13.

[275] Danischmend hatte sich vorgesetzt, den Sultan seinen Herrn das nächste Mal noch mit verschiedenen Anordnungen Tifans, die sich auf die Staatswirtschaft in Scheschian bezogen, zu unterhalten: aber Schach-Gebal, dem, sobald er ihn ansichtig wurde, die zweimal hunderttausend starke wohl genährte Müßiggänger wieder zu Kopfe stiegen, ließ ihm keine Zeit dazu. »Herr Danischmend«, sagte der Sultan, »bei Gelegenheit der Müßiggänger, von welchen gestern die Rede war – was machte wohl mein guter Bruder Tifan mit der ungeheuern Menge von Ya-faou, die, wenn ich mich noch recht erinnere, unter dem schwachen Azor das Land ausfressen halfen? Und was wurde aus den blauen und feuerfarbnen Bonzen überhaupt? Ihr wißt, ich interessiere mich für die guten Leute, und ich will keinen Augenblick länger über ihr Schicksal in Ungewißheit schweben.«

»Eh ich Ihre Hoheit über die erste Frage befriedigen kann«, war Danischmends Antwort, »muß ich bemerken, daß eine von Tifans ersten Sorgen war, die Bewohner seines Staates zu klassifizieren, und sowohl die Pflichten als die Gerechtsamen einer jeden Klasse genau zu bestimmen. Ein großer Teil seines Gesetzbuches ist mit diesem wichtigen Gegenstand angefüllt. Die Landleute, das ist, alle, die sich mit dem Feldbaue, der Viehzucht, und irgend einem andern zur Landwirtschaft gehörigen Teile hauptsächlich beschäftigten, machten den größten Teil der ersten Klasse aus. Sie genossen der Ehre, daß der König selbst zu ihrer Zunft gehörte, indem er, zum öffentlichen Zeichen, daß der Bauerstand, als die wahre Grundlage der ganzen bürgerlichen Gesellschaft, vorzüglich ehrenwert sei, jährlich an einem der ersten Frühlingstage in eigener Person einen Baum pflanzte, und ein Stück Feldes ackerte. Dieser[275] Tag, mit welchem alle Feldarbeiten in Scheschian angefangen wurden, war einer ihrer höchsten Festtage, und der oberste Vorsteher jedes Ortes durch das ganze Reich war verbunden an demselben das nämliche zu tun was der König, dessen Person er bei dieser feierlichen Handlung vorstellte. Die Landleute in Scheschian genossen durch Tifans Gesetzgebung aller Vorzüge frei geborner Bürger: und wiewohl sie großen Teils eine Art von Pachtern der Edelleute oder des Königs selbst waren; so machten sie doch durch die Befreiung von aller willkürlichen und tyrannischen Gewalt, und durch die Mäßigkeit der Abgaben, die sie dem Staat und ihren Grundherren zu entrichten hatten, ohne Zweifel die glücklichste Klasse der Einwohner von Scheschian aus; besonders in einigen Provinzen, wo ein milderer Himmel den Geist der Freude und der sanfteren Gefühle über das Landvolk ausgegossen hatte, und die ungemeine Fruchtbarkeit der Natur ihre Arbeiten beinah in Spiele verwandelte.

