Satledsch

[624] Satledsch (engl. Sutlej, im Sanskrit Satadru, tibetisch Langtschan, der Zaradros des Ptolemäos, der Hyphasis und Hesydros des Plinius), größter und östlichster der fünf Ströme des Pandschab, entspringt im südlichen Tibet unter 31° nördl. Br. und 81°35´ östl. L., unweit der Quellen des Brahmaputra und Indus in den Kailasbergen, durchfließt die Seen Manassarowar (s. d.) und Rakas Tal (4660 m ü. M.), verfolgt als Langtschankampo nordwestliche, nach dem Durchbruch durch den Himalaja, wobei er den von NW. kommenden Spiti aufnimmt, südwestliche Richtung, tritt dann in die Ebene, nimmt rechts den Bias auf und wird nun auch Gara genannt. Nach Vereinigung mit dem Tschinab heißt er Pandschnad und fällt, 1500 km lang, bei Mithankot in den Indus. Er ist bei Hochwasser bis Firozpur schiffbar.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 17. Leipzig 1909, S. 624.
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