Innervationsneurosen

[847] Innervationsneurosen, Erkrankung derjenigen Nerven, welche die Tätigkeit der einzelnen Organe, einzelner Organteile und somit auch wieder die Tätigkeit des ganzen Organismus vermitteln. Erkrankungen von Bewegungsnerven führen zu Krämpfen und Lähmungen in den zugehörigen Muskeln, Störungen[847] der Empfindungsnerven erzeugen Gefühllosigkeit oder Überempfindlichkeit in zugehörigen Hautpartien, bei Erkrankung von Drüsennerven entsteht veränderte Absonderung, bei Gefäßnerven veränderte Blutfüllung zugehöriger Gewebe; bei Trophoneurosen leidet der Ernährungszustand der Gewebe. Vgl. Emotionsneurosen.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 9. Leipzig 1907, S. 847-848.
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