Bergedorf

[671] Bergedorf, hamburg. Landherrenschaft, zwischen Elbe und Bille, 87 qkm (1,58 QM.) groß, hat sehr fruchtbaren Marschboden (die Vierlande, s. d.) und (1900) 23,728 Einw. Die Stadt B., an der Bille, an einem schiffbaren Kanal, der Elbe und Bille verbindet, und an der Staatsbahnlinie Berlin-Hamburg, hat eine evangelische und eine kath. Kirche, ein Schloß, Realschule, Progymnasium, Amtsgericht, Blindenanstalt für Kinder, Blindenheim, Stuhlrohr-, Glas-, Bürsten- und Knopffabrikation, Emaillierwerk, Gerberei, Ziegelbrennerei und (1900) 10,250 meist evang. Einwohner. Die Stadt erhielt schon 1275 das lübische Recht, gehörte zunächst zu Sachsen-Lauenburg, wurde 1420 von Lübeck und Hamburg erobert und ging erst 1868 aus dem Gemeinbesitz an Hamburg über.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 2. Leipzig 1905, S. 671.
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