Rüböl

[522] Rüböl, fettes Oel aus den Samen verschiedener Brassicaarten, namentlich von Brassica campestris L (Colza-, Kohlsaatöl), Brassica Napus L. (Raps-, Repsöl) und Brassica rapa L. (Rübsenöl).

In frischem Zustande bräunlichgelb, ohne Geruch und Geschmack, sehr dickflüssig, mit sehr niedriger Verseifungszahl (178), erstarrt zwischen – 2° C. und – 10° C. und wird erst bei 0° wieder flüssig; spez. Gew. 0,9123–0,9159. Das Oel erhält beim Stehen sehr bald einen unangenehmen Geschmack; es wird durch Auspressen oder Extraktion gewonnen und dient als Brennöl, Schmiermittel, zum Einfetten von Leder (Kernöl) und Wolle.

Deite.

Quelle:
Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 7 Stuttgart, Leipzig 1909., S. 522.
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