Paste

[734] Paste, 1) Abdruck von Gemmen mancherlei Art, vorzüglich in Glas, Siegelwachs, Schwefel, Gyps u. dgl.; gegenwärtig sind die von Lippert (in feine, weiße Masse), Wedgwood (in schwarze, basaltartige Zusammensetzung) u. James Tessin (in porcellanartige Erde) erfundenen Massen am meisten herrschend geworden; 2) so v.w. Holzpaste, s.u. Holzformen; 3) so v.w. Glaspaste; 4) (Pasta), wässeriger, durch Aufguß od. Absud erhaltener Auszug von Pflanzentheilen; sie werden nach dem Durchseihen mit Gummi, Zucker, geschlagenem Eiweiß etc. versetzt, langsam zu gehöriger Consistenz abgedampft, in Kapseln von Papier od. Weißblech ausgegossen, so vollends ausgetrocknet u. in länglich viereckige Stücken zerschnitten; meist von lederartiger Consistenz. Von mehren, sonst officinellen P-n sind jetzt noch die Althäen- u. Süßholzpasten gebräuchlich, s. Lakrizenfast, auch Reglise.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 12. Altenburg 1861, S. 734.
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