2. Eine Sonne oder mehr?

[128] Als Gott diese Welt erschaffen wollte, sandte er die Biene an den Teufel ab, damit sie diesen um Rat frage, ob es besser sei, nur eine Sonne zu schaffen oder mehrere. Die Biene trug dem Teufel die Frage vor und setzte sich dann listiger Weise auf seinen Kopf. Der Böse beratschlagte[128] bei sich, wie er die Frage klug beantworten könnte, und sprach vor sich hin: »Gäbe es mehrere Sonnen, so wäre es nicht gut. Denn ihre Glut könnte die Flammen der Hölle übertreffen, und so hätten die Menschen keine Furcht mehr vor ihr.« Weiter sprach er: »Es wäre nicht gut, wenn es viele Sonnen gäbe. Denn sie könnten die Nacht zum Tag erhellen, und so hätten die Werke der Finsternis ein Ende.« Auf dieses tat nun der Teufel den Ausspruch: »Es ist besser, wenn es nur eine Sonne gibt.«

Wie die Biene jetzt aufflog, um dem Herrn diesen Ausspruch zu hinterbringen, und eben anfing zu summen, da erkannte der Meister der Nacht, daß sie auf seinem Haupte gesessen und der Beratung, die er mit sich gehalten, zugehört hatte. Ergrimmt hierob schlug er sie heftig mit einer Peitsche über den Leib. Durch diesen Schlag wurde sie ganz schwarz, – denn vorher hatte sie eine weiße Farbe1 – auch rührt von ihm ihre jetzige eingeschnittene Gestalt her.


  • Literatur: Arthur u. Albert Schott, Walachische Märchen, 1845, S. 283 f.

Anstatt der Erschaffung der Sonne, die den ursprünglichen Sageninhalt bildete (vgl. S. 12), ist in bulgarisch-mazedonischer Tradition deren Heirat eingesetzt.


1. Einst war der Teufel der Gefährte Gottes, und sie arbeiteten zusammen. Der alte Gott wollte die Sonne verheiraten und lud zur Hochzeit jedermann ein, der Teufel aber ging geärgert von dannen. Er hatte sich über Gott geärgert und ritt nun auf einem Esel davon. Gott erinnerte sich seiner und sandte die Biene aus, damit sie belausche, was er spreche. Die Biene holte den Teufel ein, setzte sich auf seinen Hut und horchte auf sein Selbstgespräch. »Ach, wie lange, daß sich Gott meiner nicht erinnert! Er will mich nicht zur Hochzeit einladen, er weiß aber nicht, daß, wenn er die Sonne verheiratet, er dadurch die Menschen vernichtet und die Erde verbrennen wird.« – Die Biene hörte diese Worte und summ! summ! flog sie von dannen. Der Teufel aber bemerkte sie und dachte gleich bei sich, daß sie ihn belauscht habe, deshalb wollte er sie töten. Die Biene flog, er stürmte ihr nach und verfolgte sie. Als er sie beinahe eingeholt hatte, schoß er mit seiner Flinte auf sie. Die Biene flog auf einen Weidenbaum und versteckte sich. Der Teufel schoß abermals auf sie und wollte sie treffen, sie aber wich auf die andere Seite der Weide. Er trieb sie nun so lange hin und her, bis er sie endlich mit einem Schusse traf, durch den ihr Körper in zwei Teile fiel. Mit schwerer Mühe flog sie von dannen. Als sie nun zu Gott kam und dieser sie fragte, was der Teufel gesprochen habe, da sagte sie: »Der Teufel wollte mich erschießen, und ich konnte mich nur mit schwerer Mühe retten. Er hat mir den Leib in zwei Teile geschossen.« Gott segnete sie und sprach: »Von nun an soll dein Unterleib das Wertvollste sein: dein Oberleib aber soll bleiben, wie er ist, soll sich kräftigen, und du sollst keine Schmerzen haben.« Hierauf sprach die Biene:[129] »Der Teufel sprach, zu sich: Gott weiß nicht, daß, wenn er die Sonne verheiratet, er das Volk vernichten und die Erde verbrennen wird!« Als Gott dies hörte, da ließ er die Hochzeit nicht abhalten und erlaubte es nicht, daß die Sonne heirate. Deshalb ist die Sonne noch immer eine Jungfrau, und die Biene ist in der Mitte getrennt, und der Honig ist das Wertvollste, denn Gott hat es so angeordnet.


  • Literatur: Sbornik IX, 134/2 = Strauß, Bulgaren, S. 11 f.