Die zweite Klasse, die aus allen den Bürgern bestand, welche sich mit den Handwerken und mechanischen Künsten beschäftigten, und in den Flecken und Städten ihren eigentlichen Sitz hatten, war zwar, besserer Ordnung wegen, in so viele besondere Zünfte, als es verschiedene Arten der mechanischen Künste und Hantierungen gibt, abgeteilt: aber alle alte Gebräuche oder Gesetze, welche die Ausübung derselben mit einem Zwange belegten, der das Talent fesselte, den Fleiß niederschlug, und den Fortgang der Kunst hemmte, fanden eben so wenig Schutz bei Tifan als die anmaßlichen Freiheiten, wodurch jedes Handwerk ehmals ein kleiner Staat im Staate und berechtiget gewesen war, alle übrige Bürger nach Gefallen zu bedrücken. Tifans hauptsächliches Augenmerk bei der Polizei dieser Klasse war, auf der einen Seite den Vorteil zu erhalten, daß alle Arten von Manufakturen so gut als möglich gearbeitet, zugleich aber auch ihrer Verfeinerung gewisse Schranken gesetzt würden. Der Luxus verwandelt unvermerkt die Handwerke, welche ganz allein, oder doch hauptsächlich zur Verfertigung der unentbehrlichsten Bequemlichkeiten bestimmt sind, in schöne Künste; der Grobschmied, der Schlösser, der Tischler, wird durch ihn zum Nebenbuhler des Goldarbeiters, des Bildschnitzers, des Malers usf. Die Künste arten aus; das Nützliche wird dem Schönen, das Zweckmäßige dem Launischen der Mode, die einfältige Zierlichkeit der Formen einer übertriebenen Feinheit der Ausarbeitung aufgeopfert. Diese Üppigkeit der Künste unterhält den Luxus, der sie ausbrütete, und die Kunst selbst gerät in Verfall. Tifan, in dessen Augen der Luxus ein auszehrendes Fieber für jeden Staat war, ließ[276] sich nicht daran genügen, alle Künste, welche keinen andern Zweck noch Nutzen als die Beförderung des Müßiggangs und der Üppigkeit haben, aus Scheschian zu verbannen; er bemühte sich auch die Ausartung derjenigen, welche nützlich und unentbehrlich waren, zu verhindern; und eine Frucht dieses Zweiges seiner Polizei war, daß man alle Arten von Hausgeräte, Werkzeuge, Eisen- und Stahlarbeit, Wollen- und Seiden-Manufakturen, und selbst solche Verarbeitungen, welche bloß zur Pracht und Zierlichkeit dienen, nirgends weder besser noch in geringerm Preise haben konnte als in Scheschian. Die Scheschianischen Künstler lernten die innere und wesentliche Güte mit dem Schönen und Gefallenden vereinigen; und daher erhielten sich ihre Arbeiten auch außer Landes lange Zeit in dem Besitz eines Vorzugs, den ihnen keine andre Nation streitig machen konnte.

Die dritte Klasse« – –

»Bestand sie aus Bonzen und Ya-faou?« fiel Schach-Gebal ungeduldig ein –

»Nein, Sire« – –

»So erweise mir den Gefallen«, sagte der Sultan, »und springe über sie weg, und über alle andre, so viel ihrer noch sein mochten, mit deren Polizei du mich hier sehr unnötiger Weise aufhältst, während daß ich ganz andre Dinge wissen will. In welcher Klasse waren die Ya-faou? – Dies ist der große Punkt!«

