Grindiger

1. Der Grindige kratzt sich leicht blutig. – Simrock, 4048; Köte, 2416.


2. Drei Grindige und ein Kahlkopf.

Von einer geringen, dürftigen, armseligen Versammlung.


3. Ein gründiger lauset (kratzt, krauet) den andern. – Henisch, 1746, 14; Gruter, I, 25; Schottel, 1114b; Petri, II, 191; Kirchhofer, 145; Simrock, 4049; Körte, 2415.

»Ein grinter gern den andern laust zertlichen hin, di weil im graust.« (O. Schade, Satiren und Pasquille, III, 127, 6.)

It.: Chi si è scottato una volta, l'altra vi soffia su. (Bohn I, 86.)


4. Man mag den Grindigen an den Kopf schlagen, wo man will, es blutet. – Burckhardt, 538.

Der Mensch ist an seiner schwachen Seite leicht zu verwunden.


5. Man muss den gründigen gar leis krawen. – Lehmann, 795, 15.


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6. Ein grindiger krauelt den andern sanft. – Schade, Satiren, I, 76, 21.


Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 2. Leipzig 1870.
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