Häusler, der

[1032] Der Häusler, des -s, plur. ut nom. sing. 1) Geringe Bauersleute, welche mit keinem Hause angesessen sind, sondern nur bey andern zur Miethe wohnen, und auf dem Lande das sind, was in den Städten die Schutzverwandten sind. Im Nieders. Hüsselt, Hüssent, Hüssel, Hüsling, Einlieger, Instmann, im Oberd. Inmann, Gädemer, Büdner, Hausinne, an andern Orten Hausleute, Hausgenossen, Häuslinge. S. Hausgenoß. 2) In einigen Gegenden werden auch diejenigen Landleute, welche zwar ein eigenes Haus, aber wenig oder gar keinen Acker haben, Häusler genannt. In Niedersachsen heißen sie Brinksitzer, und sind von den Kothsassen oder Kossaten noch verschieden, S. dieses Wort, ungeachtet man auch diese zuweilen mit dem Nahmen der Häusler zu belegen pflegt.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 1032.
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