Beskiden

[756] Beskiden (Bieskiden), eine in den Karpathen häufig vorkommende Bezeichnung für Bergketten und Berge. 1) Als Westliche B. im engern Sinne wird jene Kette bezeichnet, die im Halbbogen von den Quellen der Oder bis zum Jablunkapaß zieht und in drei Teile zerfällt: eigentliche B., Ossuskette mit der Magura (Árvaer Magura) und Babia Gura. Im weitern Sinne zählt man auch das ungarisch-galizische Grenzgebirge östlich des genannten Passes bis zum Poprád hierher. Die hochsten Spitzen sind: Babia Gura (1725 m) und Lissa Hora (1325 m). 2) Unter den Ostlichen B. versteht man den bewaldeten Karpathengrenzwall zwischen Ungarn und Ostgalizien vom Poprád bis zur Nordostecke Siebenbürgens. S. Karpathen. Vgl. die Führer durch die B. von Matzura (Teschen 1891), Hadaszczok (Mährisch-Ostrau 1894), Kolbenheyer (2. Aufl., Bielitz 1901).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 2. Leipzig 1905, S. 756.
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