Galanterie, die

[390] Die Galanterīe, (viersylbig,) plur. die -en, (fünfsylbig,) aus dem Französischen Galanterie, auch nur im gemeinen Leben. 1) Feine Lebensart, Höflichkeit, ohne Plural; ingleichen einzelne aus dieser feinen Lebensart herfließende Handlungen, mit dem Plural. 2) Liebeshändel, verliebtes Betragen. 3) Arten des Putzes und der Zierathen, welche zur Mode und feinen Lebensart gehören. Daher die Zusammensetzungen: die Galanterie-Arbeit, oder Galanterie-Waare; der Galanterie-Arbeiter, der solche Sachen verfertiget; der Galanterie-Degen, ein kurzer leichter Degen zur Zierde; der Galanterie-Kram oder Galanterie-Handel, der Handel mit Galanterie-Waaren; der Galanterie-Krämer oder Galanterie-Händler u.s.f.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 390.
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