Manley

[229] Manley (spr. männlĭ), Marie M. dela Riviere, engl. Schriftstellerin, geb. um 1672 auf Jersey, gest. 1724 in London, war die Tochter des Sir Roger M., Gouverneurs von Guernsey, der früh starb und sie unter dem Schutz eines Verwandten ließ, der die Unerfahrene ins Elend brachte. Gleich ihrer leichtfertigen Zeitgenossin Aphra Behn (s. d.) wußte sie mit[229] der Feder den Geschmack ihrer höfischen Zeitgenossen zu treffen; sie schrieb zwei gewagte Dramen: »The lost lover, or the jealous husband« und »Royal miscief«, und ergab sich dann der politischen Klatsch- und Skandalsucht mit »The secret history of Cullen Zarah« (1705) und »The new Atlantis«, angeblich Memoiren hoher Persönlichkeiten aus einer neu entdeckten Insel (1709, franz. 1713–16).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 13. Leipzig 1908, S. 229-230.
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