2. Die Sonne wollte sich verheiraten, ging zu Gott und fragte ihn: »Ich will mich verheiraten, kann es sein?« – »Ich will mal sehen,« antwortete er und schickte nach dem Teufel, daß er ihn befrage. Der Teufel kam und Gott sprach: »Die Sonne will sich verheiraten, geht das an?« – »Du bist Gott, du weißt es,« erwiderte der Teufel. Er wollte ihm nichts weiter sagen und zog mit seinem Esel von dannen. Gott sandte ihm die Biene nach, zu lauschen, was er unterwegs reden werde. Der Teufel kam an einen Fluß und sprach zu seinem Tier: »Trinke, trinke, Esel! Gott will die Sonne verheiraten, und wenn dann viele Sonnen geboren sind, wird alles vertrocknen. Schon jetzt, da es nur eine gibt, ist es gleichwohl trocken, wie wird es dann erst werden?« Die Biene summte und flog weg. Der Teufel setzte ihr nach, aber sie entkam zu Gott und berichtete: »Es kann nicht sein, daß die Sonne heiratet, denn die Erde würde verbrennen.« – Gott ist Gott, und er fragt doch um Rat. Was bleibt nun gar dem Menschen zu tun?


  • Literatur: Sbornik za nar. umotv. IX, Abt. 2, 167. Auch bei Strauß, S. 37, aber am Schlusse flüchtig übersetzt.

3. Alle Geschöpfe waren der Sonne um ihres Lichtes und ihrer Wärme willen dankbar; sie kamen an einem Frühlingstage in der Nähe des Meeres zusammen und beschlossen auf Veranlassung des Hahnes, ihr etwas Gutes zu erweisen. Während sie sich berieten, trat der Igel auf und sagte: »Alle Geschöpfe hat Gott gesegnet, daß sie sich verheiraten und vermehren sollen, die arme Sonne ist seit Erschaffung der Welt immer allein. Wir wollen sie verheiraten, damit sie auch gleich uns allen Freude erlebe.« Die Tiere stimmten zu, nur der Löwe schwieg nachdenklich, und der Bär fragte: »Was denkst du, erhabener König, von dem Vorschlag des Igels?« Der Löwe sagte: »Wenn wir die Sonne verheiraten, werden viele Sonnen geboren werden, und wir werden alle lebendig verbrennen. Schon jetzt können wir, wenn die eine Sonne heiß brennt, sie nicht ertragen, und wenn gar viele Sonnen sind, wie werden wir sie aushalten? Das ist meine Meinung!« Und alle riefen: »So ist es, wir wollen sie nicht verheiraten.« Als die Sonne das gehört hatte, tauchte sie unwillig in das Meer, und es wurde auf einmal Nacht. Die Tiere gerieten in Angst und Schrecken. Aber der Hahn sprach: »Seid unbesorgt. Ich werde ihr morgen früh mein Lied singen und die Sonne aus dem Meere hervorholen.« Er sang also sein Lied, aber die Sonne erschien nicht. Darum schlug er einen anderen Weg ein. Am anderen Morgen badete er im Meere und schüttelte dann die Flügel, sie zu trocknen. Da sah es die Sonne und fragte: »Warum schlägst du so traurig deinen Leib und bist unmutig?« Der Hahn antwortete: »Meine Freunde wollen mich verheiraten, um mich auf diese Weise zu Schande zu bringen. Ich preise die Ledigen. Besseres gibt's nicht. Verflucht seien, die mich verändern wollen.« Als die Sonne das hörte, freute sie sich, daß sie nicht zu heiraten brauchte, und schien wieder wie zuvor, alle Morgen. Noch jetzt[130] schlägt der Hahn, bevor er singt, mit den Flügeln. Das ist eine Erinnerung an jene Geschichte. Er denkt immer noch, daß er naß sei und sich trocknen müsse, ehe er sein Lied beginne. Der Igel aber schämt sich vor den anderen Tieren, und bis heute birgt er sein Gesicht in den Stacheln, wenn er jemand kommen sieht.


  • Literatur: (Eine entstellte Fassung, da der Igel sonst als der kluge Berater auftritt.)
    Sbornik XII, 138. Südmazedonisch. (aus Prilep), ebenso das folgende.

