Viertes Capitel.

Fehler der Beobachtung.

[359] §. 1. Von den Fehlschlüssen, welche eigentlich Vorurtheile oder Präsumtionen sind, die dem Beweise vorausgehen und ihn aufheben, gehen wir zu denjenigen über, die in der unrichtigen Ausübung des Beweisverfahrens liegen. Und da der Beweis im weitesten Umfang einen oder mehrere von den drei Processen, Beobachtung, Generalisation und Deduction, oder auch alle drei umfasst, so wollen wir die Irrthümer, welche in diesen drei Operationen begangen werden können, der Reihe nach betrachten und mit dem erstgenannten beginnen.

Ein Fehlschluss aus schlechter Beobachtung kann positiv oder negativ sein; er kann aus Nichtbeobachtung, oder aus falscher Beobachtung hervorgehen. Er ist Nichtbeobachtung, wenn die Thatsachen oder die besonderen Falle, welche zu beobachten waren, übersehen oder vernachlässigt worden sind. Er ist falsche Beobachtung, wenn die Thatsache oder das Phänomen, anstatt für das erkannt zu werden, was es in Wirklichkeit ist, für etwas Anderes gehalten wird.

§. 2. Nichtbeobachtung kann stattfinden, entweder indem man die Fälle, oder indem man einige von den Umständen eines gegebenen Falles übersieht. Wenn wir schliessen würden, ein Wahrsager sei ein wahrer Prophet, weil wir nicht auf die Fälle geachtet haben, in denen sich seine Prophezeiungen als falsch erwiesen, so wäre dies Nichtbeobachtung von Fällen; wenn wir aber die Thatsache übersehen hätten, oder wenn uns unbekannt geblieben wäre, dass in den Fällen, wo die Prophezeiungen eintrafen, er mit einem anderen im Einverständniss war, der ihm die Nachrichten[359] gab, aufweiche sich dieselben gründeten, so würde dies eine Nichtbeobachtung von Umständen sein.

In soweit es die Induction aus unzureichendem Beweis betrifft, gehört der erstere Fall nicht zu dieser zweiten Classe von Fehlschlüssen, sondern zur dritten, zu den Fehlern der Generalisation. In einem jeden derartigen Falle sind jedoch zwei Fehler oder Irrthümer statt eines vorhanden; der erste liegt darin, dass man einen unzureichenden Beweis, so zu sagen, als einen zureichenden behandelt, was ein Irrthum der dritten Classe ist; sodann hat man die Unzulänglichkeit selbst, das Nichthaben eines besseren Beweises, und dies ist, wenn ein solcher Beweis, oder, mit anderen Worten, wenn andere Fälle zu haben sind, Nichtbeobachtung; und soweit sie dieser Ursache zugeschrieben werden kann, ist die irrige Folgerung ein Irrthum der zweiten Classe.

Es liegt nicht in unserer Absicht, die Nichtbeobachtung zu besprechen, welche aus zufälliger Unaufmerksamkeit, aus Nachlässigkeit in den Gewohnheiten des Geistes, aus Mangel an Uebung der Beobachtungsgabe, oder aus Mangel an Interesse für den Gegenstand entspringt. Die der Logik angehörige Frage ist: den Mangel an vollständiger Competenz des Beobachters zugegeben, in welchen Punkten wird ihn diese Unzulänglichkeit von seiner Seite am wahrscheinlichsten irre führen? oder vielmehr, welche Art Fälle, oder welche Umstände werden in einem gegebenen Falle den Beobachtern, den Menschen überhaupt am wahrscheinlichsten entgehen?

§. 3 Es ist vor Allem klar, dass, wenn die Fälle auf der einen Seite einer Frage leichter zu behalten sind, als die Fälle auf der anderen Seite, besonders wenn starke Gründe vorhanden sind, die Erinnerung an die ersteren, nicht aber an die letzteren zu bewahren, diese letzteren leicht übersehen werden und der Beobachtung der Masse der Menschen entgehen. Dies ist die anerkannte Erklärung des der Vernunft und dem Beweise trotzenden Glaubens an viele Arten von Betrügern, an Quacksalber, an die Wahrsager der jetzigen Zeit und an die Orakel des Alterthums. Bis zu welchem Umfang dieser Fehlschluss im Schwang ist, sogar dem handgreiflichsten negativen Beweise zum Trotz, ist von Wenigen erwogen worden. Ein schlagendes Beispiel ist der Glaube, welchen der[360] nicht unterrichtete Theil der ackerbautreibenden Classe in unserem Lande und in anderen Ländern immer noch an die Wetterprophezeiungen des Kalendermachers hat, obgleich eine jede Jahreszeit zahlreiche Fälle von ganz irrigen Prophezeiungen bringt. Da aber eine jede Jahreszeit auch einige Fälle bringt, welche die Prophezeiungen bestätigen, so ist dies hinreichend, um den Glauben an den Propheten bei denjenigen zu erhalten, welche nicht über die Anzahl von Fällen nachdenken, die für das erforderlich sind, was wir in unserer inductiven Terminologie Elimination des Zufalls genannt haben; Indem ein zufälliges Zusammentreffen zwischen irgend zwei nicht zusammenhängenden Ereignissen nicht bloss stattfinden kann, sondern auch stattfinden wird.

