Gruden

[823] Gruden, verb. reg. act. welches gleichfalls nur in einigen Gegenden, sonderlich in den Salzwerken, wo man Stroh unter den Pfannen brennet, für schüren üblich ist, das Stroh unter der Pfanne nachschieben, und aus einander stören. Daher der Gruder, ein Knabe oder Knecht, der dieses zu verrichten hat. Es gehöret, wie Frisch bemerket, zu dem Geschlechte der Wörter Ruder, Rütteln, Rädern, (sieben,) Rühren, trudere, rutare u.s.f.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 823.
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