Varianten:


a) In alter Zeit versammelten sich die Tiere und wollten die Sonne verheiraten, klein und groß, zu Fuß, zu Pferd. Der Igel setzte sich auf einen Esel. Während einer Rast warf der Igel seinem Esel Steine vor. Die Tiere sahen das, sagten aber nichts. Denn sie dachten immer nur daran, wen die Sonne heiraten solle. Nachdem sie die Wahl getroffen hatten, brachten sie ihre Glückwünsche der Auserwählten dar. Nur der Igel erschien nicht, weil er währenddessen Steine für seinen Esel sammelte. Die Tiere fingen an, ihn zu rufen, und der Igel kam mit einer Schürze voll Steinen. »Was wollt ihr von mir?« – »Weißt du nicht, daß du Glück wünschen mußt? Und wozu diese Steine? Du willst wohl ein Haus bauen?« – »Ich werde kein Haus bauen,« sagte der Igel. »Ich sammle aber die Steine, damit ich den Esel daran gewöhne, statt Heu Steine zu essen. Denn wenn die Sonne geheiratet hat, wird Gott ihr viele Kinder bescheren, und alles Gras wird verbrennen.« – Als die Tiere das hörten, wollten sie nicht mehr die Heirat zulassen. Die Sonne hörte das und tauchte unter, und es ward dunkel. [Schluß ähnlich wie oben, nur stehen zwei Hähne am Strand, der eine alt und abgezehrt, der andere fröhlich krähend. Die Sonne fragt nach der Ursache der Freude, und jener erwidert, er freue sich, daß er nicht verheiratet sei, wie jener schlecht aussehende Hahn. Darauf scheint die Sonne wieder. Die Schlußpointe – die naturgeschichtliche Deutung fehlt. Der Hahn sagt nur: »Ich singe fröhlich und werde ewig singen.«]


  • Literatur: Sbornik XII, 139. Vgl. Schischmanoff, Nr. 7.

b) Einmal schien die Sonne gar niedrig über der Erde und wollte sich verehelichen. Die Menschen erschraken darüber, daß sie heirate, und sprachen: »Jetzt scheint eine Sonne, und im Sommer ist es heiß, so daß Stein und Baum bersten; wenn sie nun heiratet und wenn noch Sonnen zur Welt kommen und wärmen werden, so sterben wir vor Hitze!« Sie dachten also nach, was sie tun sollten, damit sie nicht heirate. Ein Bursche machte sich schlau ans Werk; er zog seine neuen Kleider an, nahm einen Strauß und ging zur Sonne. Als um die Sonne erblickte, fragte sie ihn: »Probatim, warum hast du dich so geschmückt?« »Ich bin ja noch Bursche,« versetzte er, »deshalb gehe ich stets in neuen Kleidern und zwar dahin, wohin ich eben will.« Nach einigen Jahren ward der Bursche ein Mann von mittlerem Alter. Da zog er alte, abgetragene Kleider an und ging abermals zur Sonne, die ihn erkannte, und nun fragte sie ihn: »Probatim, als du zuerst herkamst, da warst du geschmückt; warum bist du jetzt in so häßlichen Kleidern?« – »O, damals war ich noch ein Bursche, und was ich verdiente, das gehörte mir,« versetzte er, »jetzt aber bin ich verheiratet, habe eine Frau und Kinder, und was ich verdiene, muß ich auf sie verwenden.« Als dann der Mann alt wurde, zog er seine zerfetztesten Kleider an und ging zur Sonne, der er nun klagte: »Probatim, ich bin gekommen, um dir zu sagen, daß die Heirat gar schlecht ist. Heirate du nie! Du sahst ja,[131] in wie schönen Kleidern ich einherging, als ich noch Bursche war, und nun! in was für Kleidern gehe ich einher! Ich habe geheiratet, für meine Familie gesorgt; und nun haben meine Kinder, als sie erwachsen, mir alles weggenommen, was ich gehabt; selbst meine Kleider haben sie mir weggenommen, mich von Hause weggetrieben, so daß ich nun betteln gehe. Probatim, wenn du heiratest, so wird es dir auch so ergehen.« Als dies die Sonne hörte, sprach sie: »Wenn die Sache so steht, so heirate ich nicht!« Und sie ist bis auf den heutigen Tag ledig geblieben.


  • Literatur: Sbornik VII, 131 = Strauß, Bulgaren, S. 37 f.

In den Versionen von der Hochzeit der Sonne hat sich der Grundgedanke, daß der ratlose Schöpfer sich durch einen Lauscher den Rat des Teufels verschafft, mit einer äsopischen Fabel verbunden, die nach Äsop (Halm Nr. 77) bei Phaedrus I, 6 in folgender Form überliefert ist:


Uxorem quondam Sol cum vellet ducere,

Clamorem ranae sustulere ad sidera.

Convitio permotus quaerit Jupiter

Causam querelae. Quaedam tum stagni incola:

Nunc, inquit, omnes unus exurit lacus

Cogetque miseras arida sede emori.

Quidnam futurum est, si crearit liberos?