Coleridge hat in einem der Essays in the friend den in Rede stehenden Gegenstand sehr gut erläutert, indem er den Ursprung eines Sprichworts bespricht, das, in verschiedenen Worten ausgedrückt, sich in allen Sprachen Europas wiederfindet, nämlich: »das Glück hilft den Narren (Dummen).« Er schreibt es zum Theil der Neigung zu, alle Wirkungen, welche in einem Missverhältniss zu ihren sichtbaren Ursachen zu stehen scheinen, und alle Umstände, welche mit unseren Begriffen von den Personen, die sich unter diesen Umständen befinden, in einem starken Contrast stehen, zu übertreiben. Ich übergehe einige Erklärungen, welche den Irrthum auf Missbeobachtung zurückführen, und nehme seine Worte bei einer der folgenden Stellen wieder auf. »Unvorhergesehene Coincidenzen können einem Menschen sehr behülflich gewesen sein; wenn sie aber nur für ihn thaten, was er möglicherweise durch seine eigenen Fähigkeiten allein hätte vollbringen können, so wird seine That weniger Aufmerksamkeit erregen und man wird sich der Fälle weniger erinnern. Dass gewandte Menschen ihre Zwecke erreichen, erscheint natürlich, und wir beachten die Umstände nicht, welche vielleicht allein und ohne die Dazwischenkunft von Geschicklichkeit und Vorsicht den Erfolg hervorgebracht haben; wenn aber dasselbe dem Schwachen und Unwissenden begegnet, so verweilen wir bei der Thatsache als bei etwas Ungewöhnlichem und erinnern uns ihrer. In gleicherweise mögen dem Letzteren seine Unternehmungen wegen eines Zusammentreffens misslingen, das dem weisesten Manne begegnen kann; da aber sein Unglück nicht mehr ist, als man von seiner Thorheit erwarten[361] konnte, so fesselt es unsere Aufmerksamkeit nicht, sondern es fliegst mit den unvermerkten Wellen des gewöhnlichen Lebensstromes an uns vorüber und verschwindet. Wenn es eben so wahr gewesen wäre, als es offenbar falsch ist, dass jene allumfassenden Entdeckungen, welche auf die chemische Kunst ein wissenschaftliches Dämmerlicht geworfen haben, und uns, nicht etwa in dunkler Weise, ein grosses constitutives Gesetz versprechen, in dessen Licht Herrschaft über die Natur und die Kunst der Voraussagung wohnt; wenn diese Entdeckungen, anstatt prämeditirt gewesen zu sein, wie sie es wirklich waren, wenn sie, anstatt dem Geiste des berühmten Vaters und Gründers der philosophischen Alchemie zu entspringen, sich ihm durch eine Reihe von glücklichen Zufällen dargeboten hätten; wenn sie sich H. Davy ausschliesslich in Folge seines Glückes, eine besondere galvanische Batterie zu besitzen, gezeigt hätten; wenn diese Batterie, so weit es Davy betrifft, selbst ein Zufall gewesen, und nicht (wie es der Fall war) besonders von ihm verlangt worden wäre, um seine Principien durch das Experiment zu bestätigen, um die materielle Natur der Inquisition der Vernunft zu unterwerfen und ihr, wie durch eine Tortur, unzweideutige Antworten auf vorbereitete und vorher aufgestellte Fragen zu entreissen: so würde man dennoch nicht von ihnen gesprochen, oder sie beschrieben haben als Fälle von Glück, sondern als natürliche Resultate eines anerkannten Genies und einer bekannten Geschicklichkeit. Hätte aber ein Zufall ähnliche Entdeckungen einem Mechaniker von Birmingham oder Sheffield erschlossen; wäre der Mann in Folge davon reich geworden, und wäre er theils aus Neid der Nachbaren, theils mit gutem Grunde als in Verstandeskräften unter pari stehend angesehen worden, dann: ›Was für ein glücklicher Kerl! Ja, das Glück hilft den Dummen – das ist gewiss! – Es ist immer so!‹ Und sogleich theilt der Erzähler ein halbes Dutzend ähnlicher Fälle mit. Indem wir in solcher Weise die eine Art von Thatsachen und niemals die andere sammeln, machen wir es wie die Dichter in ihrer Sprache, oder wie die Marktschreier aller Art in ihren Räsonnements, wir setzen einen Theil für das Ganze.«

