Zinnsulfide

[1005] Zinnsulfide. Zinnsulfür, Einfach-Schwefelzinn, Stannosulfid SnS, entsteht durch Zusammenschmelzen von Zinnfeile mit Schwefel als blätterige, sublimierbare Masse; durch Einleiten von Schwefelwasserstoff in eine Zinnchlorürlösung bildet sich braunschwarzes Sulfhydrat.

Zinnsulfid, Zweifach-Schwefelzinn, Stannisulfid, Stellt man durch Erhitzen eines Gemenges von Zinn, Quecksilber, Schwefel und Salmiak als goldgelbe, metallisch glänzende Masse dar, die besonders früher unter den Namen Musivgold, mosaisches Gold, Judengold, unechte Goldbronze, zum Bronzieren benutzt wurde. Schwefelwasserstoff gibt in Zinnoxydsalzlösungen einen hellgelben Niederschlag von Zinnsulfid, der leicht in Schwefelammonium löslich ist.

Moye.

Quelle:
Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 8 Stuttgart, Leipzig 1910., S. 1005.
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