»Die Wahrheit zu sagen, gnädigster Herr, in gar keiner Klasse«, versetzte Danischmend: »und der Grund, warum Tifan für nötig, oder wenigstens für sehr nützlich hielt, sie aus dem Verzeichnisse der Geschöpfe die in Scheschian geduldet wurden (denn Bürger waren sie nie gewesen), auszulöschen, scheint in der Tat nicht unerheblich. ›Ein Staat‹ (sagt er in seinem Gesetzbuche) ›kann mit nichts füglicher verglichen werden als mit einer großen Pflanzung. Diese besteht aus einer Menge von allerlei Arten von Gewächsen, Bäumen, Stauden, Blumen, Kräutern und Gräsern. Einige Bäume geben Bauholz, andere dienen zum Brennen, andere zu Verfertigung allerlei nötiger Gerätschaft; andere tragen Früchte zur Erfrischung des Menschen, andere Speise für das Vieh. Einige Pflanzen dienen zur Nahrung, andere zur Arznei, viele nützen bloß zum Vergnügen; sie ergetzen das Auge und den Geruch; ein schlechtes Kräutchen verbirgt oft unter einer unscheinbaren Gestalt die herrlichsten Kräfte. Alles was zum Nutzen oder zur Verschönerung der ganzen Pflanzung etwas beiträgt, hat seinen Wert, und wird ein Gegenstand der aufmerksamen Sorgfalt des Besitzers. Aber Unkraut und Trespe, und schmarutzerische Pflanzen, welche bloß[277] darum sich um die nützlichen Gewächse herum winden, um ihnen die besten Nahrungssäfte zu entziehen, kurz, alles was nicht nur an sich selbst zu nichts taugt, sondern im Gegenteile durch seine Ausbreitung das Wachstum und die Vermehrung der nützlichen Gewächse hemmet, wird sorgfältig ausgerauft, und bis auf die kleinsten Fäserchen seiner Wurzeln ausgerottet. Eben so verhält es sich mit einem wohl geordneten Staate. Ein Teil der Bürger beschäftiget sich die übrigen zu nähren, ein andrer sie zu bekleiden, ein dritter ihre Wohnungen zu erbauen, ein vierter sie mit tausend nötigen Gerätschaften und Bequemlichkeiten zu versehen, ein fünfter den Umsatz und Vertrieb dieser Dinge zu erleichtern; einige dienen dem gemeinen Wesen mit ihren Händen, andre mit ihrem Kopfe, andre sogar mit ihrem Blut und Leben. Verschiedene, wenn sie auch keine andere Kunst gelernt haben, besitzen wenigstens die Gabe ihren Mitbürgern Vergnügen zu machen. Alle diese Arten von Einwohnern sind dem gemeinen Wesen entweder unentbehrlich oder doch zu irgend etwas gut: aber wozu ein Ya-faou, in so fern er ein Ya-faou ist, gut sei, dies‹, sagt Tifan, ›habe ich mit allem Nachsinnen nicht heraus bringen können. Ich sehe alle Plätze, worin man dem Staate Dienste leisten kann, schon besetzt; und indem ich alle mögliche Arten von Bedürfnissen überzähle, find ich keines, worauf der Stand der Ya-faou sich bezöge. Vielleicht mögen sie zu einer Zeit, da die Scheschianer, noch zwischen Wildheit und Barbarei schwebend, an Vernunft und Sitten wenig besser als die übrigen Tiere waren, vielleicht mögen sie damals einigen zweideutigen Nutzen geleistet haben. Aber diese elenden Zeiten, wo die Verwilderung und Abwürdigung der menschlichen Natur groß genug war, um die Dienste der Ya-faou vonnöten zu haben, sind, Dank sei dem Himmel, vorbei. In dem angebauten, gesitteten, aufgeklärten und polizierten Scheschian müssen sie entweder, gleich müßigen Hummeln, verdienstlos die Früchte des Fleißes der arbeitsamen Bürger verzehren, oder, wenn sie etwas tun wollten, würde ihre Geschäftigkeit schädlicher als ihr Müßiggang sein. Der größte Teil von ihnen hat durch seine rohe Unwissenheit, durch die Verachtung und Verunglimpfung alles dessen was ein Mittel zur Verbesserung des Nationalzustandes werden konnte, durch die eifrigste Beförderung des Aberglaubens, der Dummheit und einer knechtischen Unterwürfigkeit der Geister unter das Joch sinnloser Vorurteile, den Fortgang alles Guten in Scheschian gehemmt; ihre Grundsätze, ihr Beispiel und ihre Bemühungen vereinigten sich, dem gesunden Menschenverstande, der Tugend und den Sitten auf ewig den Zutritt in dieses unglückliche[278] Land zu versperren; – – und Tifan sollte sie dulden? Nein, bei allem was heilig und gut ist! Sie sollen verschwinden aus unsern Grenzen, und ihre Stätte soll nicht mehr gefunden werden! – Aber‹ (setzt der weise und menschenfreundliche Gesetzgeber hinzu) ›verhüte der Himmel, daß, indem wir die ganze Gesellschaft der Ya-faou zum Nichtsein verdammen, wir gegen die einzelnen Mitglieder derselben ungerecht sein sollten! Ohne Zweifel gibt es Männer von Verdiensten, eines bessern Namens und Platzes würdige Männer, unter ihnen, würdig des Schutzes der Gesetze und der Achtung ihrer Mitbürger, denen sie nützlich zu sein eben so fähig als willig sind. Fern sei es von uns, diese Rechtschaffenen das Schicksal oder die Zusammenkettung von Zufälligkeiten, wodurch sie unter die Ya-faou sich verirret haben, entgelten zu lassen! Sie sollen aus einer Gemeinschaft, die ihrer so unwürdig ist, heraus gehoben, und in einer Gestalt, worin sie den übrigen Bürgern von Scheschian ähnlich sehen, an Plätze gestellt werden, wo sie ihre Fähigkeiten und Tugenden ungehindert, unverfolgt vom Neid und von der Dummheit ihrer Mitbrüder, in völliger Tätigkeit zum gemeinen Besten anwenden können. Auch den übrigen, wofern sie lieber in die Zahl der guten Bürger zurückkehren, als sich freiwillig aus ihrem Vaterlande verbannen wollen, soll der Eintritt in irgend eine für sie schickliche Klasse unbenommen sein. Es soll ihnen frei stehen, ob sie den Karst, oder die Axt, oder den Hammer ergreifen, ob sie graben, weben oder spinnen wollen; wozu uns immer die Stärke ihrer Gliedmaßen oder die Beschaffenheit ihres Geistes sie am tüchtigsten macht. Aber Bürger sollen sie sein, und gute Bürger, oder Scheschian hat weder Luft noch Erde für sie!‹«