Diese Stelle zeigt sehr gut, in welcher Weise durch jene unbestimmte Induction, welche per emunerationem simplicem verfährt und welche, ohne nach solchen Fällen zu suchen, die für die Frage[362] entscheidend sind, von Fällen aus generalisirt, die eben gerade vorkommen oder deren man sich erinnert, in welcher Weise durch eine solche Induction Meinungen entstehen, welche die Erfahrung anscheinend sanctionirt, die jedoch keineswegs in Naturgesetzen begründet sind. »Itaque recte respondit ille« (können wir mit Bacon180 sagen), »qui cum suspensa tabula in templo ei ministraretur eorum, qui vota solverant, quod naufragii periculo elapsi sint, atque interrogando premeretur, anne tum quidem Deorum numen agnosceret, quaesivit denuo, At ubi sunt illi depicti qui post vota nuncupata perierunt? Eadem ratio est fere omnis superstitionis, ut in Astrologicis, in Somniis, Ominibus, Nemesibus, et hujusmodi; in quibus, homines delectati hujusmodi vanitatibus, advertunt eventus, ubi implentur; ast ubi fallunt, licet multo frequentius, tarnen negligunt, et praetereunt.« und er fährt dann fort, dass, abgesehen von der Liebe zum Wunderbaren oder irgend einer anderen Neigung, in dem Geiste selbst ein natürlicher Hang zu dieser Art Irrthum liegt; indem der Geist von bejahenden Fällen mehr bewegt wird, obgleich in der Philosophie die negativen von hohem Nutzen sind: »Is tamen humano intellectui error est proprius et perpetuas, ut magis moveatur et excitetur Affirmativis, quam Negativis; cum rite et ordine aequum se utrique praebere debeat; quin contra, in omni Axiomate vero constituendo, major vis est instantiae negativae.«

Die grösste aller Ursachen von Nichtbeobachtung ist aber eine vorgefasste Meinung. Diese Ursache ist es, welche zu allen Zeiten das ganze Menschengeschlecht fast ganz unaufmerksam auf alle Thatsachen machte, welche dem Scheine oder einem angenommenen Satze widersprachen, diese Thatsachen mochten noch so zahlreich und augenfällig sein. Es ist der Mühe werth, dem Gedächtniss der vergesslichen Menschen einige von den auffallendsten Fällen zurückzurufen, in denen sich Meinungen erhielten, welche das allereinfachste Experiment als irrig erwiesen hätte, und dies nur aus dem Grunde, weil Niemand daran dachte, dieses Experiment zu machen. Eins der bemerkenswerthesten Beispiele hiervon findet man in der Copernikanischen Controverse. Die Gegner des Copernikus schlossen, dass die Erde sich nicht bewegt, weil[363] sonst ein Stein, den man von der Spitze eines Thurmes herabfallen lässt, nicht an dem Fusse des Thurmes ankommen würde, sondern eine kleine Strecke davon entfernt und zwar in einer der Bewegung der Erde entgegengesetzten Richtung; in derselben Weise (sagten sie), wie wenn man von der Spitze des Mastes eines sich mit vollen Segeln bewegenden Schiffes einen Ball fallen lässt, dieser nicht genau an den Fuss des Mastes, sondern näher gegen das Hintertheil des Schiffes fällt. Die Anhänger des Copernikus würden ihre Gegner sogleich zum Schweigen gebracht haben, wenn sie es versucht hätten, einen Ball von der Spitze eines Mastes fallen zu lassen; denn sie würden gefunden haben, dass er genau an dem Fusse desselben ankommt, wie die Theorie es verlangt; aber nein, sie liessen die falsche Thatsache zu und bemühten sich vergeblich, einen Unterschied zwischen den zwei Fällen ausfindig zu machen. »Der Ball war nicht ein Theil des Schiffs, und die Bewegung vorwärts war nicht natürlich, weder dem Schiffe noch dem Ball. Von der anderen Seite war der von der Spitze eines Thurmes herabfallende Stein ein Theil der Erde, und es waren daher die täglichen und jährlichen Umdrehungen, welche der Erde natürlich sind, auch dem Stein natürlich, der Stein behielt daher dieselbe Bewegung wie der Thurm und kam genau an dem Fusse desselben an.«181

Andere, kaum weniger schlagende Beispiele, wo eingebildete Naturgesetze für reale angesehen wurden, bloss weil Niemand auf die Thatsache achtete, die fast ein Jeder zu beobachten die Gelegenheit hatte, führt Herr Whewell an. »Eine unbestimmte und nachlässige Art, die sehr leicht beobachtbaren Thatsachen zu betrachten, liess die Menschen lange Zeit bei dem Glauben verharren, ein Körper, der zehnmal so schwer ist als ein anderer, falle auch zehnmal so schnell; die in Wasser getauchten Gegenstände erscheinen ohne Rücksicht auf die Gestalt der Oberfläche immer vergrössert; der Magnet übe eine unwiderstehliche Kraft aus; ein Krystall sei immer mit Eis verbunden u. dgl. Diese und viele andere Beispiele zeigen, wie blind und sorglos der Mensch sogar in der Beobachtung der deutlichsten und gewöhnlichsten Erscheinungen sein kann; sie zeigen, dass das Wahrnehmungsvermögen, obgleich[364] es sich an unzähligen Gegenständen übt, lange fehlgehen kann, ehe es uns zu einem exacten Wissen führt.«182

