Aribo

[756] Aribo, Erzbischof von Mainz (1021–31), Sohn des bayrischen Pfalzgrafen A., strebte nach einer episkopalen, von dem Papst möglichst unabhängigen Gestaltung der deutschen Kirche und trat auf einer Synode zu Seligenstadt 1022 mit seinen Suffraganbischöfen den päpstlichen Ansprüchen entschieden entgegen. Als er 1023 die Ehe des Grafen von Hammer stein mit Irmengard trennte und diese mit dem Bann belegte, schritt der Papst gegen ihn ein. Nach Heinrichs II. Tode betrieb A. erfolgreich die Wahl Konrads II. Der St. Galler Ekkehard V. überarbeitete für ihn als Mainzer Domscholaster das Waltharilied. Vgl. R. Müller, Erzbischof A. von Mainz (Leipz. 1881); W. Dersch, Die Kirchenpolitik des Erzbischofs A. von Mainz (Marb. 1899).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 1. Leipzig 1905, S. 756.
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