In den Contes moralisés des Nicole Bozon (bei Smith-Meyer, S. 113) findet sich folgende Fassung:


Le soleil fist jadis somondre a sa court ... (fehlen einige Worte); si les pria qe ils purveïssent de un riche dame a sa femme. Les autres alerent a Destinee e lui prierent de coñseil ou ils trovere(ie)nt dame de si graunde richesse qe fust digne al soleil. A ceo respondi Destinee, si lur dist: »Vous estez foux e meyns avisez chescun pié. Ia saviez bien qe par le soleil estez sovent eschaufeez: si par vostre purveiaunce de greyndre richesse seit afforcee, tant pirs vous esterra; pur ceo vous rechessez qe vous ne seiez plus grevez.«


Ähnlich bei Marie de France, fable VIII, doch bringen dort alle Tiere (universa creatura) ihre Klagen vor Jupiter und die Himmlischen (Hervieux II, 503).

Die ursprüngliche Form hat mit solchen Sagen nichts zu tun, sondern beruht auf dualistischen Sagen des Irans. Außer der Ratlosigkeit des Schöpfers beweist dies die Bedeutung des Igels, der schon im Avesta als ein überaus angesehenes und heiliges Tier gepriesen wird. Im 13. Fargard des Vendidad heißt es dort:


Welches ist das Geschöpf, das von Çpenta-mainyus geschaffen, unter den Geschöpfen, welche Çpenta-mainyus geschaffen hat. Welches jeden Morgen beim Aufgang der Sonne herzukommt als ein Tausendtöter des Aḡra-mainyus? Darauf entgegnete Ahura-mazda: »Der Hund mit stachligem Rücken und wolliger Schnauze, Vaḡhâpâra, den schlechtredende Menschen mit dem Namen Dujaka belegen. Dies ist das Geschöpf, das von Çpenta-mainyus geschaffene, unter den Geschöpfen, welche Çpenta-mainyus geschaffen hat. Welches jeden Morgen bei Sonnenaufgang als ein Tausendtöter des Aḡra-mainyus herbeikommt. Wer ihn tötet, o heiliger[132] Zarathustra, den Hund mit stachligem Rücken und wolliger Schnauze, den Vaḡhâpâra, den schlechtredende Menschen mit dem Namen Dujaka belegen, der tötet seine Seele bis ins neunte Glied, für sie ist die Brücke Chinvat schwer zu erlangen, wenn er es nicht während seines Lebens mit Çraoshăs sühnt. Schöpfer! Wer den Hund, Vaḡhâpâra, mit stachligem Bücken und wolliger Schnauze, tötet, den schlechtredende Menschen mit dem Namen Dujaka belegen. Was ist dafür die Strafe?« Darauf entgegnete Ahura-mazda: »Tausend Schläge schlage man mit dem Pferdestachel, tausend mit dem Çraŏsha-charana.«


  • Literatur: Avesta, übers. v. Spiegel, Bd. I, S. 99 f. Vergl. Bd. II, Anhang: Zusätze und Verbesserungen: Der Igel gehört zur guten Schöpfung.

Zu dem Gedanken, daß der Teufel Gottes Ratgeber bei der Schöpfung war, vergleiche noch Höchström, Beschreibung des schwedischen Lapplands (übers. v. Templin), S. 82:

Als Gott die Welt erschuf, zog er den Perckel oder bösen Feind zu Rate, wie alles sollte angestellt werden. Gott wollte, daß alle Bäume aus Mark und alle Seen aus Milch bestehen und daß alles Gras, Blumen und Kräuter Beeren tragen sollten. Der böse Feind aber legte sich darwider, wobei es auch sein Bewenden hatte.

Hierzu ist folgende indianische Parallele zu stellen:

Olelbis sagt, wie die Welt sein soll, daß es für die Alten ein Wasser geben soll, das sie wieder jung macht, daß es große Bäume geben soll, die unten keine Zweige haben, nur oben. Die Eicheln sollen keine Schalen haben, man wird stets essen können, ohne die Hülse zu entfernen, niemand wird danach zu klettern brauchen, sie werden reif herunterfallen. Sedit aber willigt nicht in diese guten Absichten, er richtet alles ein, wie es jetzt ist, und bringt auch den Tod in die Welt.


  • Literatur: Curtin, Creation Myths of Primitive America, p. 163 f.

Fußnoten

1 In der walachischen Sprache heißt die Biene albina, die weiße. Nach einer anderen Sage soll die Biene ihre Gestalt und Farbe von der feurigen Himmelsgeißel, dem Blitze, haben, mit dem sie der heilige Petrus im Zorne schlug, weil sie mit ihren Eltern als ein ungehorsames Kind gestritten hatte.


Quelle:
Dähnhardt, Oskar: Natursagen. Eine Samlung naturdeutender Sagen, Märchen, Fabeln und Legenden, 4 Bände, Leipzig/Berlin, 1907-1912, S. 133.
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