Prinzip des kleinsten Zwanges

[240] Prinzip des kleinsten Zwanges (Gaußsches Prinzip). Es lautet: Die Bewegung eines Systems materieller Punkte mit beliebigen Bedingungen geschieht in jedem Augenblick in möglichst großer Uebereinstimmung mit der freien Bewegung oder unter möglichst kleinem Zwange, wobei als Maß des Zwanges, den das ganze System in jedem Zeitteilchen erleidet, die Summe der Produkte aus dem Quadrat der Ablenkung jedes Punktes von der freien Bewegung in seine Masse gilt. Das Prinzip ist dem von d'Alembert gleichwertig und kann dieses vertreten.


Literatur: Gauß, Gesamte Werke, Bd. 5, S. 23.

Finsterwalder.

Quelle:
Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 7 Stuttgart, Leipzig 1909., S. 240.
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