Mesa [3]

[648] Mesa, König der Moabiter, Zeitgenosse der israelitischen Könige Omri und Ahab. Sein um 850 v. Chr. in Dibon (jetzt Dibân, östlich vom Toten Meer) errichteter Denkstein (der vielbesprochene Mesastein), das älteste erhaltene Denkmal in hebräischer Sprache und Schrift, wurde 1868 von dem deutschen Missionar Klein aufgefunden und befindet sich im Louvre. Der Stein ist dem Gott Kamos geweiht, und die Inschrift berichtet von einem Sieg über Israel, dem M. einige eroberte Städte wieder abgewann. Diesem Siege ging der 2. Kön. 3,4 ff. erzählte erfolglose Zug Jorams zeitlich voran. Die Aufschrift des Mesasteins wurde zuerst 1870 publiziert von Ganneau und Graf Vogüé, herausgegeben von Schlottmann, sowie von Nöldeke (1870) und von Smend und Socin (Freiburg 1886) u. a.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 13. Leipzig 1908, S. 648.
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