwiedern / wir beyde / bey allen vorfallenden Gelegenheiten / nach Vermögen / jederzeit uns wollen angelegen seyn lassen.

Melopharmis / deren dieser Dank nicht übel gefiele / gabe zur Antwort: Ihre Höflichkeit / Tugendgezierte Macarie! ist ungleich grösser weder meine geringe Hülffe / welche vielmehr der Göttlichen Vorsehung / als meinem Vermögen beyzumessen. Und so ich je etwas / zu ihrer Vergnügung gewirket hätte /wäre solches doch längsther / durch die Unterrichtung meines Sohns / vom Polyphilus ersetzet worden. Ist also ihr hoher Dank / ganz überflüssig. Ich werde mich aber hinkünftig bemühen / zu verdienen / was ich von ihrer Freundlichkeit heut genieße: damit die Danksagung der schönen Macarie / nicht vergeblich sey. Macarie führte sie hiernächst mit auf ihr Zimmer / und bate /[431] mit ihr das Früstück einzunehmen. Ob nun wol Melopharmis / mit den Schäfern / sich entschuldigte / und einwendete / daß sie bloß zur Besuchung / und nicht Unkosten zu verursachen / angekommen wären / so ließe sich doch Macarie nicht abweisen / sondern sagte: wie daß sie nicht gewohnt wäre / nüchtern zu reisen / und hoffen wolte sie würden ihre geringe Kost nicht verschmähen. Also wurden sie zum sitzen genötigt / und so wol mit köstlichen Speisen als mit geschickten Zusprechen / auf das allerhöflichste tractirt. Agapistus rühmte solches / und sagte: Es sey an solchen Tischen gut sitzen / da man nicht allein herrliche Kost / sondern auch ein freundliches Gesicht genieße.

Weil jenes / an einen so einsamen und ungelegenen Ort nicht zu hoffen / (sagte Macarie) so solte billig dieses den Mangel ersetzen. Allein / ich muß mich auch darinn gar ungeschickt bekennen / und werde bey meiner Einsamkeit / fast gar die Sprache vergessen. Das kan man nicht spüren / (versetzte Agapistus) und halte ich vielmehr davor / daß die kluge Macarie /in der Einsamkeit / einen solchen Uberfluß schöner Worte samle / daß sie sich hernach / bey Gesellschaften / damit verwunderlich machen könne. Wann ich nicht wüste / (erwiederte Macarie) daß Agapistus gern scherze / so wolte ich diese Auflage bestreiten. Allein / ich fürchte / dadurch nur seiner Beredsamkeit den Damm zu öffnen / und meine Unvermögenheit käntlicher zu machen. Ich befinde also viel nötiger /zu bitten / daß sie die geringe Speisen kosten / und den geneigten Willen / mit welchem ich die leere Schüsseln gefüllet / an stat des gültigen Werks annehmen wollen. Wir haben[432] vorhin / (sagte Polyphilus) ihre Höflichkeit mißbraucht / und wollen nun die wenige Zeit / welche wir noch übrig haben / in ihrer Begleitung zubringen. Das wäre zu viel / (begegnete ihm Macarie) ich habe sie schon so weit bemühet: solten sie mich auch begleiten? Es ist eine angenehme Bemühung / (versetzte Polyphilus) und müssen wir auch ohn das den Weg nach Soletten gehen / biß er sich gegen Brundois wendet. Wann dieses gewiß ist /(sagte Macarie) so will ich bitten / so lang auf meine Kutsche zu sitzen / als wir einerley Weg zu reisen haben / und durch ein freundliches Gespräch mir die Heimreise zu kürtzen.

Also hieß sie die Kutsche bespannen / und bate ihre Gäste / zu ihr zu sitzen: welches sie / nach höflicher Danksagung vor erwiesene Ehre / verrichteten. Polyphilus saß zu Macarien / und samlete / die Kürtze der Zeit beobachtend / die Früchte seiner Liebe / ehe der Garten verschlossen wurde / mit solcher Ergötzlichkeit / daß Agapistus / wie er scherzhaft war / solche zu zerstören suchte / und die Melopharmis bate /etwas von ihrer beyder schmerzhafter Trennung zu singen / welches sie also erfüllete.


Ach! wie wird das süße Lieben /

Welches diese zwey ergezt /

Sich verwechseln in Betrüben /

Wann sie scheidend sich gelezt.

Eh noch eine Stund dahin /

Wird voll Kummer seyn ihr Sinn.


Macarie konte dieses hönische Mitleiden nicht unbeantwortet lassen / sondern sange dieses dagegen.
[433]

Dannoch hat das süße Lieben

Uns geraume Zeit ergezt.

Will das Scheiden uns betrüben /

Ist ihm doch ein Ziel gesetzt;

Und es flieht nie gänzlich hin /

Was erfreuet unsern Sinn.


Damit nun Melopharmis nicht alsbald gewonnen gäbe / versuchte sie noch einmal ihre Künst / mit diesen Zeilen:


Aber / vermag das Scheiden

Zu erdulten / sonder Pein?

Welcher kan das Klagen meiden /

Wann er muß getrennet seyn?

Tausend Schmerzen / Weh und Ach /

Folgt der süßen Liebe nach.


Macarie konte diß nicht langnen / und wolte es doch auch nicht allerdings gestehen / sondern suchte das Mittel / mit folgender Antwort:


Die / so mit der Hoffnung scheiden /

Können noch gedultig seyn.

Was nicht ewig zu vermeiden /

Bringt der Tugend keine Pein.

Nur Gedult! dann Weh und Ach /

Dienet leider! nicht zur Sach.


Wie sehr den Polyphilus diese Erinnerung seines Unglücks bewegte / so muste er doch solches Scherz-Gespräches lachen. Und weil sie eben damit der Weg auf Soletten scheidete / sprang er viel herzhafter / als ihm zu muht war / aus der Kutschen: da ihm die andere folgeten / und allda von Macarien Abschied nahmen. Polyphilus bate sie / in der Liebe beständig / und in seinem Andenken[434] ämsig zu seyn / versprechend / sie ehest mit einem Brieflein zu besuchen. Sie ließen sie damit nach Soletten fahren / und kehrten / mit den nun-betrübten Polyphilus / unter einem scherzhaften Trost-Gespräche / wieder zu ihrem Trieften: machten damit dieser Kurtzweil / und auch diesem dritten Buch ein Ende.

Quelle:
Maria Katharina Stockfleth: Die Kunst- und Tugend-gezierte Macarie, 2 Bände, Band 2, Nürnberg 1673, S. 413-435.
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Jenny

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1843 gelingt Fanny Lewald mit einem der ersten Frauenromane in deutscher Sprache der literarische Durchbruch. Die autobiografisch inspirierte Titelfigur Jenny Meier entscheidet sich im Spannungsfeld zwischen Liebe und religiöser Orthodoxie zunächst gegen die Liebe, um später tragisch eines besseren belehrt zu werden.

220 Seiten, 11.80 Euro

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Große Erzählungen der Hochromantik

Große Erzählungen der Hochromantik

Zwischen 1804 und 1815 ist Heidelberg das intellektuelle Zentrum einer Bewegung, die sich von dort aus in der Welt verbreitet. Individuelles Erleben von Idylle und Harmonie, die Innerlichkeit der Seele sind die zentralen Themen der Hochromantik als Gegenbewegung zur von der Antike inspirierten Klassik und der vernunftgetriebenen Aufklärung. Acht der ganz großen Erzählungen der Hochromantik hat Michael Holzinger für diese Leseausgabe zusammengestellt.

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