Rinde

1. Die Rinde von der Pastete ist so gut wie Brot.

Frz.: Croute de pâté vaut bien pain. (Kritzinger, 193b.)


2. Man muss nicht blos auf die Rinde sehen.

Böhm.: Nehled' na kůru, ale na dřeň. (Čelakovsky, 268.)


3. Unter einer rauhen Rinde ist oft eine süsse Frucht. – Winckler, X, 89.


4. Unter glatter Rinde kann auch ein Wurm stecken.


5. Wenn die Rinde den Brand hat, verdirbt auch das Mark.


6. Wer die Rinde verderbt, tödtet das Mark. – Sprichwörtergarten, 229.

Wer die Gesundheit des Körpers schwächt und untergräbt, wirkt auch nachtheilig auf den Geist.

Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 3. Leipzig 1873, Sp. 1687.
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