Lusitanisches Bergland

[618] Lusitanisches Bergland, eine bergige Landschaft, welche im Westen der Giguela auf der Hochebene von Neucastilien zwischen Tajo u. Gundiana nach Westen bis zum Meere zieht; es besteht aus zackigen, unzusammenhängenden Felskämmen, die 2000–2500 Fuß hoch sich über die Ebene nur 2–300 Fuß erheben, u. hat in seinen einzelnen Theilen verschiedene Namen. Von ihnen sind die bedeutendsten die Montes de Toledo, die Sierra de Guadelupe u. die Sierra d'Estremoz; sie senden nach Norden u. Süden viele ziemlich lange Arme aus, sind von tiefen u. schroffen Schluchten durchzogen, reich bewässert, an den Abhängen bewaldet, in den Thälern mit Rasen bedeckt u. unterbrechen so die Einförmigkeit der dürren Hochebenen von Neucastilien u. der Haideflächen von Alemtejo.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 10. Altenburg 1860, S. 618.
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