Gestreift

[304] Gestreift) die Oberfläche eines Minerals, wenn verschiedene bunte Bänder mit einander abwechseln, z.B. Bandjaspis; die Streifen können gerade, krummlinig, ringförmig etc. sein; od. wenn kleine, parallel laufende Erhöhungen u. Vertiefungen zu finden sind. Diese Streifung ist einfach (nach einerlei Richtung streifig) u. entweder quer- od. längs- od. schrägstreifig, od. abwechselnd querstreifig, od. längsstreifig, od. schrägstreifig, od. abwechselnd (auf jeder Seite nach anderer Richtung); od. sie ist doppelt (nach mehreren Richtungen gehend), u. dann federig, an eine Mittellinie setzen sich zu beiden Seiten Streifen an, od. gestrickt, wenn sich die Streife durchschneiden; uneben (mit größeren u. kleineren Vertiefungen), rauh (mit kleinen fast unmerklichen Unebenheiten), glatt (ohne merkliche Unebenheiten), spiegelig (wenn sie selbst Lichtstrahlen zurückwirft), gemustert (wo die linienförmigen schwachen Erhöhungen unregelmäßig gekrümmt sind), schuppig (wo sich zarte Splitter finden). 2) (Her.), mit Angabe der Tinctur, der Richtung u. der Zahl der Plätze, von den mehrmals getheilten Schilden.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 7. Altenburg 1859, S. 304.
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