Empis

[763] Empis (spr. angpī), Adolphe, franz. Schriftsteller, geb. 29. März 1795 in Paris, starb daselbst 11. Dez.[763] 1868, verfaßte (z. T. mit andern) eine Reihe von Lustspielen, die sich durch glänzende Form und Feinheit der Beobachtung, verbunden mit sittlichem Gehalt, auszeichnen. Wir nennen davon: das sehr beifällig aufgenommene Stück »La mère et la fille« (mit Mazères, 1830); »L'agiotage, ou le métier à la mode« (mit Picard, 1835); »Lord Novart« (1836), »Julie« (1837), »L'héritière, ou un coup de partie« (1844). Eine Auswahl dieser Stücke erschien als »Théâtre« (1840, 2 Bde.). Für sein Hauptwerk gilt »Les femmes de Henri VIII« (in fünf Tableaus, 1854, 2 Bde.), worin er als glücklicher Nachahmer Shakespeares erscheint. E. wurde 1847 Mitglied der Akademie und 1856 Direktor der Comédie Française.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 5. Leipzig 1906, S. 763-764.
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