A jour-Gewebe

[106] A jour-Gewebe, s.v.w. durchbrochene Stoffe.

Durchbrochene Muster in gewebten Stoffen entliehen mittels Kreuzung oder Verschlingung bestimmter Kettenfäden k mit andern unmittelbar daneben oder in der Nähe liegenden Kettenfäden, wobei durch Eintragfäden s diese Verschlingungen festgehalten werden, so wie es nebenstehende Figur an einem einfacheren Beispiel dieser sogenannten Dreherbindungen erkennen läßt. Zur Erreichung des Zweckes dient entweder die Einrichtung des Gazestuhles oder eine Vorrichtung an der Lade des Webstuhls, der sogenannte Stichstab.


Literatur: [1] Finsterbusch, Die mechanische Weberei und die Fabrikation der Kunst- und Figurendreher, Altona 1889. – [2] Wenzel, Die Bindungslehre für Gazegewebe, Glauchau (Selbstverlag).

Ernst Müller.

A jour-Gewebe
Quelle:
Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 1 Stuttgart, Leipzig 1904., S. 106.
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