Wenn sogar in Beziehung auf physikalische Thatsachen und auf Thatsachen von offenliegendem Charakter das Beobachtungsvermögen der Menschen zum passiven Sklaven ihrer vorgefassten Meinungen werden kann, so dürfen wir nicht überrascht sein, wenn wir finden, dass dies aller Erfahrung nach so beklagenswerth wahr in Beziehung auf die Dinge ist, die mit stärkeren Gefühlen der Menschen in noch engerer Verbindung stehen, wie moralische, sociale und religiöse Gegenstände. Die Kenntnisse, welche ein gewöhnlicher Reisender aus fremdem Lande als das Resultat des Zeugnisses seiner Sinne nach Hause mitbringt, sind gewöhnlich der Art, dass sie genau die Ansichten bestätigen, mit denen er weggegangen war. Nur für die Dinge, welche er zu sehen erwartete, hatte er Augen und Ohren. Die Menschen lesen ihre heiligen Religionsbücher und übersehen darin eine Menge von Dingen, die sogar mit ihren eigenen Begriffen von moralischer Vollkommenheit durchaus unverträglich sind. Mit denselben Autoritäten vor sich sehen verschiedene Historiker, die alle gleich frei von absichtlicher Unwahrheit sind, nur das, was den Protestanten oder den Katholiken, den Royalisten oder den Republikanern, Karl I. oder Cromwell günstig ist, während andere, von der vorgefassten Meinung ausgehend, die Extreme müssten im Unrecht sein, unfähig sind, Wahrheit und Recht zu sehen, wenn diese gänzlich auf einer Seite sind.

Der Einfluss vorgefasster Meinungen zeigt sich bei den uncultivirten Völkern in Beziehung auf die Kräfte der Arzneimittel und Zaubermittel. Die Neger, welche die Koralle als Amulet tragen, behaupten nach Dr. Paris,183 die Farbe derselben »hänge immer von dem Gesundheitszustande dessen ab, der sie trägt, indem sie bei Krankheiten blasser werde«. Ein allgemeines Urtheil über einen Gegenstand, welcher der allgemeinen Beobachtung offen liegt, wird, ohne die geringste Spur von Wahrheit zu besitzen, als ein Resultat der Erfahrung angenommen, indem die vorgefasste Meinung eine jede Beobachtung über den Gegenstand verhindert.

[365] §. 4. Was in dem Vorhergehenden über die Nichtbeobachtung von Fällen gesagt worden ist, mag hinreichen; es giebt aber auch eine Nichtbeobachtung von wesentlichen Umständen in Fällen, welche nicht ganz übersehen worden sind, ja, welche sogar gerade die Fälle sind, worauf das ganze Gebäude einer Theorie errichtet worden ist. Wie in den bisher betrachteten Fällen ein allgemeines Urtheil auf den Beweis von besonderen Umständen hin, die zwar wahr, aber unzulänglich für den Schluss waren, vorschnell angenommen wurde, so wurden in den Fällen, die wir nun betrachten wollen, die Umstände selbst unvollkommen beobachtet, und die einzelnen Urtheile, worauf die Generalisation gegründet ist, oder wenigstens einige dieser einzelnen Urtheile sind falsch.

Von der Art war z.B. einer der Fehler, die in der phlogistischen Theorie begangen wurden, in einer Lehre, welche die Verbrennung durch die Austreibung einer Substanz erklärte, von der man annahm, dass sie in allen verbrennlichen Körpern enthalten sei, und welche man Phlogiston nannte. Diese Hypothese stimmte mit den oberflächlichen Erscheinungen ziemlich gut überein; das Aufsteigen der Flamme erregte naturgemäss die Idee des Austrittes einer Substanz, und das zurückbleibende Residuum, die Asche, ist gewöhnlich nur ein kleiner Theil des Gewichts und des Volumens vom verbrannten Körper. Der Irrthum bestand in einer Nichtbeobachtung eines wichtigen Theils des wirklichen Rückstandes, nämlich der gasförmigen Verbrennungsproducte. Als diese zuletzt erkannt und in Rechnung gebracht wurden, schien es ein allgemeines Gesetz zu sein, dass die Substanzen beim Verbrennen an Gewicht zunehmen anstatt abzunehmen; und nach dem gewöhnlichen Versuche, eine alte Theorie den neuen Thatsachen vermittelst einer willkürlichen Hypothese (dass das Phlogiston die Eigenschaft von positiver Leichtigkeit statt Schwere besitze) anzupassen, wurden die Chemiker auf die wahre Erklärung geführt, auf die nämlich, dass anstatt der Austreibung einer Substanz im Gegentheil eine Absorption einer Substanz stattfindet.

