Gewitterläuten

[809] Gewitterläuten, das Läuten der Kirchenglocken zur Vertreibung eines Gewitters, ist in Tirol noch überall im Gebrauch. Nach der Lehre des römischen Pontifikale, das die liturgischen Formulare für die bischöflichen Weihesendungen enthält, erteilt die Glockenweihe oder Glockentaufe den Glocken die Kraft, Ungewitter und andre Übel zu vertreiben. Daher tragen viele Glocken die Inschrift: »Pello nociva, fugo daemonia, fulgura frango«.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 7. Leipzig 1907, S. 809.
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