Alteriren

[364] Alteriren (v. lat.), 1) verändern, bes. zum Nachtheil verändern; 2) erschüttern, bestürzen, erschrecken; 3) ärgern. Daher: alterirt, bes. bei Thieren, von einem Theile des Körpers, angegriffen, in dem normalen Zustande gestört; z.B. alterirte Flanke, alterirter Hus. Alterirende Mittel (Alterantĭa, Alteratīva, Alloeotica), Mittel, welche den Körper in seinen festen u. flüssigen Theilen verändern, ohne daß sichtbarlich Stoffe aus dem Körper ausgeführt werden. Sie ändern also die chemische Zusammensetzung der Körperbestandtheile um, u. zwar geschieht dies nicht nur mittelst Arznei, sondern auch durch Diätkuren, Turnübungen u. Mineralwässer.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 1. Altenburg 1857, S. 364.
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