Böser Blick

[114] Böser Blick (Böses Auge, gr. Baskanion, lat. Fascinum, Fascination), Aberglaube, daß gewisse Leute mit dem Blicke Menschen (bes. Kinder u. glückliche Personen), Vieh, Garten- u. Feldfrüchte beheben u. ihnen so schaden können. Berüchtigt waren im Alterthum darin die Thebaner, Illyrier, Triballer u. alle Frauen mit doppeltem Augensterne; in neuerer Zeit wird bes. noch in Italien u. Rußland daran geglaubt. Als vermeintliches Mittel dagegen trägt man irgend etwas in Form eines Amulets, od. macht wenigstens, wenn man bösen Blick fürchtet, das Zeichen eines Horns von sich weg mit den Fingern. Vgl. Beschreien.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 3. Altenburg 1857, S. 114.
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Lahn, Katharina

Ein böser Verdacht

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