Aristĭonstele

[761] Aristĭonstele, ein 1838 im östlichen Attika gefundenes marmornes Grabrelief (jetzt in Athen, s. Tafel »Grabmäler«, Fig. 2), das Werk eines Künstlers Aristokles, nach der Buchstabenform der Inschrift etwa der 2. Hälfte des 6. Jahrh. v. Chr. angehörig, stellt den Aristion stehend in der vollen Bewaffnung eines Schwerbewaffneten dar. Das Denkmal hat doppeltes Interesse, da es einerseits eine Anschauung von der Ausrüstung der damaligen attischen Krieger gibt, anderseits durch die starken Farbenreste für die Bemalung solcher plastischen Werke zeugt. Eine ganz ähnliche Stele wurde 1888 zu Ikaria in Attika aufgefunden.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 1. Leipzig 1905, S. 761.
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