Viele von den absurden Praktiken, denen man eine medicinische Wirkung zuschrieb, verdankten ihren Ruf der Nichtbeobachtung irgend eines begleitenden Umstandes, der die wirkliche Ursache der denselben zugeschriebenen Curen war. So das sympathetische Pulver des Sir Kenelm Digby. »Wenn Jemand eine Wunde erhielt,[366] so wurde dieses Pulver auf die Waffe, von der die Wunde herrührte, applicirt; sie wurde überdies mit Salbe bestrichen und zwei- oder dreimal des Tages geputzt. Die Wundränder wurden mittlerweile aneinandergebracht und die Wunde mit einem Leinenlappen verbunden, aber vor Allem während sieben Tage sich selbst überlassen; zu Ende dieser Zeit wurde der Verband weggenommen und die Wunde gewöhnlich vollkommen geheilt gefunden. Der Triumph der Heilung wurde gewöhnlich der Wirkung des sympathetischen Pulvers zugeschrieben, das man der Waffe so fleissig applicirt hatte, während es kaum nöthig ist, zu bemerken, dass die Schnelligkeit der Heilung von dem völligen Abschluss der Luft von der Wunde und von der heilenden Thätigkeit der Natur abhing, die durch die dienstfertige Dazwischenkunft der Kunst nicht gestört worden war. Dieses Resultat, gab ohne Zweifel den Chirurgen den Wink, der sie auf die Kunst führte, Wunden durch das zu heilen, was man technisch die erste Intention nennt.«184 Dr. Paris fügt hinzu: »In allen Berichten von ausserordentlichen Curen durch geheimnissvolle Agentien zeigt sich unverkennbar das Bestreben, die Mittel, welche zu gleicher Zeit gegeben wurden, zu verheimlichen; so empfiehlt Oribasius mit grossen Worten ein Halsband von Päonienwurzel gegen Epilepsie; wir lernen aber, dass er immer Sorge trug, es mit zahlreichen Ausleerungen zu begleiten, obgleich er ihnen keinen Antheil an der Heilung zuschreibt. In neuerer Zeit erlebten wir ein Beispiel eines solchen Betrugs. In dem Werke über Skrofeln von Morley, welches, wie wir erfahren, einzig zu dem Zweck geschrieben wurde, um den vielgeschmähten Charakter und den Gebrauch des Eisenkrauts wieder herzustellen, empfiehlt der Verfasser dieses Werks, die Wurzel der Pflanze mit einer Elle weissen Atlasband um den Hals zu binden und sie da zu tragen bis der Patient geheilt ist; aber wohlbemerkt – während dieser Zeit nimmt er die wirksamsten Mittel der Materia medica zu Hülfe.«185

In anderen Fällen ist die Heilung, welche Ruhe, Diät und Zerstreuung hervorbrachten, den Arzneien oder gelegentlich übernatürlichen Mitteln zugeschrieben worden. »Wenn der berühmte John Wesley den Triumph von Schwefel und Gebet über seine körperliche[367] Kränklichkeit erzählt, so vergisst er den heilsamen Einfluss einer viermonatlichen Ruhe von Beinen apostolischen Arbeiten. So gross ist die Neigung des menschlichen Geistes, an die Wirkung geheimer Kräfte zu glauben, dass Wesley seine Heilung lieber einem braunen Papierpflaster von Ei und Schwefel, als Dr. Fothergill's heilsamer Verordnung von Landluft, Ruhe, Eselsmilch und Reiten zuschreibt.«

In dem folgenden Beispiele hatte der übersehene Umstand einen etwas verschiedenen Charakter. »Als das gelbe Fieber in Amerika herrschte, vertrauten die Praktiker ausschliesslich dem reichlichen Gebrauch des Quecksilbers; man hielt dieses Mittel anfangs für so allgemein wirksam, dass man in dem Enthusiasmus des Augenblicks bekannt machte, der Tod sei niemals da eingetreten, wo das Quecksilber seine Wirkung auf den Organismus gezeigt habe. Dies war sehr wahr, bewies jedoch keineswegs die Wirksamkeit des Metalls, indem die Krankheit in ihrer heftigen Form so schnell verlief, dass sie ihre Opfer hinraffte, lange bevor das Quecksilber seine Wirkung auf den Organismus ausüben konnte, während sie in ihrer milderen Form auch ohne irgend eine Hülfe von Seite der Kunst verlief.«186

