Klicken

[1628] Klicken, verb. reg. act. im gemeinen Leben, einen zähen Körper in kleinen Stücken werfen oder anwerfen. Lehm klicken, den zubereiteten Lehm in kleinen Klumpen anwerfen, daher die Kleiber an einigen Orten auch Lehmklicker heißen. Von einem schlechten Gemählde, wo die Farben gleichsam nur hingeworfen sind, sagt man: es ist nicht gemahlt, es ist nur geklickt. Klick, klicks druckt eigentlich einen feinern und kleinern Schall aus, als klack, kleck und klecken, S. diese Wörter. Im Nieders. ist Klicks, ein Klecks, und in weiterer Bedeutung, ein Bißchen eines zähen Körpers, z.B. ein Klicks Butter, und figürlich auch ein Bißchen einer jeden andern Sache. Im Schwed. wird klicka so wohl von dem fruchtlosen Abbrennen des Zündpulvers auf der Pfanne, als auch von dem Klange kleiner Glocken gebraucht.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 1628.
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