Meilenbaken

[358] Meilenbaken. Um bei Probefahrten der Schiffe genaue Ergebnisse über deren Geschwindigkeit zu erhalten, werden an geeigneten Stellen der Küste, meist in der Nähe der Kriegshäfen, Meilen (eine oder zwei Seemeilen)[358] abgesteckt und deren Endpunkte durch je zwei Baken bezeichnet, von denen die eine dicht an der Küste, die andre gut sichtbar weiter innenlands aufgestellt wird, so daß alle vier ein Parallelogramm (am besten Rechteck) bilden. Das vorbeidampfende Schiff, welches entweder nach Landmarken oder nach Deckpeilung besonderer Baken einen der gemessenen Meile parallelen Kurs einhält, notiert die Zeiten, zu welchen sich die Bakenpaare des Anfanges und Endes der Meile decken und erhält daraus die Fahrgeschwindigkeit (s.a. Baken).

von Nießen.

Quelle:
Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 6 Stuttgart, Leipzig 1908., S. 358-359.
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