Gneiß (2), der

[742] 2. Der Gneiß, des -es, plur. von mehrern Arten, die -e, im Bergbaue, eine Benennung einer schieferigen, sehr vermischten und überaus harten Steinart, welche von allen Farben angetroffen wird, mit Schlägel und Eisen fast nicht zu gewinnen ist, das Erz im Schmelzen sehr raubet, und sich schwer von demselben scheiden lässet. In den Freybergischen Bergwerken ist es eine Schieferart, welche aus Quarzkörnern, Glimmer und Steinmark bestehet. Der rothe Gneiß, der in Ungarn Zinnopel heißt, ist eisenhaltig, so wie der braune und rothbraune. Die Bergleute sprechen dieses Wort auch Neiß und Kneiß aus. Bey den Jägern einiger Gegenden wird das kleine, schieferige, graue und weiße Gestein, von welchem der Boden aussiehet als wenn er gepflastert wäre, Steinknatz genannt. S. Knauer.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 742.
Lizenz:
Faksimiles:
Kategorien: