Hameye, die

[936] * Die Hameye, plur. die -n, in einigen, besonders Niedersächsischen Gegenden, ein Gatterthor, welches zu beyden Seiten ein Pförtchen hat, wo es im gemeinen Leben auch Horumeye lautet. Es ist das Nieders. Hameine, Hameide, ein Gehäge, eine jede Befriedigung, besonders von Pallisaden; daher in Bremen der äußerste Sperrbaum vor den Stadtthoren Hameine heißt. Hammeye, Hameyde, Hammeyboom sind auch im Holländischen üblich. S. 2. Ham, Hamme und Hag.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 936.
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