Eīnäschern

[1687] Eīnschern, verb. reg. act. 1) Zu Asche brennen, in welchem eigentlichen Verstande dieses Wort bey den Scheidekünstlern der vorigen Zeiten üblich war, und auch für calciniren oder verkalken gebraucht wurde. Heut zu Tage gebraucht man es nur im gemeinen Leben, für die R.A. in die Asche legen, d.i. anzünden und verbrennen. Die feindlichen Husaren haben das ganze Dorf eingeäschert. S. Asche und Äschern. 2) Mit Asche beitzen oder kochen. Das Garn einäschern, in der Hauswirthschaft. Häute einäschern, oder äschern, bey den Gärbern, sie mit Kalk und Asche beitzen. So auch die Einäscherung. 3) An der Aschermittwoche mit Asche bestreuen, in der katholischen Kirche. S. 2 Ein.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 1. Leipzig 1793, S. 1687.
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