Allermeist

[214] * Allermeist, der verlängerte Superlativ von mehr, der hier nur wegen der besondern adverbischen Bedeutung angeführet wird, da er auch für hauptsächlich, besonders gebraucht wird. Allermeist weil du weist alle Sitten Apost. Gesch. 26, 3. Allermeist aber bey euch, 2. Cor 1, 12. Im Hochdeutschen ist diese Partikel längst veraltet, und sie scheinet auch bey den Oberdeutschen wenig mehr üblich zu seyn. Indessen ist sie doch alt; denn allerumeist, kommt in eben derselben Bedeutung schon bey dem Kero, und alleromeist bey dem Ottfried vor.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 1. Leipzig 1793, S. 214.
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