In diesen Beispielen war der übersehene Umstand durch die Sinne erkennbar. In anderen Fällen ist es ein Umstand, zu dessen Kenntniss man nur durch Folgerung gelangen könnte; der Irrthum kann jedoch aus Mangel an einem besseren Namen immer noch unter die Rubrik der Fehlschlüsse aus Nichtbeobachtung gebracht werden. Es ist nicht die Natur der Fähigkeiten, welche hätten gebraucht werden sollen, sondern der Nichtgebrauch derselben, welcher diese natürliche Ordnung von Irrthümern constituirt. In allen Fällen, wo der Irrthum negativ ist, wo er speciell in dem Uebersehen, in dem Nichtwissen oder Nichtbeachten einer Thatsache liegt, die, wenn sie bekannt und beachtet worden wäre, den Schluss geändert haben würde, da ist er ganz eigentlich zu der Classe zu rechnen, welche wir eben betrachten. In dieser Classe findet sich nicht, wie in allen anderen, eine positive falsche Beurtheilung eines wirklich vorhandenen Beweises. Der Schluss würde richtig sein, wenn der gesehene Theil des Falles[368] das Ganze wäre; aber es ist ein anderer Theil übersehen worden, und dies macht den Schluss fehlerhaft.

Es besteht z.B. eine merkwürdige Lehre, die sich gelegentlich in den öffentlichen Reden unkluger Gesetzgeber geäussert, jedoch, so viel mir bekannt, die Sanction von nur einem einzigen Philosophen, von V. Cousin, erhalten hat; indem derselbe in seiner Vorrede zu dem Georgias von Plato behauptet, die Strafe müsse einen höheren Zweck haben als die Verhinderung von Verbrechen, gebraucht er folgendes Argument: – wenn die Strafe nur des Beispiels wegen angewandt wurde, so wäre es einerlei, ob wir den Unschuldigen oder den Schuldigen straften, da die Strafe, als Beispiel betrachtet, in beiden Fällen gleich wirksam wäre. Wir müssen also Herrn Cousin zufolge annehmen, dass Einer, der in Versuchung ist, ein Verbrechen zu begehen und einen Anderen bestrafen sieht, schliesst, dass er in Gefahr ist ebenfalls bestraft zu werden, und dass er dadurch abgeschreckt wird. Es ist aber hier vergessen worden, dass, wenn der Gestrafte unschuldig ist, oder wenn auch nur an seiner Schuld gezweifelt werden kann, der Zuschauer denken wird, seine eigene Gefahr habe mit seiner Schuld nichts zu schaffen, sondern bedrohe ihn auch, wenn er unschuldig bleibt; und wie wird er sich nun durch die Furcht vor der Strafe vom Verbrechen abhalten lassen? Herr Cousin setzt voraus, dass die Menschen sich durch Alles, was den Zustand des Schuldigen gefährlicher macht, vom Verbrechen werden abhalten lassen, vergisst aber, dass die Stellung des unschuldigen (auch eines der Elemente in der Rechnung) in dem angenommenen Falle genau eben so gefährlich ist. Dies ist ein Irrthum des Uebersehens oder der Nichtbeobachtung innerhalb des Kreises unserer Classification.

Fehlschlüsse dieser Art sind der grosse Stein des Anstosses für correctes Denken in der Nationalökonomie. Die ökonomischen Erscheinungen der Gesellschaft bieten unzählige Fälle dar, in denen die Wirkungen einer Ursache in zwei Reihen von Phänomenen bestehen; die eine Reihe, unmittelbar, concentrirt und dem gewöhnlichen Auge zugänglich, ist dem gewöhnlichen Verständniss nach die ganze Wirkung; die andere, weit zerstreut oder tiefer unter der Oberfläche legend, ist der ersteren genau, entgegengesetzt. Man nehme z.B. die[369] auf den ersten Blick so plausibel scheinende gewöhnliche Vorstellung , dass die Industrie durch verschwenderischen Aufwand ermuntert werde. Von A, der sein ganzes Einkommen und sogar sein Capital durch luxuriöses Leben ausgiebt, nimmt man an, er gebe der Arbeit viel Beschäftigung. Von B, der nur von einem kleinen Theile seines Einkommens lebt und den Rest anlegt, glaubt man, er gebe nur wenig Arbeit. Jedermann sieht den Gewinn, welchen Diener, Geschäftsleute etc. von A haben, wenn er sein Geld ausgiebt. Die Ersparnisse von B gehen dagegen in die Hände desjenigen über, dessen Waare er kaufte, und welcher damit eine Schuld an den Banquier bezahlt, der das Geld wiederum einem Kaufmanne oder Manufacturisten leiht; und das Capital, das ausgelegt wird, um Spinner und Weber oder Fuhrleute und die Bemannung von Schiffen zu miethen, giebt nicht allein der Industrie auf einmal eben so viel unmittelbare Beschäftigung, als A während der ganzen Dauer seines Lebens, sondern es bildet auch dadurch, dass es durch den Verkauf von Manufacturen oder importirten Gütern vermehrt zurückfliesst, ein Capital, womit dieselbe Quantität Arbeit für die Ewigkeit beschäftigt werden kann. Aber der sorglose Beobachter sieht nicht, was aus dem Gelde von B wird, und kümmert sich daher auch nicht darum; er sieht nur, was mit dem Gelde von A geschieht; er beobachtet die ganze Industrie, welche die Verschwendung von A nährt, er beobachtet aber nicht, wie viel mehr sie verhindert, und daher das Vorurtheil, das zu Adam Smith's Zeit allgemein war und auch jetzt nur von ungewöhnlich unterrichteten Personen verworfen wird, dass Verschwendung die Industrie ermuntere und dass Sparsamkeit sie entmuthige.