»Danischmend«, rief der Sultan in völliger Entzückung, »laß deine erste Sorge sein mir das Bildnis dieses unvergleichlichen Mannes zu verschaffen. Dies nenn ich einen König! Ich muß schlechterdings sein Bildnis haben. Ich will es in allen ersinnlichen Größen und Stellungen malen lassen; es soll in allen meinen Zimmern stehen; es soll mir aus Marmor gehauen und von Golde gegossen werden; ich will es in meinem Ring und in meiner Beteldose tragen; ich will es auf meine Kleider sticken und sogar in meine Schnupftücher wirken lassen« –

»Vortrefflich«, dachte Danischmend; »und noch besser wär es, wenn Ihre Hoheit den Mut hätten, selbst ein Tifan zu sein.«

»Der anbetenswürdige Mann!« rief Schach-Gebal von neuem. – »Aber wie gebärdeten sich die armen Ya-faou dabei? Gab es keine Bewegungen zu ihrem Vorteil? Es soll mich sehr wundern, wenn[279] Tifan eine so schwierige Unternehmung ohne gewaltsame Erschütterung des Staats ausführen konnte.«

»Er hatte seine Maßregeln so gut genommen«, sagte Danischmend, »daß die Aufhebung des ganzen Ordens nicht mehr Bewegung machte, als wenn alle Raupennester in Scheschian auf Einen Tag vernichtet worden wären. Alles war dazu vorbereitet. Die Klassifikation aller Einwohner des Reiches war gemacht, und einer jeden Klasse ihr gehöriger Rang und ihr eigener Kreis der Wirksamkeit angewiesen. Die Scheschianer fingen itzt von selbst an, die Betrachtung zu machen, daß die Ya-faou entbehrliche Leute sein könnten; und nun war es leicht, sie nach und nach auf die Bemerkung zu bringen, daß diese entbehrlichen Geschöpfe nicht nur sehr beschwerlich, sondern wirklich sehr schädlich wären. Die Verachtung, welche sie schon seit den Zeiten Azors und Isfandiars drückte, erleichterte die natürliche Wirkung aller dieser Bemerkungen. Kurz, die Nation wurde gewahr, daß das, womit sie so lange gebunden gewesen, keine Fesseln, sondern nur eine Menge einzelner Faden waren: indem man einen nach dem andern entzwei riß, fand sich – zu allgemeiner Verwunderung – daß man frei war; und nun erstaunte man erst, wie man so lange hatte warten können, sich selbst diese Erleichterung zu verschaffen.«

»Freund Danischmend«, sprach der Sultan, »so ein weiser Mann du bist, so wollt ich doch wetten, daß du dir nicht einfallen lässest, wie viel das was du eben sagtest, zu bedeuten hat?«

»Ich dächte doch«, wollte der Philosoph zu antworten anfangen, wenn ihm Schach-Gebal Zeit gelassen hätte – –

»Alles was du willst, Danischmend; aber gewiß nicht, daß dir diese Bindfaden, die du mich zerreißen gelehrt hast, die Stelle meines Itimadulet eintragen würden? Sultanin«, fuhr Seine Hoheit zu der schönen Nurmahal fort; »ich bin schon seit etlichen Wochen in Verlegenheit, den Mann zu finden, der für einen so wichtigen Platz gemacht ist: und nun geht es mir gerade wie den Scheschianern; mich wundert, wie ich nicht schon lange gewahr wurde, daß er bereits gefunden ist.«

»Ihre Hoheit hätten keine Wahl treffen können, welche Ihrer Regierung mehr Ehre machte«, erwiderte die Sultanin.

»Beim großen Propheten«, rief Danischmend, indem er dem Sultan zu Füßen fiel: »ich beschwöre Ihre Hoheit, zu bedenken was Sie tun wollen! Ich – Itimadulet? Ich zittre vor dem bloßen Gedanken. Machen Sie mich zu allem andern, zum Aufseher über Ihr Schmetterlingskabinett, oder zum Vorsteher Ihrer Akademie, oder[280] zum Vorsteher – Ihrer Truthühner, wofern ich ja ein Vorsteher sein soll; zu allem in der Welt, nur nicht zum Itimadulet! Ich sehe den ganzen Umfang eines solchen Amtes zu sehr ein« – –

»Närrischer Mensch«, rief der Sultan, »eben darum sollst du es haben! Du hast meinen Willen gehört; morgen stell ich dich im Divan vor, und kein Wort weiter!«

Quelle:
Christoph Martin Wieland: Der goldne Spiegel und andere politische Dichtungen. München 1979, S. 275-281.
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