Arquebuse

[756] Arquebuse (fr., spr. Ark'büs, Hakenbüchse), schweres Schießgewehr, seit dem Ende des 15. Jahrh. gebräuchlich, es schoß fast 4 Loth Blei, war 40 Kaliber lang u. ward mit einem Radschloß abgefeuert. Kleine A. hießen Anfangs die Pistolen. Daher Arquebusiren, so v.w. erschießen. Arquebusirer waren die mit A-n, später überhaupt mit Feuergewehr, mit Pickelhaube u. Stoßdegen (die Deutschen mit kurzen Schwertern) bewaffneten Fußsoldaten od. Reiter, im Gegensatz zu den Lanzenknechten; die A. zu Pferd hießen auch Argoulets. Nach dem 30jährigen Kriege kam der Name ab.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 1. Altenburg 1857, S. 756.
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