Das gewöhnliche Argument gegen den Freihandel ist ein Argument von derselben Art. Der Käufer englischer Seide ermuntert die englische Industrie; der Käufer von Lyoner Seide ermuntert nur die französische Industrie; die Handlung des Ersteren ist Patriotismus, die des Letzteren sollte durch Gesetze untersagt werden. Hier ist der Umstand übersehen, dass der Käufer einer fremden Waare direct oder indirect den Export eines äquivalenten Werthes einer englischen Waare (ausser dem, was sonst noch ausgeführt werden würde) entweder nach demselben fremden Lande oder nach einem anderen verursacht; eine Thatsache welcher,[370] obgleich sie wegen der Verwickelung der Umstände nicht immer durch specifische Beobachtung bestätigt werden kann, keine Beobachtung möglicherweise widersprechen kann, da der Schluss, auf welchem sie beruht, absolut unumstösslich ist. Der Irrthum ist daher derselbe, wie im vorhergehenden Falle, man sieht nur einen Theil des Phänomens und halt diesen Theil für das Ganze; er kann daher unter die Fehlschlüsse aus Nichtbeobachtung gezählt werden.

§. 5. Der Vollständigkeit wegen haben wir noch von der zweiten unserer fünf Classen, nämlich von der falschen Beobachtung zu sprechen; der Irrthum liegt hier nicht in der Thatsache, dass Etwas ungesehen blieb, sondern darin, dass man das Gesehene falsch sah.

Da die Wahrnehmung ein unfehlbarer Beweis von dem ist, was wirklich wahrgenommen wurde, so kann der in Rede stehende Irrthum nicht anders begangen werden, als dass man für Wahrnehmung nimmt, was in der That Folgerung ist. Wir haben früher schon gezeigt, wie enge diese beiden Irrthümer in Allem, was Beobachtung genannt wird, und noch mehr in einer jeden Beschreibung vermischt sind.187 Da das, was wir bei irgend einer Gelegenheit durch die Sinne wahrnehmen, so gering, und da es gewöhnlich ein so unwichtiger Theil der Beschaffenheit der Thatsachen ist, die wir ermitteln oder mittheilen wollen, so wäre es absurd zu sagen, wir sollten in unseren Beobachtungen oder in der Mittheilung ihrer Resultate an Andere nicht Folgerung und Thatsache vermengen; man kann nur sagen, dass, wenn wir es thun, wir wissen sollten, was wir thun, dass wir wissen sollten, welcher Theil der Behauptung auf Bewusstsein beruht und daher unbestreitbar ist, und welcher auf Folgerung beruht und daher zweifelhaft ist.

Ein berühmtes Beispiel eines allgemeinen, aus Verwechselung der Folgerung mit der Wahrnehmung hervorgegangenen Irrthums war der Widerstand, den auf Grund des gesunden Menschenverstandes hin das Copernikanische System erfuhr. Die Menschen bildeten sich ein, sie sähen die Sonne auf- und untergehen, sie[371] sähen die Sterne sich in einem Kreise um die Pole bewegen. Wir wissen jetzt, dass sie nichts der Art sahen, sie sahen nichts als eine Reihe von Erscheinungen, die sowohl mit der Theorie welcher sie anhingen, als auch mit einer davon ganz verschiedenen Theorie vereinbar waren. Es erscheint befremdend, dass ein solcher Fall von einem Zeugniss der Sinne, ein Fall, der mit der vollständigsten Ueberzeugung zu Gunsten von Etwas sprach, was eine blosse Folgerung der Urtheilskraft war und sich überdies noch als eine falsche Folgerung erwies, den Bigotten des gesunden Menschenverstandes nicht die Augen öffnete und ihnen nicht mehr Misstrauen gegen die Competenz der Unwissenheit einflösste, Schlüsse der Wissenschaft zu beurtheilen.

