Elastīn

[589] Elastīn, Grundsubstanz des tierischen elastischen Gewebes, das in Bändern, Muskelscheiden, im Nackenband etc. auftritt, bildet nach der Reinigung durch Wasser, Alkohol etc. eine spröde, gelbliche, deutlich faserige Masse, die in Wasser aufquillt und dadurch vollständig elastisch wird, aber selbst bei anhaltendem Kochen sich niemals in Leim verwandelt und sich dadurch wesentlich von den leimgebenden Substanzen unterscheidet. Eine Mischung von Pepsin und Salzsäure verwandelt es wie auch Trypsin langsam in Albumosen. Von Hunden wird es fast vollständig verdaut. Es gehört zu den Albuminoiden, ist reich an Kohlenstoff, arm an Schwefel und liefert bei Behandlung mit Salzsäure viel Leucin und sehr wenig Tyrosin.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 5. Leipzig 1906, S. 589.
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