Gucker

*1. Den Gucker haben. (Rottenburg.)

Wenn jemand lang und starr auf einen Punkt stiert.


*2. Der memminger (oder ulmer) Gucker.Eiselein, 459.

»Der Eschheie (von Esch = Flur, und heien = hüten, vgl. Grimm, III, 1140 u. 1142) oder Bannwart (Flur- oder Waldschütz, vgl. Grimm, I, 1118) meldete einst dem Bürgermeister, dass im Gemeindeacker ein Gucker sich aufhalte, von dem zu befürchten sei, dass er alles Korn zertrete. Da beschloss der wohlweise Rath, dass vier Männer mit einer Bahre in den Acker gingen um den Gucker (Kukuk) herauszutragen.«


*3. Er g'hört der Guyger nimme schreie.Schild, 83, 291.


*4. Er setzt gucker in sein kefige, der legt jhn ayr vnter vnd lasst ein andern aussbrüeten. Henisch, 1773, 68.


*5. Heut' hat's gar der Gucker gesehen.Kirchhofer, 279.

Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 2. Leipzig 1870, Sp. 165.
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