Die Unfähigkeit eines Menschen, zwischen Folgerungen und den Wahrnehmungen, worauf sie gegründet sind, zu unterscheiden, steht in geradem Verhältniss zu seinem Mangel an Kenntnissen und geistiger Cultur. Manche wunderbare Erzählung, manche scandalöse Anekdote verdankt dieser Unfähigkeit ihre Entstehung. Der Erzähler berichtet, nicht was er sah oder hörte, sondern den Eindruck, den das auf ihn machte, was er sah oder hörte, und wovon vielleicht der grösste Theil Folgerung ist, obgleich das Ganze nicht als Folgerung, sondern als Thatsache erzählt wird. Die Schwierigkeit, gerichtliche Zeugen dazu zu vermögen, dass sie ihre Folgerungen so wenig wie möglich mit der Erzählung ihrer Wahrnehmungen vermischen, ist erfahrenen Untersuchungsrichtern sehr wohl bekannt. Eine solche Vermischung findet in weit höherem Grade Statt, wenn der Unwissende versucht, irgend eine Naturerscheinung zu beschreiben. »Die einfachste Erzählung des unwissendsten Beobachters,« sagt Dugald Stewart,188 »schliesst mehr oder weniger Hypothetisches ein; im allgemeinen findet man sogar, dass im Verhältniss zu seiner Unwissenheit die Zahl der Vermuthungen in seiner Erzählung wächst. Ein Dorfapotheker (und wo möglich noch mehr eine erfahrene Amme) ist selten im Stande, den einfachsten Fall zu beschreiben, ohne eine Terminologie zu gebrauchen, wovon ein jedes Wort eine Theorie ist; während eine einfache und wahre Specification der Erscheinungen, welche eine besondere Krankheit anzeigen, eine Specification, die[372] nicht durch die Phantasie oder vorgefasste Meinungen verfälscht ist, als ein unzweideutiges Kennzeichen eines Geistes angesehen werden kann, der durch langes und erfolgreiches Studium zu der schwierigsten aller Künste, zu der getreuen Interpretation der Natur gelangt ist.«

Die allgemeine Verwechselung von Wahrnehmung mit der daraus gezogenen Folgerung, und die Seltenheit der Fähigkeit, die eine von der anderen zu unterscheiden, überrascht uns nicht mehr, wenn wir betrachten, dass in der bei weitem grössten Anzahl von Fällen die wirklichen Wahrnehmungen unserer Sinne uns nur als Merkmale, aus denen wir etwas ausserhalb derselben Liegendes folgern, von Wichtigkeit oder von Interesse sind. Nicht die vom Auge wahrgenommene Farbe und Ausdehnung ist uns wichtig, sondern der Gegenstand, dessen Gegenwart diese sichtlichen Erscheinungen bezeugen; und wo die Sensation selbst gleichgültig ist, wie dies ja gewöhnlich der Fall ist, da ist für uns kein Grund vorhanden, besonders darauf zu achten, und wir erlangen die Gewohnheit, ohne ein deutliches Bewusstsein darüber hinweg und sogleich zur Folgerung überzugehen. Um daher zu wissen, was die Empfindung wirklich war, ist ein besonderes Studium erforderlich, dem sich z.B. die Maler mit besonderem und anhaltendem Fleisse widmen müssen. Bei Dingen, die der Herrschaft der Sinne weiter entrückt sind, ist nur derjenige geschickt, diese starke Ideenassociation zu zerreissen, der eine grosse Erfahrung in der psychologischen Analyse besitzt; und wo solche analytische Gewohnheiten nicht in dem erforderlichen Grade vorhanden sind, da ist es kaum möglich, irgend welche von den gewöhnlichen Urtheilen der Menschen über sehr abstracto Gegenstände, von dem Dasein Gottes und der Unsterblichkeit der Seele an bis zum Einmaleins, anzuführen, welche nicht als Gegenstand der directen Anschauung betrachtet würden oder worden wären. So stark ist die Neigung, Urtheilen, welche blosse Folgerungen und oft ganz falsche sind, einen intuitiven Charakter zuzuschreiben. Niemand kann zweifeln, dass mancher irrgeführte Visionär wirklich geglaubt hat, er sei direct vom Himmel inspirirt und der Allmächtige habe mit ihm von Angesicht zu Angesicht gesprochen; was indessen von seiner Seite nur ein Schluss war, den er aus Erscheinungen seiner Sinne oder aus Gefühlen[373] seines inneren Bewusstseins zog, welche zu einer Begründung eines solchen Glaubens ganz unzureichend waren. Es ist daher eine Warnung in Beziehung auf die Vorsicht, die gegen diese Classe von Irrthümern anzuwenden ist, nicht allein erforderlich, sondern auch unerlässlich, obgleich hier der Ort nicht ist zu entscheiden, ob in Betreff irgend einer der grossen Fragen der Metaphysik solche Irrthümer wirklich begangen werden.[374]

Quelle:
John Stuart Mill: System der deduktiven und inductiven Logik. Band 2, Braunschweig 31868, S. 359-375.
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