Dardăner

[513] Dardăner, illyr. Volksstamm in Obermösien an der obern Morawa, der schließlich zur Bildung des rumänischen Volkstums mit beigetragen hat; in der Römerzeit wurden die D. stark zum Militärdienst herangezogen, was die Romanisierung dieses als Durchzugsgebiet wichtigen Landes beförderte. Kaiser Claudius H. war wahrscheinlich ein D., auch Konstantin stammte aus Naissus (Nisch) in diesem Gebiete. D. hießen auch die Bewohner der früh zu Grunde gegangenen Stadt Dardania am Fuß des Ida in Kleinasien (s. Dardanos) sowie die mit den Trojanern verbundenen Teukrer.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 4. Leipzig 1906, S. 513.
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