Reibungsschaltwerk

[396] Reibungsschaltwerk benutzt ein Klemmstück, das über dem ungezahnten Rand einer Scheibe hin und her schwingt und dabei die Scheibe in der einen Richtung mitbewegt.

Ein mit Keilform und Rille anliegender Daumen versteift sich nach Fig. 1 infolge seiner exzentrischen Aufhängung gegen das Rad, gleitet aber in der andern Richtung lose auf dem Rande. Die beiden Backen, die in Fig. 2 den Kranz von außen und innen fassen, nehmen ihn durch Reibung mit, wenn die Exzenterstange nach rechts oben geht, und fallen beim Rückgang der Stange leicht gleitend auf dem Kranze zurück. Das Schaltrad wird bei Ausführungen nach Fig. 1 und 2 durch Gesperre von gleicher Art am Rückgang verhindert. Die Reibungsschaltwerke ermöglichen[396] eine beliebige Veränderung der Schaltweite und werden besonders für den Vorschub an Sägegattern benutzt.


Literatur: Reuleaux, Der Konstrukteur, 4. Aufl., Braunschweig 1882/89, S. 631.

Lindner.

Fig. 1.
Fig. 1.
Fig. 2.
Fig. 2.
Quelle:
Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 7 Stuttgart, Leipzig 1909., S. 396-397.
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